Ecclestone kritisiert Nachfolger Brawn

Nachdem Bernie Ecclestone nach vielen Jahrzehnten an der Spitze der Formel 1 den Rennzirkus verlassen hat, wurde Ross Brawn als sein Nachfolger installiert. Im Interview mit „Motorsport-Total“ hat sich Ecclestone nun über Brawn unterhalten und dabei nicht unbedingt lobende Worte für den 62-Jährigen gefunden.

Darauf angesprochen, dass Brawn mit Benetton und Ferrari große Erfolge gefeiert hat und daher das Zeug zu seinem neuen Posten hat, entgegnete Ecclestone: „Absolut. Weil er betrogen hat.“ Er selbst glaube das zwar nicht, so der Brite, „aber andere Leute schon“. Wer in der laufenden Saison noch große Erfolge wird ist aktuell noch nicht zu sagen. Auch nicht wer F1 Weltmeister 2017 wird.

Konflikte schon vor vielen Jahren

Ross Brawn hat im Jahr 2016 ein Buch geschrieben, wo er auch über Bernie Ecclestone spricht. So sei während Brawns Amtszeit bei Ferrari Ecclestone nicht zufrieden gewesen mit der Dominanz der Scuderia. Ferrari ist übrigens auch in der Konstrukteurs-Wertung der Saison 2017 im vorderen Feld. Dies beweisen auch die Formel 1 Quoten. Brawn unterstellte Ecclestone indes, dass er keinen langfristigen Plan mit der Formel 1 verfolgt habe. „Es ist frustrierend, dass selbst hochrangige Einzelpersonen in der Formel 1 keine langfristige Vision und keinen langfristigen Plan haben. Und Bernie ist diesbezüglich einer der Schlimmsten“, schrieb Brawn in seinem Buch.

Ecclestone fungierte mehr als 40 Jahre als Boss der Formel 1. Als die Liberty Media-Gruppe rund um Chase Carey die Formel 1 übernommen hat, wurde Ross Brawn als Geschäftsführer Sport installiert und der ehemalige ESPN Manager Sean Bratches als Marketingchef eingestellt. Bei F1 Wetten kannst du übrigens jetzt schon den nächsten Grand Prix Sieger tippen.

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