Massa: Hamilton bei Mercedes Nummer 1

Für den frisch gebackenen Formel-1-Rentner Felipe Massa hat Lewis Hamilton für die kommende Saison bei Mercedes den unumstrittenen Nummer-1-Status. Gegenüber „Motorsport-Total.com“ äußerte der Brasilianer, dass Hamilton nach dem Gewinn seines vierten WM-Titels die volle Unterstützung des Teams genieße.  Die Formel 1 Weltmeister Wetten lassen daran auch keinen Zweifel.

Lewis Hamilton verbremst sich

Abb.1: Wikimedia, Morio (CC BY-SA 4.0)

Riesenlob für Hamilton

Massa glaubt nicht daran, dass Valtteri Bottas den Briten ernsthaft herausfordern kann. Bereits vor dieser Saison galt der Finne als klarer Underdog, speziell am Saisonanfang gelang es ihm aber, Hamilton das ein oder andere Mal in die Schranken zu weisen. Nach der Sommerpause verlor er den Faden, beendete das Jahr aber mit einem Sieg beim GP von Abu Dhabi 2017 und Platz drei in der Fahrer-WM. Zu wenig für seine Ambitionen bei Mercedes, wie Massa findet: „Das Team wird komplett auf Lewis‘ Seite sein. Ich glaube, er wird nicht mehr diese Probleme haben, die er vielleicht vorher hatte.“

Der elffache GP-Sieger kennt Bottas gut, drei Jahre fuhren die beiden Seite an Seite bei Williams, wobei der Finne stets die Oberhand behielt. Auch mit Hamilton verbindet Massa eine jahrelange Geschichte, 2008 verlor er den WM-Titel nur um einen Punkt gegen den Briten. Schlagzeile machte auch ihre Dauerfehde 2011, als es auf der Strecke zu mehreren Kollisionen kam. Trotz dieser Scharmützel ist Massa voll des Lobes für den Weltmeister: „Er steht den Größten in diesem Sport um nichts nach. Er verdient alles, was er erreicht hat und gehört zu den Besten Fahrern aller Zeiten.“ Auch für die Saison 2018 ist Hamilton für den Vize-Weltmeister von 2008 der klare Favorit.

Bottas nicht schnell genug?

Bei Mercedes war man bisher stets bemüht, interne Chancengleichheit herzustellen. Besonders während der totalen Silberpfeil-Dominanz zwischen 2014 und 2016, als Lewis Hamilton und Nico Rosberg Titel und Siege unter sich ausmachten, war Gleichbehandlung zwischen den Fahrern eine wichtige Leitlinie. Da der WM-Kampf im kommenden Jahr enger werden dürfte und Bottas Hamilton bislang weniger fordern konnte als Rosberg könnte das Team um Toto Wolff seine Philosophie nun aber überdenken.

Die mobile Version verlassen