Archiv für den Monat: März 2018

Hill will F1 ohne Mercedes und Ferrari

Ex-Formel-1-Weltmeister Damon Hill hat am Rande des Saisonauftakts in Australien für Aufregung gesorgt. In einem Tweet forderte der britische Sky-Experte die großen Rennställe Mercedes und Ferrari dazu auf, die Königsklasse zu verlassen. Das würde die Formel 1 Quoten natürlich heftig durcheinander wirbeln.

https://twitter.com/MercedesAMGF1/status/978557561967448064

Schwere Vorwürfe an Topteams

Am Qualifying-Samstag twitterte der Weltmeister von 1996, dass die beiden Platzhirsche versuchen würden, die Formel 1 nach ihren Vorstellungen zu gestalten. Untereinander getroffene Absprachen sollen dabei die Vormachtstellung der Topteams sichern, anstatt das Reglement zum Wohle aller Rennställe zu verändern. Ein Vorgehen, das laut Hill vor allem aufgrund des ohnmächtigen Verhaltens des Weltverbandes FIA möglich wurde – dieser hätte laut dem Briten „längst die Kontrolle verloren“. Die Mitarbeiter von Mercedes und Ferrari dürften auch die beliebtesten Formel 1 Jobs haben.

Mercedes ließ diese harschen Worte nicht auf sich sitzen und reagierte kurze Zeit später ebenfalls mit einem Tweet, indem Hill vorgeworfen wurde, dass ihn all dies nicht gestört hätte, als er mit überlegener Renault-Power Rennen um Rennen für sich entschied – eine Anspielung auf seinem WM-Titel 1996, als er im deutlich überlegenen Williams-Renault nahezu unschlagbar war. Auch darauf hatte der Sohn von Doppelweltmeister Graham Hill eine Antwort und verwies auf die anderen Voraussetzungen, unter denen er damals erfolgreich war. „Ich bin für Williams gefahren. Das sind diese widerlichen Emporkömmlinge von KFZ-Mechanikern“, entgegnete Hill den Silberpfeilen, die darauf nicht mehr reagierten.

Ausstiegs-Drohungen nur Geplänkel?

Hill wünscht sich eine Formel 1, die auch für kleinere Teams wieder mehr möglichen bietet und einen fairen Wettbewerb garantiert. Obwohl besonders Mercedes-Boss Toto Wolff dieses Anliegen ebenfalls oftmals öffentlich beteuert, geht Hill davon aus, dass die großen Werksrennställe ihr eigenes Süppchen kochen und nur auf ihren eigenen Vorteil aus sind. Eine Synthese zwischen Ferrari und Mercedes, die auch Wolff indirekt bestätigt, wenn er von den Roten als „Frenemy“ spricht. Sauer stößt dem Ex-Champion auch die Tatsache auf, dass besonders die Scuderia immer wieder mit einem Formel-1-Ausstieg droht. „Das ist reine Verhandlungstaktik“, winkt Hill ab und fordert gleichzeitig die FIA auf, die Zügel wieder in die Hand zu nehmen. Das letzte Wort scheint in dieser Causa noch nicht gesprochen.

Mercedes mit Auftakt unzufrieden

Nach den Freittagstrainings sah es so aus, als könnte sich Mercedes beim Großen Preis von Australien nur selbst schlagen. Und tatsächlich machten eigene Fehler und ein ungünstiger Rennverlauf Lewis Hamilton und Valtteri Bottas das Leben schwer. Statt den angestrebten 43 Punkten reisten die Silberpfeile nur mit deren 22 ab. Die F1 Buchmacher sind darüber ebenso ratlos wie der Rennstall selbst.

https://twitter.com/MercedesAMGF1/status/978347213389795328

VSC verhindert Sieg, Bottas enttäuscht

Bereits das Qualifying lief für Mercedes nicht nach Wunsch. Während Weltmeister Hamilton eine souveräne Pole-Position erfuhr und auf Ferrari über sieben Zehntel Vorsprung hatte, crashte Bottas in seiner ersten Q3-Runde und konnte keine Zeit mehr setzen. Zu allem Überfluss musste auch das Getriebe getauscht werden, weshalb der Finne nur von Platz 15 aus ins Rennen ging. Dort zeigte sich, dass Mercedes zwar nach wie vor den besten Motor hat, der Vorteil aber offenbar deutlich geringer geworden ist. Anstatt durchs Feld zu pflügen hatte Bottas große Schwierigkeiten, an seinen Konkurrenten vorbeizukommen. Begünstigt durch das Virtual Safety-Car erreichte der 28-jährige schließlich mit Rang acht immerhin vier WM-Punkte, laut Teamchef Toto Wolff, der einen der interessantesten Formel 1 Jobs hat, wäre er sonst außerhalb der Top Ten gelandet.

Während Bottas das VSC begünstigte, kostete es Hamilton wohl den sicheren Sieg. Nach einem guten Start kontrollierte der 33-jährige das Feld nach Belieben, den ersten Verfolger Kimi Räikkönen hielt er auf Distanz. Als alles nach dem 63. GP-Sieg des vierfachen Weltmeisters aussah, musste Romain Grosjean seinen Haas nach Kurve eins abstellen und provozierte ein Safety-Car – an der für den Briten ungünstigsten Stelle. Sebastian Vettel nutzte die Gunst der Stunde, absolvierte seinen Boxenstopp erst jetzt und kam knapp vor Hamilton zurück auf die Strecke. Am Ende jubelte Ferrari über den erneuten Triumph im Albert Park.

Mercedes das schnellste Auto

Obwohl es den Silberpfeilen nicht gelang, das Rennen zu gewinnen, dürfte man in Stuttgart nicht allzu schlecht geschlafen haben. Im Qualifying demontierte Hamilton die Konkurrenz, auch im Renntrim scheint Mercedes einmal mehr das schnellste Auto gebaut zu haben. Beim Großen Preis von Bahrain in zwei Wochen wollen die Weltmeister zurückschlagen.

McLaren jubelt in Melbourne

Das erste Rennwochenende für McLaren mit Renault-Power endete für die Truppe aus Woking mit einem Erfolgserlebnis. Superstar Fernando Alonso belegte Rang fünf, auch Teamkollege Stoffel Vandoorne erzielte als Neunter WM-Punkte. Das haben die Formel 1 Wettanbieter so nicht unbedingt vorausgesagt. Ob McLaren mit der Frage wer wird Formel 1 Weltmeister 2018 etwas zu tun haben wird, darf dennoch bezweifelt werden.

https://twitter.com/McLarenF1/status/977798158729216000

Gelungener Auftakt

Balsam auf die geschundene McLaren-Seele. Nachdem man am Samstag mit deutlichem Rückstand auf die Spitze Q3 verpasste, zeigte sich Alonso trotzdem zufrieden und verwies auf den besseren Rennspeed. Er sollte Recht behalten – obwohl der Rennverlauf für den Spanier äußerst günstig verlief, wurde ihm Rang fünf nicht auf dem Silbertablett serviert. Die gesamte zweite Rennhälfte musste er sich gegen Max Verstappen im schnelleren Red Bull verteidigen, schlussendlich setzte sich der Altmeister aber durch und feierte sein bestes Resultat seit Austin 2016. Teamkollege Vandoorne hatte weniger Glück, belegte aber trotzdem Rang neun.

Beide Autos in den Punkten – Grund genug für Alonso, eine Kampfansage Richtung Konkurrenz auszusprechen. „Wenn alles nach Plan läuft, sollten wir bald nahe an Red Bull dran sein“, tönte der 36-jährige nach dem Rennen in Australien. Ein durchaus optimistisches Statement, da in Melbourne sowohl auf eine Runde als auch im Renntrim noch einiges auf die Bullen fehlte. Obwohl McLaren also noch nicht da ist, wo man hinmöchte, zeigte sich der Doppelweltmeister begeistert: „Ich bin rundum zufrieden, das war ein gutes Rennen. Das ist jetzt ein ganz anderes Rennfahren als in den letzten Jahren, wir können endlich attackieren und müssen uns nicht nur verteidigen.“

Alonso will vorne mitmischen

Bereits in Bahrain will McLaren den nächsten Schritt machen. Alonso ortet im Auto „viel Potenzial, das noch schlummert“ und spricht von einem „guten Anfang“, spätestens bis Saisonende will man mit Red Bull auf Augenhöhe sein. Großes Lob hatte der ansonsten oft zynische Asturier auch für den neuen Motorenpartner Renault übrig. „Sie haben in den letzten Monaten einen Entwicklungsmarathon hinter sich und großartige Arbeit geleistet“, ist Alonso voll des Lobes. Da beim ersten Grand Prix der Saison das Thema DRS viel diskutiert wurde, weisen wir nochmal auf unseren Artikel zum Thema Formel 1 DRS hin. Dort findest du alle Infos zu diesem Thema.

Rosberg: Mercedes stapelt bewusst tief

Die meisten Experten sind sich vor dem Saisonauftakt in Australien einig: nach den beeindruckenden Leistungen bei den Testfahrten führt der Sieg nur über Mercedes. Die Silberpfeile zeigen sich vor dem ersten Rennen jedoch vorsichtig und wollen von einer möglichen Dominanz nichts wissen. Das gilt einmal für den Grand Prix von Melbourne 2018.

Lewis Hamilton Mercedes Box

Wikimedia, Alberto-g-rovi (CC BY-SA 4.0)

Mercedes in Melbourne Favorit

Für den ehemaligen Mercedes-Piloten und nunmehrigen TV-Experten Nico Rosberg ist klar, dass sein ehemaliger Rennstall die Konkurrenz bewusst stark redet. „Kurz vor dem Saisonstart achten die Teams darauf, den Hauptkonkurrenten keine Motivation für Nachbesserungen zu geben“, erklärt der Ex-Weltmeister gegenüber ‚RTL‘, wo der 32-jährige das gesamte Rennwochenende vor der Kamera stehen wird. Im Vorfeld des Wochenendes in Melbourne hatte Mercedes-Teamchef Toto Wolff von einem „Dreikampf auf Augenhöhe“ mit Ferrari und Red Bull gesprochen, Weltmeister Lewis Hamilton schob den Bullen sogar die alleinige Favoritenrolle zu. Für Rosberg handelt es sich dabei um eine bewusste Taktik, die ihm aus seiner eigenen Zeit bei den Stuttgartern bekannt sein dürfte. In den Formel 1 Quoten hat sich das bisher noch nicht niedergeschlagen.

Obwohl der Deutsche aus Gründen der Spannung darauf hofft, dass Ferrari und Red Bull Mercedes fordern können, hält er dieses Szenario für nicht realistisch. „Es wird für beide schwer. Mercedes ist eine absolute Macht, ihr Level ist unglaublich beeindruckend“, äußert Rosberg besonders im Hinblick auf die bärenstarken Long-Runs, die Hamilton und Bottas in Barcelona gedreht haben. Wenig verwunderlich, dass Rosberg in Australien auf einen Sieg seines ehemaligen Stallrivalen Hamilton setzt.

Erneutes Stallduell?

Müssen sich die Fans also auf eine langweilige Saison einstellen? Für Rosberg hängt viel von der Performance von Valtteri Bottas ab. Sollte es dem Finnen gelingen, sich gegenüber dem Vorjahr zu steigern und seinem Teamkollegen Paroli zu bieten, könnte die Zuschauer für den 23-fachen GP-Sieger auch ein teaminternes Duell um die Meisterschaft erwarten. Wie es sich anfühlt, gegen Hamilton um den Titel zu fahren, weiß keiner besser als der Deutsche. Von 2014 bis 2016 machten sich die damaligen Mercedes-Kollegen die Weltmeisterschaft untereinander aus, nach zwei Niederlagen drehte Rosberg im letzten gemeinsamen Jahr den Spieß um und verabschiedete sich als Champion in den Ruhestand. Wenn du möchtest, kannst du hier gerne unsere Anleitung zu wie wird man Formel 1 Fahrer lesen.

Quoten zum Grand Prix von Melbourne 2018

Endlich ist es wieder soweit. Von nun an darf man sich wieder die Frage wer wird Formel 1 Weltmeister 2018 stellen. Der Grand Prix von Melbourne 208 steht vor der Tür und bringt die Königsklasse des Motorsports in die neue Saison. Die Formel 1 Wettanbieter haben schon jetzt einen klaren Favoriten. Der Brite Lewis Hamilton könnte seinen insgesamt fünften WM-Titel feiern und seinen Star-Status noch weiter zementieren. Werfen wir nun aber einmal einen Blick auf die Quoten für den ersten GP des Jahres.
Quoten zum GP von Melbourne 2018

 

Hamilton als Top-Favorit

Lewis Hamilton hat bereits in den Jahren 2011 und 2015 das erste Saisonrennen gewonnen. Gleich viele Siege hat übrigens der Finne Kimi Räikkönen (2007, 2013). Beim Grand Prix von Melbourne 2018 hat Hamilton die Quote 2.10. Sein wohl erneut schärfster Konkurrent, Sebastian Vettel, hält bei 3.80. Die im Vorjahr ebenfalls schon sehr starken Valtteri Bottas (Quote 7.00), Max Verstappen (Quote 8.00) und Daniel Ricciardo (Quote 8.00) sind auch noch im erweiterten Favoritenkreis mit dabei.

 

Allen anderen Teams wird es wohl darum gehen, dass man die ersten Eindrücke der dann noch jungen Saison sammelt und das Auto einmal in den Griff bekommt. Eine weitere sehr interessante Frage, die aber die gesamte Saison betrifft ist natürlich jene nach dem Konstrukteurs-Titel.

Bwin Quoten Konstrukteurs WM 2018

Mercedes-Sieg vorprogrammiert?

In der vergangenen Saison hat Mercedes schon ein paar Rennen vor Schluss den Konstrukteurs-Titel eingefahren. Das Duo Lewis Hamilton und Valtteri Bottas hat funktioniert und vor allem Vettel/Räikkönen und auch Verstappen/Ricciardo ausgestochen. Die Quote für einen erneuten Mercedes-Sieg liegt demnach bei 1.45. Dahinter folgen Red Bull Racing (4.50), Ferrari (5.00) und McLaren (34.00). Für die weiteren Rennställe wird es wohl keine Chance auf den Titel geben.

Kurzer Hinweis der Redaktion: Wenn du jetzt noch keine Karten für ein Formel 1 Rennen deiner Wahl hast, dann schau doch einfach mal auf unserer Seite Formel 1 Tickets vorbei. Dort findest du viele Informationen wo du dir deinem Lieblings-Rennfahrer zuschauen kannst.