Marussia gibt auf – Caterham hofft auf Crowdfundig

Das Marussia Team wird in diesem Jahr an keinem Formel 1 Rennen mehr teilnehmen und wohl auch in Zukunft zumindest unter diesem Namen nie mehr an den Start gehen. Der russischen Mannschaft ist vor einigen Wochen das Geld ausgegangen. Bis vor kurzem hofften die Manager von Marussia allerdings noch, neue Investoren zu finden, um ihren Rennstall zu retten.

Caterham Formel 1 Racing Team

Wikimedia, Kevin Rodriguez Ortiz (CC BY-SA 2.0)

Diese Träume sind nun auch vorbei: Das Team, das in England seinen Sitz hat, reichte seinen endgültigen Insolvenzantrag an. Der Insolvenzverwalter sperrte daraufhin die Türen des Werks zu und wird in den kommenden Wochen damit beginnen, alles von Wert zu verkaufen, um damit die Ansprüche der Gläubiger zu befriedigen. Ganz hat man bei den Noch-Besitzern zwar nicht die Hoffnung aufgegeben, dass Käufer zuschlagen könnten, die ein eigenes Team aufbauen wollen. Realistisch erscheint dies im Moment allerdings nicht. Marussia, das mit großen Ambitionen gestartet war und die Formel 1 im Sturm erobert wollte, ist krachend gescheitert.

Caterham hofft auf Spenden der Fans

Im Prinzip gilt dies auch für den Caterham Rennstall, der ebenfalls in Schulden erstickt und aus diesem Grund nicht mehr am Rennbetrieb teilnimmt. Anders als Marussia will Caterham aber noch nicht aufgeben. Das dringend benötigte Geld soll in diesem Fall nicht von einem oder nur wenigen Investoren kommen, sondern von der breiten Masse der Fans, die alle wenig spenden müssen. Caterham hofft, über Crowdfundig die Mittel einzunehmen, die es erlaubt, das Abenteuer Formel 1 fortzusetzen. Einen solchen Versuch hat es in der Geschichte der Königsklasse noch nicht gegeben.

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Mittels der Spenden der Fans will Caterham das Benzin der Formel 1 Boliden in Zukunft zahlen. Passend ist der Aufruf, Geld für die Crowdfundig-Aktion zu geben, auch mit der Zeile „Power us“ überschrieben. Selbst wenn genügend Mittel für den Treibstoff zusammen kommen sollten, scheint es aber sehr unwahrscheinlich, dass noch einmal ein Caterham über die Strecken der Königsklasse rollen. Inzwischen reichen pro Jahr wohl nicht einmal mehr 70 Millionen Dollar aus, um die letzte Zielflagge auch zu sehen. Als Caterham und Marussia in die Formel 1 einstiegen, genügten noch fünf Millionen.