Arne Steinkellner

Arne Steinkellner

Über den Autor

Die Formel 1 begleitet mich bereits seit meiner Kindheit, in der ich jeden Sonntag nach dem Essen vor dem Fernseher verbringen durfte. Was gibt es schöneres als einen Start bei einem F1-Grand-Prix? Nicht wirklich viel :) Rennen live vor Ort zu verfolgen gehört zu meinen großen Hobbys, vor allem die Grand Prixs in Europa zählen zu meinen Lieblingen. Für alle F1 Fans berichte ich über die Königsklasse des Motorsports in Bezug auf Sportwetten und Quoten.

Aktuelle Artikel

Mercedes-Probleme aussortiert?

Für das erfolgsverwöhnte Mercedes-Team lief das vergangene Jahr alles andere als nach Wunsch. Nur ein Sieg und Platz drei bei den Konstrukteuren bedeutete das schlechteste Abschneiden seit 2012. Für die Formel 1 Saison 2023 soll nun wieder eine klare Steigerung und der Titelkampf her. Doch haben die Silberpfeile ihre Probleme gelöst?

Windkanal als Spielverderber

lewis hamilton test 2020

Alberto-g-rovi, CC BY 3.0 , via Wikimedia Commons

Schon bei den Testfahrten im Frühjahr wurde vergangene Saison deutlich: auf Mercedes könnte ein schwieriges Jahr warten. Mit einem extrem Unterbodenkonzept wollte der Serienweltmeister der Konkurrenz einmal mehr enteilen. Das ging aber nach hinten los. Besonders bis Saisonmitte präsentierte sich der W13 als launische Diva, mit der speziell Superstar Lewis Hamilton zu kämpfen hatte. Enormes Porpoising und falsche Windkanaldaten bedeuteten für die Silberpfeile einen Rückfall ins vordere Mittelfeld. Erst im weiteren Saisonverlauf fand man langsam den Anschluss an Red Bull und Ferrari. In Brasilien nützte dann George Russell das wohl einzige Wochenende, wo Mercedes aus eigener Kraft siegfähig war, zu seinem Premierentriumph (Wetten Formel 1 hat berichtet).

Probleme endlich gelöst?

Teamchef Toto Wolff sprach immer wieder von einem fundamentalen Entwicklungsfehler, der Mercedes gebremst haben soll. Genauere Details verriet der Österreicher nicht, bekräftigte aber, dass das Problem bekannt und lösbar sei. Einen ähnlichen Fehlstart wie im Vorjahr darf sich Mercedes diesmal nicht erlauben. Will man Red Bull und Ferrari im Titelkampf fordern, muss 2023 der erste Schuss sitzen. Ob das gelungen ist, werden die Testfahrten in Bahrain von 23. bis 25. Februar zeigen.

Für Spannung könnte auch das teaminterne Duell sorgen. Besonders für den Fall, dass das neue Auto titelfähig ist, droht ein Ende der harmonischen Beziehung. Bislang war der Umgang zwischen Platzhirsch Lewis Hamilton und Youngster George Russell betont friedlich. Doch nach der starken Debütsaison dürfte der 24-jährige vermehrt Ansprüche stellen und dem Superstar den Rang ablaufen wollen. Dann könnte das Silberpfeil-Duell wie schon damals zwischen Hamilton und Nico Rosberg für viel Brisanz sorgen.

Wer wird Ferrari-Teamchef?

Seit einigen Tagen ist die Trennung von Ferrari und Mattia Binotto fix. Obwohl der Rennstall immer wieder beteuerte, weiterhin mit dem Teamchef zu planen, dürften die zahlreichen Strategiefehler und Defekte zu viel gewesen sein. Für die Formel 1 Saison 2023 sucht das italienische Traditionsteam damit nach einem Nachfolger.

Vasseur als Favorit

charles-leclerc-auto

Binotto war 2019 als Teamboss der Scuderia installiert worden. Die Bilanz seitdem: ernüchternd. 2020 und 2021 legte man zwei sieglose Saisons hin, mit dem neuen Reglement wollte man endlich an die Spitze zurückkehren. Das gelang nur teilweise. Besonders am Saisonbeginn hatte Ferrari einige Male das schnellste Auto und konnte mit Red Bull kämpfen. Die Italiener leisteten sich aber zahlreiche Strategiepatzer und Defekte, die früh das Hintertreffen im WM-Kampf bedeuteten. Ab Jahresmitte verlor man dann auch vom Speed her immer mehr den Anschluss an die Bullen und fand sich phasenweise sogar hinter Mercedes wieder. Binotto übte sich öffentlich immer wieder darin, die Ergebnisse der Scuderia schönzureden. Fakt ist aber: mit einem über weite Strecken konkurrenzfähigen Auto konnten Charles Leclerc und Carlos Sainz nie ernsthaft ins Titelgeschehen eingreifen.

Die Ablöse Binottos war damit die logische Konsequenz. Ein Nachfolger wird aktuell gesucht, es dürfte einen klaren Favoriten geben. Frederic Vasseur arbeitet aktuell als Teamchef von Alfa Romeo bereits eng mit der Scuderia zusammen. Zudem ist er sowohl in Maranello, als auch der Königsklasse insgesamt ausgezeichnet vernetzt. Nach dem Audi-Einstieg bei Sauber (Wetten Formel 1 berichtete) könnte sich das Schweizer Team in dieser Hinsicht außerdem ohnehin neu orientieren. Gut möglich, dass Vasseur dann nicht mehr an Bord ist.

Horner-Absage an Ferrari

Christian Horner und Red Bull sollen unerlaubte Tests durchgeführt haben

Wikimedia, Victor Fraile (CC BY 2.0)

Spekuliert wurde in den Medien auch über einen möglichen Wechsel von Christian Horner. Der Brite leitet seit 2005 überaus erfolgreich die Geschicke von Red Bull Racing. Zum Transferhammer wird es aber nicht kommen. Der 49-jährige sagte der Scuderia offenbar bereits ab. Eine Absage handelte sich übrigens auch Binotto ein. Sollte der Italiener in der Formel 1 bleiben, wird es nicht bei Mercedes sein. Teamchef Toto Wolff und Binotto gelten als Intimfeinde, ein Engagement bei den Silberpfeilen schloss der Österreicher daher bereits aus.

China-GP vor erneuter Absage

Schlechte Nachrichten für alle chinesischen Formel 1 Fans. Der Grand Prix in Shanghai steht zum vierten Mal in Folge vor der Absage. Aufgrund der weiterhin restriktiven Corona-Politik im Land scheint eine Austragung unmöglich. Ein Ersatz wäre offenbar nicht geplant, womit der Kalender insgesamt voraussichtlich 23 Rennen umfasst.

Corona-Maßnahmen als entscheidender Faktor

Shanghai Formula One Circuit

Zuletzt wurde 2019 im Reich der Mitte gefahren. Das war übrigens ein ganz besonderes Rennen: der 1000. Grand Prix der Formel 1 Geschichte. Sowohl 2020, als auch 2021 wurde dann auf alle Rennen im Fernen Osten verzichtet. Anders als China kehrten aber Japan und Singapur schon diese Saison zurück in den Rennkalender. Das Shanghai-Comeback war nun für den 16. April nächsten Jahres geplant. Allerdings dürfte auch dieser Termin nicht wahrgenommen werden. Aufgrund einer möglichen tagelangen Quarantäne wäre das Risiko für die Formel 1 Teams und Fahrer zu groß.

Ein Ersatzrennen ist offenbar nicht geplant. Damit gäbe es von 2. April bis 30. April eine fast einmonatige Pause. Die dann 23 Grand Prix würden allerdings dennoch einen Rekord bedeuten. Schon in der abgelaufenen Saison gab es übrigens eine Absage. Aufgrund der Invasion in der Ukraine wurde der Russland-GP gestrichen und wird auch die kommenden Jahre nicht im Kalender aufscheinen (Wetten Formel 1 berichtete).

Katar-Comeback und Las Vegas-Debüt

Streckenansicht F1 GP Frankreich

Wikimedia, Arz, gemeinfrei

Im Vergleich zur Saison 2022 gibt es damit nur insgesamt drei kleinere Änderungen bei den Austragungsorten. Nach einem Jahr Pause aufgrund er Fußball-WM kehrt Katar in den Rennkalender zurück. Erstmals ausgetragen wird außerdem der Große Preis von Las Vegas. Die USA sind damit das einzige Land mit drei Rennen. Gar nicht mehr scheint mit Frankreich dagegen eine echte Motorsportnation in der Königsklasse auf. Der 2018 zurückgekehrte Grand Prix in Le Castellet konnte nicht den erhofften Hype erzeugen und war weder bei Fahrern, noch Fans besonders beliebt. Trotz eines französischen Teams und zwei französischen Piloten durfte das Land damit in den nächsten Jahren wohl keinen Grand Prix mehr bekommen.

Hamilton will stärker zurückkommen

Für Lewis Hamilton war der Große Preis von Abu Dhabi sinnbildlich für die Formel 1 Saison 2022. Der 37-jährige musste nach einem Unterbodendefekt vorzeitig aufgeben und verpasste damit die Punkte. Für den siebenfachen Weltmeister das Ende seines bisher schlechtesten Jahres in der Königsklasse. Kein Sieg und nur Rang 6 in der WM. 2023 will der Superstar wieder zurückschlagen.

Statistisch schlechteste Saison

lewis-hamilton

Morio, CC BY-SA 4.0 , via Wikimedia Commons

Für Hamilton war die diesjährige Saison die schlechteste seiner einzigartigen Karriere. Erstmals überhaupt könnte der 37-jähirge kein einziges Rennen für sich entscheiden. Zudem stand am Ende nur der sechste Gesamtplatz – sein schwächstes Ergebnis in 16 Jahren Königsklasse. Nach Punkten unterleg der Brite zudem Teamkollege George Russell. Das passierte dem Superstar zuvor erst zweimal in seiner Karriere. 2011 hatte er gegen Jenson Button das Nachsehen, 2016 bezwang ihn Nico Rosberg im direkten Zweikampf (Wetten Formel 1 berichtete).

Hamilton zog dementsprechend eine ernüchternde Bilanz. Die Saison seine vielleicht nicht seine schlechteste gewesen, aber „definitiv unter den Top 3“ konstatierte der 103-fache GP-Sieger. Besonders zu Jahresbeginn hatte der Routinier mit dem schwierigen W13 Mercedes seine Probleme. Erst ab Saisonmitte kam der Rekordchampion besser in Fahrt. Mehrmals war er knapp am Sieg dran, insgesamt stand Hamilton neun Mal am Podium. Im kommenden Jahr will er wieder um den Titel mitkämpfen.

Der beste Hamilton aller Zeiten?

lewis hamilton test 2020

Alberto-g-rovi, CC BY 3.0 , via Wikimedia Commons

Aus Mercedes-Kreisen hört man, dass die fundamentalen Probleme des Autos bekannt und lösbar seien. Einer, der die Silberpfeile kommendes Jahr auf jeden Fall im Titelkampf sieht, ist Jacques Villeneuve. Der Ex-Weltmeister sieht dann aber nicht Russell, sondern Hamilton als ersten Herausforderer für Max Verstappen. Der Kanadier glaubt, dass die enttäuschende Saison den Topstar zu neuen Höchstleistungen treiben könnte. Villeneuve prognostiziert daher für 2023 den besten Hamilton aller Zeiten. Ähnliche Kampfansagen hörte man aber vom Protagonisten selbst auch dieses Jahr. Dieses Mal sollen diesen Worten auch Taten folgen.

Vorschau: Formel 1 GP Abu Dhabi 2022 Wetten & Quoten

Das 22. und letzte Rennen der Formel 1 Saison 2022 steht auf dem Programm! Wie von 2009 bis 2010 und seit 2014 üblich, endet das Jahr in der Wüste. Die WM-Titel sind bereits an Max Verstappen und Red Bull Racing vergeben. Dennoch stehen in Abu Dhabi noch einige spannende Entscheidungen an. Sergio Perez und Charles Leclerc kämpfen punktgleich um die Vizemeisterschaft. In der Konstrukteurswertung sind ebenfalls noch einige Plätze hart umkämpft. Wir liefern dir alle Infos zur Strecke, den Favoriten und die besten Formel 1 Wettquoten zum letzten Grand Prix des Jahres!

Die Strecke: Yas Marina Circuit 🇦🇪

Streckenprofil der Strecke in Abu Dhabi

Streckenprofil des GP von Abu Dhabi

Seit 2009 ist Abu Dhabi fixer Bestandteil des Rennkalenders. Bis auf die Saisons 2011, 2012 und 2013 bildete man dabei immer den Schlusspunkt des GP-Jahres. Das Rennen in den Vereinigten Arabischen Emiraten wird bei Tag gestartet und endet unter Flutlicht – das gibt es sonst nur in Bahrain. Die Kulisse in Abu Dhabi sorgt überhaupt regelmäßig für spektakuläre Bilder. Leider trifft das auf die Strecke nur bedingt zu. Der Yas Marina Circuit gehört bei Fahrern und Fans nicht zu den beliebtesten Kursen. Viele enge Kurvensektionen machen Überholen sehr schwierig, daran änderte auch ein Umbau im Vorjahr wenig. Zudem gilt die Strecke als fahrerisch nicht besonders anspruchsvoll. In den F1-Geschichtsbüchern ist Abu Dhabi aber dennoch verewigt. Dramatische Titelentscheidungen wie 2010, 2016 und besonders 2021 sind der Königsklasse noch immer in bester Erinnerung.

Die Favoriten: Verstappen gegen Mercedes?

SIEGER quoten formel 1 ABU DHABI 2022
Logo vom Sportwetten Anbieter BwinLogo vom Sportwetten Anbieter Tipico
🇳🇱 M. Verstappen2,252,25
🇬🇧 L. Hamilton3,503,50
🇬🇧 G. Russell4,504,50
🇲🇽 S. Perez9,0011,00
🇲🇨 C. Leclerc11,0011,00
🇪🇸 C. Sainz15,0015,00

*Quoten Stand 18.11.2022

max verstappen auto

Jake Archibald from London, England, CC BY 2.0 , via Wikimedia Commons

Die Formel 1 Buchmacher Quoten sehen wiedermal Max Verstappen in der Favoritenrolle. Der Niederländer gewann zuletzt zweimal in Abu Dhabi und hat in dieser Saison schon 14 GP-Erfolge vorzuweisen. Größter Widersacher könnte diesmal Mercedes sein. Der Sieg von George Russell in Brasilien bewies: die Silberpfeile sind wieder da. Deshalb muss man dem Briten und Teamkollegen Lewis Hamilton auch in der Wüste viel zutrauen. Leichter Außenseiter ist diesmal das zuletzt schwächelnde Ferrari-Team. Unterschätzen darf man aber auch Charles Leclerc und Carlos Sainz nicht.

⭐ Unser Spezial-Tipp: Alonso beendet das Rennen nicht – Bwin Quote 4,00

Warum? Fernando Alonso ist einer der Pechvögel des Jahres. Der Spanier zeigte zwar eine starke Saison, wurde aber oft in aussichtsreicher Position Opfer von Defekten und Crashes. In seinem letzten Rennen für Alpine wäre es ein trauriger, aber passender Abschluss, wenn er das Rennen wieder nicht beenden könnte. Daher tippen wir bei Bwin, dass Alonso seinen Boliden vorzeitig abstellen muss mit der Quote 4,00.

So lief das Rennen 2021

Der finale Grand Prix des Vorjahres wird bis heute heiß diskutiert. Die Entscheidung des WM-Kampfs zwischen Max Verstappen und Lewis Hamilton brachte eine der kontroversesten Tage der Sportgeschichte. Lange Zeit war der Brite dem Titel entgegen gefahren, ehe eine nicht korrekt durchgeführte Safety Car-Phase dem Niederländer doch noch eine Chance gab. In der letzten Runde zog Verstappen vorbei und holte so den Sieg und WM-Titel.

Ergebnis 2021:

  1. Max Verstappen (Red Bull)
  2. Lewis Hamilton (Mercedes)
  3. Carlos Sainz (Ferrari)