News

News und Nachrichten zur Formel 1 Saison 2020. Alle Infos zu den Fahrern, Teams sowie den Rennen. Was tut sich im F1 Zirkus? Wir informieren euch über die aktuellesten F1 Wetten im Netz, welcher Anbieter hat die besten Quoten oder Aktionen?

Vettel zu Aston Martin

Seit Monaten wurde spekuliert, nun herrscht endlich Klarheit über die Zukunft von Sebastian Vettel: der vierfache Weltmeister unterschreibt bei Aston Martin und ersetzt dort Sergio Perez. Das Team, derzeit noch unter dem Namen Racing Point unterwegs, gab die Verpflichtung des 33-jährigen im Rahmen des Grand Prix der Toskana in Mugello bekannt.

Richtige Entscheidung?

Nach dem Aus von Vettel bei Ferrari galt Aston Martin bereits seit einiger Zeit als heißeste Option für den 53-fachen GP-Sieger. Ausgerechnet beim Jubiläumsrennen der Roten in Mugello folgt nun die Bekanntgabe des Mega-Deals. „Ich glaube, das ist auch im Hinblick auf 2022 die richtige Entscheidung. Das Team wird weiterwachsen, ich habe noch ein paar Jahre vor mir und freue mich darauf“, so der glückliche Heppenheimer, der an der Seite von Lance Stroll an den Start gehen wird. Tatsächlich könnte sich der Wechsel zum ehemaligen Force India-Team als Goldgriff erweisen.

https://twitter.com/F1/status/1304156441121521664

Mit der heurigen „Mercedes-Kopie“ sind die pinkfarbenen Boliden in der erweiterten Spitze angekommen, mit dem Engagement von Aston Martin könnte der nächste Schritt gelingen. Klar ist, dass der britische Rennstall mit der Verpflichtung des deutschen Superstars sofort in die Riege der Topteams aufsteigt. Mit Lewis Hamilton (Mercedes), Max Verstappen (Red Bull), Charles Leclerc (Ferrari), Fernando Alonso (Renault), Daniel Ricciardo (McLaren) und eben Vettel teilen sich damit die Topfahrer auf sechs Konstrukteure auf – eine Konstellation, die Spannung verspricht.

Perez im Pech

Der Leidtragende des Coups ist Sergio Perez. Nach sieben gemeinsamen Jahren muss der Mexikaner seinen Platz räumen – eine Entscheidung, die im Fahrerlager durchaus aus Unverständnis stößt, besonders, weil „Checo“ das Team 2018 vor der Insolvenz retten konnte. Für den sichtlich enttäuschten 30¬-jährigen bleiben nun nur noch Alfa Romeo und Haas als Optionen. Beide äußerten bereits Interesse, an der Spitze wird Perez damit aber nicht mitmischen können. Auch ein vorläufiges Ende seiner Formel-1-Karriere schließt der Mexikaner nicht aus.

Für die nächste Saison könnte dies bedeuten, dass die Formel 1 Sportwetten wieder spannender werden. Sollte Aston Martin mit Mercedes und Red Bull mithalten können, und auch Ferarri wieder zu alter Stärke finden, könnten vier Teams um den Titel mitfahren.

Ferrari vor Heimdebakel?

Für die Scuderia Ferrari verläuft die Saison 2020 bisher alles andere als nach Wunsch. Der italienische Traditionsrennstall fährt der Spitze deutlich hinterher, in der Konstrukteurswertung ist man auf Rang fünf abgerutscht. Beim Heimspiel-Doppel in Monza und Mugello droht dem Team nun ein weiteres Debakel.

Monza-Layout unpassend

Besonders im „Königlichen Park“ dürfte es für die Roten schwierig werden. Wie bereits in Spa-Francorchamps ist die Traditionsstrecke in der Nähe von Mailand von langen Geraden geprägt, die große Schwäche des aktuellen Ferrari-Boliden. Nachdem der letztjährige Motor von der FIA für illegal erklärt wurde, musste die Scuderia zurückrüsten, weshalb der heurige Antrieb mittlerweile der leistungsschwächste im Feld ist. In den belgischen Ardennen qualifizierten sich Charles Leclerc und Sebastian Vettel mit Ach und Krach für Q2, wo allerdings Schluss war. Auch im Rennen lief es nicht nach Wunsch, beide Fahrer verpassten die Punkteränge. In Monza ist Besserung sehr unwahrscheinlich – zum Leidwesen der Piloten, die ihrem Frust immer deutlicher freien Lauf lassen. Für die Scuderia ist es zum aktuellen Zeitpunkt wohl sogar ein Glücksfall, dass im Autodrom keine Zuschauer erlaubt sind, da es wohl zu einem gellenden Pfeifkonzert kommen würde. Noch im Vorjahr war Leclerc vor zahlreichen Tifosi zum Sieg gerast – ein Ergebnis, das heuer sogar für kühnste Optimismus außerhalb des Möglichen liegt.

Historische Pleitensaison

Nur eine Woche nach dem drohenden Debakel folgt in Mugello ein weiterer spezieller Grand Prix für die Ferraristi. In Mugello feiert der Rennstall das 1000. Antreten in der Königsklasse. Angesichts der vielen schnellen Kurven darf sich Ferrari zwar Hoffnungen machen, dass es besser läuft als zuletzt, von Siegen und Podestplätzen aus eigener Kraft darf man aber weiterhin nur träumen. In der größten Krise seit 1980 droht in der Team-WM die schlechteste Platzierung seit dieser Saison, als man nur Zehnter wurde. Aktuell ist man (noch) Fünfter, die in Monza wohl starken Renault liegen aber nur zwei Zähler dahinter – Voraussetzungen, die nicht dafür sprechen, dass in Maranello bald Ruhe einkehrt.

Alle Infos zu den nächsten Rennen können Sie unerem Formel 1 Liveticker entnehmen, dort gibt es auch den aktuellen Punktestand zu sehen.

Wer wird „Best of the rest“?

Die Formel-1-Saison 2020 steht bislang im Zeichen von Mercedes und Red Bull Racing. Alle sechs Siege machten sich die beiden dominierenden Teams bisher untereinander aus, dahinter ist es allerdings spannend: mit McLaren, Racing Point, Ferrari und Renault kämpfen gleich drei Rennställe um den dritten Rang in der Konstrukteurswertung.

McLaren will kämpfen

In den vergangenen Jahren waren die ersten drei Plätze meist schnell vergeben, zu überlegen agierten Mercedes, Red Bull und Ferrari. Aufgrund der heurigen Schwäche der Scuderia haben allerdings mehrere Teams Lunte geruchen, diese Phalanx zu durchbrechen und den finanziell lukratven und prestigeträchtigen Bronzeplatz zu belegen. In der Pole-Position befindet sich derzeit Racing Point. Die pinkfarbenen Boliden stehen derzeit bei 63 Punkten, 15 wurden beim Großen Preis der Steiermark aufgrund des erfolgreichen Renault-Protests gegen die Bremslüftungen abgezogen. Weitere Punkteabzüge sind durchaus möglich, dennoch dürfte die „Mercedes-Kopie“ weiterhin ganz vorne mitkämpfen. Besonders im Qualifying gehört der Racing Point zu den schnellsten Autos der bisherigen Saison. Nur einen Zähler dahinter liegt McLaren. Die Briten sind bislang das einzige Team neben Mercedes, Red Bull und Ferrari, dass heuer einen Podestplatz verzeichnen konnte. Nach dem furiosen Auftakt beim Spielberg-Doppel lahmte der MCL35 zuletzt vor allem im Zeittraining, Teamchef Andreas Seidl kündigte aber Updates an, um im Kampf um Platz drei den Anschluss zu halten. Die große Enttäuschung der Saison ist Ferrari. Besonders Vierfachweltmeister Sebastian Vettel kommt bisher nicht wirklich in die Gänge, der Deutsche hält lediglich bei 16 Punkten. Besser ergeht es Charles Leclerc, der Monegasse konnte bereits zweimal aufs Stockerl fahren – dennoch liegen die Roten nur auf Rang fünf. Bei den meisten Buchmachern gibt es noch Formel 1 Wetten auf die Konstrukteurs-Wertung.

Renault enttäuscht

Außenseiterchancen hat Renault. Das Team um Daniel Ricciardo und Esteban Ocon konnte den Speed der Top Fünf bislang aber nur selten mitgehen und liegt bereits etwas abgeschlagen auf Rang sechs. Vom großen Ziel, unter die Top drei der Königsklasse zu kommen, sind die Franzosen damit auch im fünften Jahr nach dem Wiedereinstieg weit entfernt.

Vettel-Zukunft weiter ungewiss

Die Zukunft von Sebastian Vettel gehört zu den spannendsten Themen der „Silly Season“ im Formel-1-Jahr 2020. Der vierfache Weltmeister, der Ferrari mit Saisonende nach sechs gemeinsamen Jahren verlassen wird, wurde zuletzt immer wieder mit Racing Point in Verbindung gebracht. Nun könnte es aber zu einer Wende kommen.

Was macht Aston Martin?

Das Team um Besitzer Lawrence Stroll, das im nächsten Jahr als Aston Martin-Werksteam an den Start gehen wird, hat neben Vettel weitere Optionen, die offenbar derzeit bevorzugt werden. Sergio Perez gehört seit 2014 zum Team und ist seitdem die klare Nummer eins. Teamchef Otmar Szafnauer, privat ein Freund Vettels, gilt als Befürworter des Mexikaners, der die vergangenen beiden Silverstone-Rennen aufgrund eines positiven Corona-Tests verpasste. Perez, der für das Racing Point-Vorgängerteam insgesamt fünf Podestplätze holen konnte, soll sich der Gefahr einer möglichen Vettel-Verpflichtung bewusst sein und seinen Förderer Carlos Slim um eine Finanzspritze gebeten haben, um sein Cockpit abzusichern.

https://twitter.com/sebvettelnews/status/1293247422873862145

Rein sportlich wäre ein Abgang von Lance Stroll die wahrscheinlichste Variante, Teamboss Lawrence wird seinen Sohn aber kaum auf die Straße setzen. Für den Transfer von Vettel zu den „rosaroten Panthern“ sprechen vor allem Name und Erfahrung des 53-fachen GP-Siegers. Besonders Stroll soll sich von einem Superstar im Cockpit neue Sponsoren erwarten, die, im Kampf um die Spitze, nötig sein werden. Gegen den Heppenheimer sprechen derzeit vor allem seine aktuellen Leistungen – in Silverstone machte er gegen Teamkollege Charles Leclerc keinen Stich.

AlphaTauri-Coup?

Während ein Wechsel zu Red Bull als sehr unwahrscheinlich gilt, könnte sich für Vettel eine weitere, lukrative Option auftun. Je nachdem, was schlussendlich beim Protest gegen die „Mercedes-Kopie“ Racing Point endgültig herauskommt, könnten die Bullen in der Saison 2021 vier fast idente Boliden an den Start bringen – zwei im A-Team, zwei bei AlphaTauri. Der mittlerweile 33-jährige Vettel, „back to the roots“ zu jenem Team, wo er 2008 seinen ersten GP-Sieg feiern konnte? Eine Idee mit Charme – und in verrückten Zeiten wie diesen keineswegs unwahrscheinlich. Für die Formel 1 Wetten wäre der Wechsel auch sehr interessant, wir werden unsere Augen offen halten, ob es vielleicht Quoten auf den Teamwechsel gibt.

Hamilton auf Rekordjagd

Die Formel-1-Saison 2020 steht einmal mehr ganz im Zeichen von Mercedes. Die Silberpfeile, heuer aufgrund der „Black Lives Matter“-Bewegung gegen Rassismus in schwarz lackiert, dominieren die Königsklasse heuer in eindrucksvoller Manier. In Ungarn feierte Lewis Hamilton seinen zweiten Saisonsieg und egalisierte damit einen Rekord von Michael Schumacher – es könnte nicht der einzige bleiben.

Mercedes-Solo?

Mit seinem achten Erfolg am Hungaroring nach 2007, 2009, 2012, 2013, 2016, 2018 und 2019 zog der Weltmeister mit „Schumi“ als jener Pilot gleich, der die meisten Siege auf einer Strecke feierte. Der Deutsche hatte seine Bestmarke im französischen Magny-Cours aufgestellt. Hamilton präsentierte sich in Budapest ähnlich überlegen wie vergangenes Wochenende in Spielberg. Nach dem verhaltenen Auftakt mit Rang vier beim Österreich-GP, schlug der sechsfache Champion in den letzten beiden Rennen eindrucksvoll zurück. Da Teamkollege Valtteri Bottas nach verpatztem Start nicht über Rang drei hinauskam, übernahm der Brite auch die WM-Führung – fünf Zähler vor seinem wohl einzigen Konkurrenten um den Titel. Dass dieser heuer einmal mehr über Hamilton führt, bezweifelt indes niemand. Die Konkurrenz ist zu weit weg und es wäre eine Überraschung, wenn Bottas dem Superstar über eine gesamte Saison Paroli bieten könnte.

https://twitter.com/MercedesAMGF1/status/1285166336075796480

Bei den Sportwetten für die Formel 1 führt der Brite natürlich haushoch. Auch sein Teamkonkurrent Bottas wird Hamilton wohl nicht bremesen können. Saisonwetten auf den Weltmeister sowie die Konstrukteure sind weiterhin möglich.

Hamilton in neuen Sphären

Vielmehr sieht es danach aus, als würden heuer noch weitere Schumacher-Rekorde purzeln. Statistiken, die vor wenigen Jahren noch als für die Ewigkeit bestimmt galten, laufen Gefahr, von Hamilton in neue Sphären gehoben zu werden. Am Wochenende feierte er seine 90. Pole-Position, Rekordhalter ist er in dieser Kategorie längst. Mit seinem 86. GP-Sieg fehlen nur noch fünf auf die ewige Bestmarke, auch in Sachen Podestplatzierungen wird wohl schon bald eine Wachablöse an der Spitze stattfinden – aktuell führt Schumacher 155 zu 153. Den wichtigsten Rekord, die magischen sieben WM-Titel der deutschen Ikone, könnte Hamilton eher egalisieren. Da sich das Regelwerk im nächsten Jahr kaum ändert, könnte es angesichts der Mercedes-Dominanz nächstes Jahr endgültig dazu kommen, dass der Mann aus Stevenage die Geschichtsbücher der Königsklasse umschreibt.