Prime und Option – Die Reifen der Formel 1

Seit einigen Jahren können die Formel 1 Zuschauer einen Teil des Funkverkehrs zwischen der Box und den Piloten hören, der in aller Regel in englischer Sprache stattfindet. Dabei fallen zwei Worte in schöner Regelmäßigkeit, die insbesondere für deutschsprachige Zuschauer schwer zu verstehen sind: Prime und Option.

Was sind Prime und Option eigentlich?

Pirelli stellt derzeit für die F1 die Reifen zur Verfügung

Wikimedia, Pirelli (CC0 1.0)

Bei diesen Worten handelt es sich um die Beschreibungen der Reifenmischungen. Prime bezeichnet dabei härtere Mischung, wohingegen Option die weichere Variante meint. Der Reifenhersteller muss beide Mischungstypen mit an die Strecke bringen, denn die Piloten sind verpflichtet, sowohl die Primes wie auch die Options im Rennen einzusetzen. Wie weit sie auf den Reifen rollen, ist allerdings egal. Theoretisch könnte ein Pilot schon wieder nach einer Runde an die Box fahren, um erneut die Reifen zu wechseln.

Reifenhersteller Pirelli hat aber nicht nur zwei Mischungstypen im Programm, sondern für trockenes Wetter insgesamt vier: Super Soft, Soft, Medium und Hard. Je nach Strecke wählt er aus, welche beiden Typen er mitnimmt. In Monaco sind die Soft Reifen beispielsweise die Primes, weil hier noch die Super Soft Reifen zur Verfügung stehen. Auf anderen Strecken sind die Soft Reifen hingegen in aller Regel die Options.

Video zu den Reifen der Formel 1

Hier ein Video das die Reifen der Formel 1 gut erklärt

Bei den Regenreifen gibt es eine derartige Differenzierung hingegen nicht: Hier stehen die Intermediates und die Wets bzw. Full Wets zur Verfügung. Es besteht bei nassem Wetter keinerlei Pflicht, einen bestimmten Reifentypen zu fahren. Weitere Infos über Änderungen im Reglement findet ihr hier.  

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