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News und Nachrichten zur Formel 1 Saison 2019. Alle Infos zu den Fahrern, Teams sowie den Rennen. Was tut sich im F1 Zirkus? Wir informieren euch über die aktuellesten F1 Wetten im Netz, welcher Anbieter hat die besten Quoten oder Aktionen?

Ferrari nach Auftaktpleite ratlos

Als ganz großer Favorit war Ferrari nach Melbourne gereist, nachdem man die Testfahrten in Barcelona dominiert hatte. Abreisen tut man als Verlierer des Auftakts – deutlich hinter Mercedes und sogar nur dritte Kraft hinter Red Bull. Beim italienischen Traditionsrennstall herrscht nach den Plätzen vier und fünf Ratlosigkeit.

Gute Testform dahin

Bereits am Freitag zeichnete sich ab, dass Ferrari die Form von den Testfahrten nicht in den Albert Park mitnehmen konnte. Sebastian Vettel klagte über Balanceprobleme, in beiden Trainings war Mercedes vor den Roten aus Maranello. Ein ähnliches Bild wie im Vorjahr, wo Ferrari oftmals erst am Samstag die Hüllen fallen ließ und sich zum Qualifying deutlich steigern konnte. Diese Hoffnung erfüllte sich diesmal nicht, Vettel und Neo-Teamkollege Charles Leclerc verloren über sieben Zehntel auf die Silberpfeile. Auch im Rennen kam Ferrari nicht in Schuss, im Kampf um Rang drei hatte der 31-jährige Deutsche schlussendlich keine Chance gegen Red Bull-Pilot Max Verstappen, am Ende war man eine Minute hinter Sieger Bottas auf den Plätzen vier und fünf. Eine schallende Ohrfeige, die die Verantwortlichen ratlos zurückließ. Bereits während des Rennens fragte er bei seinem Team nach, warum er so langsam sei. Eine Erklärung gab es dafür nicht, Teamchef Mattia Binotto zeigte sich nach der Schlappe frustriert. Gegen Rennende zogen sich die Italiener auch noch den Unmut der Fans zu, als man den schnelleren Leclerc per Stallorder einbremste und anwies, Vettel nicht anzugreifen.

Revanche in Bahrain?

Überbewerten will der vierfache Weltmeister den Auftakt aber nicht. Bereits im Vorjahr war Mercedes in Melbourne deutlich schneller, zwei Wochen später in Bahrain wendete sich das Blatt aber und Vettel holte drei Pole-Positions in Folge. Auch heuer dürfte man „Down under“ das Potenzial des neuen Boliden nicht abgerufen haben. „Das Auto kann viel mehr“, ist sich Teamkollege Leclerc sicher und schickt eine Kampfansage an die Silberpfeile. Die Siegerquoten für den GP von Bahrain sehen bei Tipico aktuell so aus:

Wettquoten für den GP Sieg in Bahrain 2019 bei Tipico

Obwohl Valtteri Bottas den Triumph in Australien eingefahren hat, sehen die Formel 1 Wetten trotzdem Lewis Hamilton der große Favorit auf den Sieg in Bahrain. Sebastian Vettel liegt mit einer Wettquote von 3,30 nur an dritter Stelle, doch auch im letzten Jahr konnte der Deutsche im Ferrari in Bahrain überraschen.

Bottas-Antwort auf Kritiker

Für Valtteri Bottas hätte die F1 Saison 2019 nicht besser starten können. Der 29-jährige Finne setzte sich beim Großen Preis von Australien in überlegener Manier vor Teamkollege Lewis Hamilton durch und ließ damit die Kritiker verstummen, die den viermaligen GP-Sieger im Vorfeld zum Nummer-2-Piloten degradiert hatten.

Demonstration im Albert Park

Bereits am Samstag brillierte Bottas und lieferte sich ein heißes Pole-Duell mit Hamilton. Erst im letzten schnellen Versuch setzte sich der britische Qualfiying-Spezialist durch und verwies seinen Teamkollegen knapp auf Platz zwei. Bereits da wurde deutlich: der Valtteri Bottas 2019 ist ein anderer als der, der im vergangenen Jahr sieglos blieb, während Hamilton mit 11 Erfolgen den WM-Titel einsackte. Auch am Sonntag präsentierte sich der ehemalige Williams-Pilot hellwach und kassierte den Weltmeister bereits am Start. Was folgte, war eine Demonstration: über 20 Sekunden nahm Bottas seinem Verfolger ab, zusätzlich holte er auch den Zusatzpunkt für die schnellste Rennrunde und übernahm damit erstmals in seiner Karriere die WM-Führung. Am Teamfunk schickte der 29-jährige noch eine Message für die Kritiker nach. „Fuck you!“, stellte Bottas nach dem „besten Rennen meiner Karriere“ unmissverständlich klar, was er von denen hält, die ihn nach dem verkorksten Vorjahr bereits abgeschrieben hatten.

Wolff warnt vor Ferrari

Auch Teamchef Toto Wolff war Voll des Lobes für seinen Schützling. „Das war der Valtteri, den ich kenne“, frohlockte der Wiener nach dem Triumph des WM-Fünften vom Vorjahr. Überhaupt hatte Wolff allen Grund zur Freude – nach dem verhaltenen Testwinter war man als Jäger nach Melbourne gereist, lieferte dort aber eine Machtdemonstration ab, die der Konkurrenz Kopfschmerzen bereiten dürfte. Der 46-jährige schreibt Ferrari und Red Bull aber noch nicht ab. „Im letzten Jahr waren wir in Melbourne auch weit vorne, in Bahrain war Ferrari aber sehr stark“, verweist Wolff auf die Vorsaison, wo die Roten in Bahrain, China und Aserbaidschan stärkste Kraft waren. Bei den Formel Eins Wetten liegt trotzdem noch Hamilton an Platz 1, die Bookies glauben noch immer an den nächsten WM-Titel des Briten.

„Schicksalsjahr“ für Vettel?

Ferrari-Star Sebastian Vettel steht 2019 unter Zugzwang. Nach zuletzt zwei verpassten WM-Titeln soll es im fünften Anlauf mit der Scuderia endlich klappen: der Heppenheimer will sein fünftes Championat. RTL-Experte Timo Glock sieht den 31-jährigen in der heurigen Saison zum Siegen verdammt. Auch bei den Formel 1 Wetten rückt Vettel immer näher an Lewis Hamilton heran. Das Ergebnis des GP von Melbourne wird dann die Quoten noch einmal entscheidend beeinflussen.

WM-Titel für Glock Pflicht

Nach den starken Testfahrten geht Ferrari als großer Favorit in das erste Saisonrennen in Melbourne. Für Glock, in der Formel 1 für Jordan, Toyota und Virgin aktiv, steht Vettel vor einem entscheidenden Jahr in seiner Karriere. „Es gibt keine Ausreden mehr, Sebastian und Ferrari müssen dieses Jahr gewinnen“, ist der Deutsche sicher. Bereits in den vergangenen beiden Jahren kämpfte das Duo um den Titel, Vettel ging als WM-Leader in die Sommerpause. In der zweiten Saisonhälfte ging Ferrari aber jeweils die Luft aus, am Ende jubelten Lewis Hamilton und Mercedes. Sowohl von Team-, als auch von Fahrerseite wurden 2018 zu viele Fehler begangen. Dies dürfe sich nicht wiederholen: „Wenn Sebastian eine exzellenter Fahrer ist – und das ist er – dann hat der die vergangene Saison für sich analysiert, ist tief in sein Inneres eingedrungen hat nach den Gründen für seine Fehler gefragt“, so Glock.

Stolperstein Leclerc?

Neben Mercedes könnte heuer auch im eigenen Lager ein Gegner lauern. Neuzugang Charles Leclerc machte bei den Wintertests in Barcelona bereits deutlich, dass mit ihm zu rechnen sein wird. Obwohl man bei Ferrari Vettel im Vorfeld als Nummer eins deklariert hat, könnte der 21-jährige Monegasse seinem routinierten Teamkollegen durchaus gefährlich werden. Bereits 2014, damals als amtierender Vierfachweltmeister, hatte der damalige Red Bull-Star gegen Teamneuling Daniel Ricciardo große Schwierigkeiten und unterlag im teaminternen Duell. Sollte es auch 2019 auf einen Titelkampf mit Mercedes hinauslaufen, kann sich Glock aber durchaus vorstellen, dass Ferrari alle Karten auf Vettel setzt. Verpasst der 31-jährige den Titel erneut, könnte das Kapitel bei den Roten nach der Saison bereits enden.

Punktereform in der Formel 1?

Pünktlich zum Saisonauftakt in Melbourne könnte in der Formel 1 ein verändertes Punktesystem zum Einsatz kommen. Wie der FIA-Weltrat genehmigte, könnten ab dem Großen Preis von Australien auch Punkte für den Fahrer vergeben werden, der die schnellste Rennrunde erzielt.

Zusatzpunkt für die schnellste Runde

Wird der Vorschlag von der Formel-1-Kommission bestätigt, dürfte einer Einführung zur Formel 1 Saison 2019 nichts mehr im Wege stehen. Der Fahrer, der im Laufe des Rennens die schnellste Runde erzielt, soll dabei mit einem Zusatzpunkt belohnt werden. Gelten soll dies aber ledigilich für die Top 10 des Rennens, die ohnehin bereits in den Punkterängen platziert sind. Damit will man verhindern, dass bereits hoffnunglos zurückliegende Fahrer an die Box kommen, um mit frischen Reifen Jagd auf die Bestzeit zu machen. Damit folgt die Königsklasse den Beispielen Formel 2 und Formel E, die diese Regelung schon länger anwenden.

Auch in der Formel 1 ist ein Punkt für die schnellste Rennrunde keineswegs neu. Bereits von 1950 bis 1959 war dies im Reglement verankert, 1958 wurde damit sogar die Fahrerweltmeisterschaft entschieden, als sich der britische Ferrari-Pilot Mike Hawthorn im Kampf mit Landsmann Stirling Moss den Titel sichern konnte. In der jüngeren Vergangenheit hätte eine solche Regel 2008 die Titelentscheidung beeinflusst, da dann, anstelle von Lewis Hamilton, Ferrari-Pilot Felipe Massa die Meisterschaft für sich entschieden hätte.

Veränderte Strategien?

Der neue passus soll vorallem gegen Ende des Rennens für mehr Spektakel sorgen. So könnten etwa Fahrer, die bereits genügend Vorsprung auf ihren Hintermann vorweisen, nochmal an die Box fahren, um in den letzten Runden auf Zeitenjagd zu gehen. Besonders an der Spitze könnte sich dies auf die Strategien auswirken. Im fortgeschrittenen Verlauf der WM könnte es etwa durchaus passieren, dass sich der Nummer-2-Pilot darauf konzentriert, Jagd auf den Bonuspunkt zu machen, um diesen dem WM-Rivalen des Teamkollegen wegzuschnappen.

Hamilton erwartet harten WM-Fight

Weltmeister Lewis Hamilton greift in der neuen Saison nach seinem nächsten WM-Titel. Der Mercedes-Superstar könnte mit dem sechsten Championat dem Rekord von Michael Schumacher (sieben Titel) ganz nahe kommen, erwartet aber eine große Herausforderung.

Mercedes mit Rückstand

Die Silberpfeile konnten sich bei den Testfahrten in Barcelona nicht in die Favoritenrolle bringen. Obwohl man einmal mehr die meisten Kilometer aller Teams abspulte und dabei so gut wie keine technischen Probleme zu beklagen hatte, berichteten sowohl Hamilton als auch Teamkollege Valtteri Bottas über Balanceprobleme am W10. Ein Umstand, der dem Weltmeister aber nicht die Sorgenfalten aufs Gesicht treibt. „Wir müssen noch vieles verbessern, die nächste Woche in der Fabrik wird sehr wichtig für uns“, so der 34-jährige. Nach einem schwierigen Auftakt hatte sich Mercedes in der zweiten Testwoche bereits gesteigert, bis Melbourne soll der nächste Schritt folgen.

In der Favoritenrolle auf den F1 Weltmeister-Titel sieht Hamilton Dauerrivale Ferrari. Die Scuderia machte von Beginn an einen bärenstarken Eindruck, alle Experten haben das springende Pferd ganz oben auf ihrer Liste. Auch Hamilton zeigt sich von der Frühform der Roten beeindruckt: „Sie haben zur Zeit das schnellste Auto, ungefähr eine halbe Sekunde vor uns“. Nicht zuletzt deshalb bezeichnet der fünffache Weltmeister seine siebente Saison im Silberpfeil als „die größte Herausforderung“ der gemeinsamen Zeit. Die bisherige Bilanz des 73-fachen GP-Siegers bei Mercedes ist beeindruckend: vier Mal wurde Hamilton Weltmeister, ein Mal Vize und ein Mal Vierter in der Fahrerwertung. Neben Ferrari hat der Titelverteidiger auch Red Bull, mit dem neuen Motorenpartner Honda, auf der Rechnung.

Nächste Zweikampf mit Vettel?

Ob es auch 2019 auf einen Zweikampf zwischen Hamilton und Sebastian Vettel hinausläuft, wird sich zeigen. Im Gegensatz zu den Vorjahren dürfte der deutsche Ferrari-Star mit Youngster Charles Leclerc diesmal harte teaminterne Konkurrenz bekommen – im Gegensatz zu Kimi Räikkönen, der die klare Nummer zwei war. Deutlicher ist die Hierarchie bei Mercedes, wo Hamilton der unumstrittene Teamleader ist.