Formel 1 Fahrer Daniel Ricciardo

Daniel Ricciardo war die vielleicht positivste Überraschung des Jahres 2014. Der Red Bull-Pilot setzte die wenigen Glanzlichter der Bullen der vergangenen Saison und ließ seinem Teamkollegen Sebastian Vettel in der Gesamtwertung keine Chance. 2015 wurde für den Australier jedoch ungleich schwerer. Vettel ist weg und er muss nun das Team führen. Die Erwartungen an Ricciardo sind gewaltig. Inzwischen ist er schon einige Jahre in der Formel 1 und kann die hohe Erwartungshaltung teils sehr gut erfüllen. Die F1 Wetten zählen Ricciardo stets zum erweiterten Favoritenkreis, wobei der Wechsel 2019 von Red Bull zu Renault seine Chancen auf den Titel schmälert.

Keyfacts über Daniel Ricciardo

Daniel Ricciardo Red Bull Racing

Wikimedia, Morio (CC BY-SA 4.0)

  • Nationalität: Australisch
  • Geburtsdatum: 01.07.1989 (in Perth)
  • Weltmeistertitel: 0
  • Rennsiege: 7
  • Pole Positions: 3

Ricciardo bringt alles mit

Nach Vettel ist Ricciardo wohl die größte Entdeckung, die Red Bull jemals öffentlich herausbringen konnte. Der Australier ist schnell, technisch interessiert, versessen auf Details, ein Fitnessfanatiker und auf der Strecke ein hervorragender Zweikämpfer. Er bringt deshalb eigentlich alles mit, was es braucht, um Weltmeister zu werden. Wenn der Fahrer Ricciardo noch etwas sucht, wo er sich selbst verbessern kann, ist es höchstens das Qualifying. Zu oft bekommt er sein Talent nicht für eine wirklich schnelle Runde zusammen – aber auch hier machte er große Fortschritte. Außerdem ist der Australier bei den Fans äußerst beliebt. Er gibt sympathische Interviews und bleibt stets sachlich, wenn es um ein wenig brisantere Themen geht.

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Im Schatten von Ferrari und Mercedes

Im Jahr 2015 hatte er noch Probleme mit seinem Auto. Damals hatte er einen schwachen Turbo im Heck. Renault hat ein Aggregat geliefert, dass mit dem von Mercedes nicht mithalten konnte. Das kann man auch bei den F1 Quoten ablesen. Lewis Hamilton, Valtteri Bottas (beide Mercedes), sowie Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen (bei Ferrari) haben bei ihren Autos aktuell etwas bessere Voraussetzung als Ricciardo im Red Bull. Dennoch ist der Australier in Sachen Grundspeed, Nervenstärke und auch in der Konstanz in der absoluten Welt-Spitze angekommen. 

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Vorschauen auf frühere Formel 1 Saisonen

Die Aussichten von Ricciardo vor dem Formel 1 Jahr 2015

Der Australier hat das Potenzial ganz vorne eine gewichtige Rolle mitzusprechen. Zwei Faktoren spielen hierfür die wesentliche Rolle: Zum einen muss der neue Red Bull sehr viel besser als das Fahrzeug des Vorjahres sein. Die ersten Tests deuten zumindest in diese Richtung. Zum anderen muss der Australier mit dem Druck klarkommen, jetzt der Anführer zu sein. Dies ist für Daniel Ricciardo persönlich wohl die größte Herausforderung des Jahres 2015.

sämtliche Fahrer der Formel 1

 

Formel 1 Rennfahrer Daniel Ricciardo vor der F1 Saison 2014

Daniel Ricciardo Red Bull Racing F1Auf Daniel Ricciardo wartet ein Jahr, von dem jeder Rennfahrer träumt. Der Australier darf in dem – gemessen an den letzten vier bis fünf Jahren – deutlich besten Auto Platz nehmen, denn er beerbt seinen Landsmann Mark Webber bei Red Bull Racing. Ganz natürlich ist er damit zu dem Kreis der Piloten zu zählen, die um Rennsiege und den Titel kämpfen werden. Aber die Beispiele Webber, Massa. Barrichello, Irvine sowie die von unzähligen anderen Piloten, die neben einem Champion in einem solchen Fahrzeug Platz nehmen durften, beweist: Wahrscheinlicher ist, dass die Öffentlichkeit von ihm enttäuscht sein wird und Ricciardo lediglich die Rolle eines Wasserträgers für den übermächtigen Vettel zuweist. Der 24-Jährige kämpft gegen sein Schicksal.

Daniel Ricciardo: Kampf gegen das Schicksal

Wer in der Formel 1 nicht heimisch ist, sondern dem Geschehen der Königsklasse nur aus Interesse am Rennsport folgt, meint beim Namen Ricciardo, Vettel hätte einen talentierten Nachwuchspiloten als Teamkollegen bekommen. Befeuert wird dieser Eindruck noch dadurch, dass der 24-Jährige die letzten beiden Jahre für Toro Rosso gefahren ist – das Team wird von den Red Bull-Verantwortlichen selbst als Nachwuchsabteilung bezeichnet. Gerecht wird diesem Australier allerdings nicht: Ricciardo hat schon 50 Rennen in der Königsklasse gefahren. Seine ersten Schritte in der Formel 1 absolvierte er bei HRT.

Tatsächlich erinnert sein Werdegang ein wenig an Vettel: Nach den Jugendserien schaffte er sein Debüt in der Königsklasse bei einem anderen Team, um dann zu Toro Rosso zu wechseln und schließlich zu Red Bull befördert zu werden. Vettel, der für BMW debütierte, war allerdings ungleich erfolgreicher und schaffte den Sprung in die erste Mannschaft deutlich früher als Ricciardo. Der statistische Beweis: Der vierfache Weltmeister ist fast auf den Tag genau gerade einmal zwei Jahre älter als der Australier. Ricciardo war in der Saison 2013 zudem nur unwesentlich besser als sein Teamkollege Jean-Eric Vergne. Der Australier landete am Ende des Jahres auf Platz 14 in der Fahrerwertung. Vergne beendete die Saison auf Rang 15.

Die Aussichten für Ricciardo im Jahr 2014

Ricciardos Vorteil als Vettels neuer Teamkollege ist, dass er den Red Bull, das Team und die .Technologie sehr gut kennt. Er wird deshalb kaum Eingewöhnungszeit brauchen. Allerdings wirkt er nicht derart talentiert wie sein deutscher Teamkollege, der schon aufgrund der vier Titel ganz natürlich die Führungsrolle beanspruchen wird. Ricciardo wird deshalb erst einmal beweisen müssen, dass er den Platz im Red Bull verdient. Dies wird ein hartes Stück Arbeit, denn durch die umfassenden Regeländerungen ist es gut möglich, dass Red Bull viel von seinem technischen Vorsprung verloren hat. Tendenz: Ricciardo wird es schwer haben, am Ende zwischen den Rängen 1 und 5 zu landen. Realistischer sind die Plätze 6 bis 10.

Quoten für Daniel Ricciardo in der F1-Saison 2014

Daniel Ricciardo gilt zwar als großes Talent, den Nummer 1 Status von Sebastian Vettel bei Red Bull Racing wird er jedoch unmöglich gefährden können. Hinzukommen die schwachen Vorstellungen des Teams bei den Testfahrten in Jerez und Bahrain. Vor allem in puncto Haltbarkeit und Zuverlässigkeit haben die Bullen einiges aufzuholen. Ricciardo wird von den Kritikern als schwächster Fahrer von den Topteams angesehen. Zählt man die genannten Fakten zusammen erscheint es als  kein Wunder, dass die Quoten für einen WM-Titel des Australiers ungewöhnlich hoch für einen Red Bull Piloten sind. So erhält man vor Saisonbeginn bei den Buchmachern bwin sowie betvictor das 51-fache seines Einsatzes bei einem WM-Triumph Ricciardos.

Bild: Wikimedia, Henry Mineur (CC BY-SA 3.0)