Mercedes und Petronas zweifeln an Ferrari und Shell

Pünktlich zum letzten Rennen der Saison 2015 präsentierten Ferrari und sein Treibstoffpartner Shell eine spannende Zahl, die für viel Aufmerksamkeit sorgte: Durch Weiterentwicklungen des Kraftstoffes seien die Renner der Scuderia im Saisonverlauf um eine halbe Sekunde schneller geworden. Für die kommende Saison wünsche man sich das noch einmal und arbeite hart daran, das Ziel zu erreichen. Der Kommentar vom Branchenführer Mercedes im Einklang mit seinem Treibstoffpartner Petronas war eindeutig: Es handele sich „um eine interessante Zahl, wenn diese aber sicher nicht ganz der Wahrheit entspricht“.

Sebastian Vettel im Ferrari

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Darum zweifeln Mercedes und Petronas

Mercedes und der eigene Spritpartner zweifeln aus zwei Gründen an der Zahl von Ferrari und Shell: Zum ersten ist das Reglement für die Spritentwicklung sehr eng gesteckt. Das mache es überaus schwer, in diesem Bereich noch signifikante Fortschritte zu erzielen, heißt es aus dem silbernen Lager. Zum anderen seien Zeitgewinne rein über den Kraftstoff kaum möglich. Fortschritte seien „ohne Motor und Elektronik nicht möglich“, hieß es weiter.

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Mercedes hat es deshalb zu Beginn der Saison 2015 einen Experimentalantrieb eingeführt, um Sprit, Power-Einheit und die Elektronik im Gleichklang besser entwickeln zu können. Man habe „Bauklötze gestaunt“, erinnerte man sich bei Petronas, wie viel Verbesserungspotenziale man dadurch noch entdeckt habe. Auf diese Weise habe man das Ziel erreicht, nur solchen Sprit an die Rennstrecke zu bringen, der wirklich einen Vorteil bringen würde.

Zur Ehrenrettung von Ferrari und Shell – und zur Schande von Mercedes und Petronas – muss allerdings gesagt werden, dass die Italiener und ihr Spritpartner nie behauptet hatten, der Zeitgewinn sei nur durch das Benzin gelungen. Man den Treibstoff im Laufe der Zeit immer besser an die Anforderungen des Turbos anpassen können, lautete stattdessen die Aussage – die sich vollständig mit dem Befund von Mercedes und Petronas deckt: Geschwindigkeitszuwächse waren auch bei Ferrari nur dadurch möglich, dass Motor und Benzin gemeinsam optimiert wurden.

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