Formel 1 künftig mit 1200 PS?

Die Formel 1 soll sich verändern. Bernie Ecclestone, seines Zeichens Chef der Königsklasse, hat die Chefkonstrukteure der Motorenbauer deshalb nach Genf eingeladen, um die Rennserie der Zukunft zu erfinden. Drei Auflagen hat der Brite dieser Zukunftswerkstatt mit an die Hand gegeben: Die Formel 1 soll billiger, lauter und aggressiver werden. Die ersten Informationen darüber, wo die Reise hingehen soll, sind bereits nach außen gedrungen. Eins ist klar: Die Formel 1 steht vor einer Revolution.

Die Pläne für die Königsklasse

Start Formel 1 Bahrain

Wikimedia, Ryan Bayona (CC BY 2.0)

Die Autos sollen sehr viel leistungsstärker als in der Vergangenheit werden. Die Motoren sollen deshalb mindestens 1000 PS, besser noch 1200 PS besitzen. Für ein aggressiveres Outfit der Autos peilt man zudem, breitere Reifen und einige Veränderungen an den Flügeln an. Diskutiert wird zudem ein Ende des Verbrauchslimit sowie der Durchflussgrenzen im Motor. Möglich sei auch ein Bi-Turbolader, heißt es. Im Gegenzug sollen Batterien sowie Energierückgewinnungssysteme standardisiert werden, um so Geld zu sparen.

Wann kommen die neuen Regeln für die F1?

Die neuen Autos sollen das ursprüngliche Formel 1-Feeling zurückbringen. Ecclestone drückte es so aus: Der Fahrer muss wieder auf einer Rakete oder Kanonenkugel sitzen und diese lenken. Der Forme 1-Boss mahnt zudem zur Eile und will die neuen Regeln schon für 2016 und damit nächste Saison einführen.

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Davon hält man bei den Teams allerdings nichts. Mercedes-Chefkontrolleur Niki Lauda gibt zu bedenken, dass Honda dann beispielsweise seinen neuen Turbo nur für eine Saison gebaut hätte. Das „wäre ungeheuer teuer“. Es sei fast unmöglich, für 2016 „etwas Gescheites“ auf den Weg zu bringen. Man müsse zudem aufpassen, dass man kein Auto „von Gestern hervorhole, um den Wagen der Zukunft zu bauen“. 2017 – was immer noch drei Jahre vor dem Ende der Zeitspanne, für welche die aktuellen Motoren eigentlich gedacht waren, wäre – sei sehr viel realistischer. So oder so: Die Formel 1 steht mittelfristig vor einem gewaltigen Umbruch.

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