Formel 1 Team Toro Rosso

Die Scuderia Toro Rosso wurde 2005 gegründet und hat ihren Unternehmenssitz im italienischen Faenza. Schon der Name Toro Rosso, der zu Deutsch „Roter Bulle“ bedeutet, zeigt die Zugehörigkeit des Rennstalls zum Red-Bull-Konzern. Das kleine Schwester-Team von Red Bull Racing diente von Beginn an als Durchgangsstation und Sprungbrett für junge Talente auf ihrem Weg ins Hauptteam. Um die Kosten gering zu halten nutzte Toro Rosso die Red-Bull-Konstruktionen des Vorjahres, bis diese Art von Synergieeffekten 2010 verboten wurden. Seit dem versucht das Team mit eigenem Auto zu den großen der Formel 1 aufzuschließen, was bisher nicht wirklich gelang. In der kommenden Saison tritt der italienische Rennstall mit Max Verstappen und Carlos Sainz Jr. an.

Toro Rosso Formel 1 Saison 2014

Wikimedia, Morio (CC BY-SA 4.0)

Keyfacts zum Formel 1 Team Toro Rosso 2015:

  • Fahrer 2015: Max Verstappen und Carlos Sainz Jr.
  • Gegründet: 2005
  • Anzahl Rennsiege: 1
  • Anzahl der Fahrerweltmeisterschaften: 0
  • Anzahl der Konstrukteurs-Weltmeisterschaften: 0

Toro Rosso bleibt nur ein Ausbildungsteam

Obwohl Toro Rosso inzwischen eigenen Fahrzeuge entwickelt und nach eigener Aussage mittelfristig den Top-Teams der Formel 1 Paroli bieten will, so dient der italienische Rennstall nach wie vor hauptsächlich als Talentschmiede für den großen Bruder Red Bull Racing. Dies zeigt auch ein Blick auf die bisherigen Fahrer des Teams, die vor allem zwei Eigenschaften mitbringen mussten: Talentiert und jung. Auch die teaminterne Politik, die den Fahrern maximal drei Jahre Zeit lässt, um den Sprung ins Hauptteam zu schaffen, veranschaulicht die vornehmliche Aufgabe von Toro Rosso. Zuletzt musste 2014 Jean-Eric Vergne das Team aufgrund dieser Regelung verlassen. Dennoch sollte der Rennstall von Teamchef Franz Tost nicht unterschätzt werden, da er immer junge, erfolgshungrige Fahrer in den eigenen Reihen hat und von Red Bull mit finanziellen Mitteln ausgestattet wird, die zwar nicht an die Budgets der Top-Teams heranreichen, aber dennoch die Konstruktion eines konkurrenzfähigen Autos ermöglichen.

Wettquoten für die Formel 1 Weltmeisterschaft

Jugend forscht

In der kommenden Rennzeit geht Toro Rosso einen Schritt weiter und startet mit zwei Formel-1-Neulingen als Piloten, die zudem noch sehr jung sind. Mit dem erst 17-Jährigen Max Verstappen setzt der Rennstall den jüngsten F1-Piloten aller Zeiten ins Cockpit. Zur Seite stellt man ihm den mit 20 Jahren nur etwas älteren Carlos Sainz jr. Damit geht Toro Rosso ein großes Risiko, denn beide Fahrer müssen sich ihre Sporen erst noch verdienen und zeigen, dass sie das Zeug dazu haben, im Formel-1-Zirkus zu bestehen. Auf die beiden Youngster und das gesamte Team von Torro Roso wartet damit eine hochinteressante Saison.

Die Aussichten für Toro Rosso im Jahr 2015

Die Scuderia Toro Rosso hängt – trotz großer Hoffnungen – immer noch im unteren Mittelfeld fest. Die letzte Saison schloss das Team als siebter der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft ab. Damit hatte der Wechsel des Motors von Ferrari zu Renault fast keine Auswirkungen, bis auf die, dass der Rennstall nun dieselben Aggregate wie Red Bull Racing verwendet. Auch in der neuen Saison sind die Chancen für die kleinen Roten Bullen auf eine bessere Platzierung eher gering. Zudem muss sich auch erst noch zeigen, ob das Experiment mit den beiden jungen und unerfahrenen Fahrern Früchte trägt. Somit ist zumindest teamintern für Spannung gesorgt.



 

Formel 1 Team Mercedes AMG vor der Saison 2014

Rennwagen Toro Rosso F1Auch im Jahr 2014 wird der Red Bull Konzern mit zwei Mannschaften an den Start gehen: Neben dem namensgleichen Team ist weiterhin Toro Rosso dabei. Der Name der italienischen Mannschaft bedeutet zu deutsch ebenfalls „roter Bulle“. Toro Rosso bleibt dabei seiner Linie treu: Steter Wechsel in den Cockpits und nur wenig sportlicher Erfolg. Einzig Sebastian Vettel machte als ehemaliger Toro Rosso Pilot wirklich Karriere.

Keyfacts zum Team Toro Rosso 2014:

  • Fahrer 2014: Jean-Eric Vergne und Daniil Kwjat
  • Gegründet: 2006
  • Anzahl Rennsiege: 1
  • Anzahl Fahrerweltmeisterschaften: 0 – bestes Ergebnis 8. (2008)
  • Anzahl Konstrukteursweltmeisterschaften: 0 – bestes Ergebnis 6. (2008)

 Toro Rosso: Weiterhin nur Sprungbrett

Red Bull versteht Toro Rosso als Ausbildungsteam für den Hauptrennstall. Ein eindrucksvoller Beweis hierfür ist, dass das Team nicht einmal eine eigene Homepage besitzt, sondern im Internetauftritt von Red Bull eingegliedert ist. Die Fahrerpaarung des Jahres 2014 ist ein weiterer Beleg. Anstelle von Daniel Ricciardo, der in die erste Mannschaft gezogen wurde, wird der erst 19-jährige Russe Daniil Kwjat im zweiten Toro Rosso Platz nehmen. Antonio Felix de Costa, der eigentlich hoch gehandelt worden ist, muss 2014 mit der DTM Vorlieb nehmen. Er wird wohl 2015 Formel 1 fahren – und zwar entweder für Jean-Eric Vergne, sollte dieser schwächeln, oder für Kwjat, wenn der die Erwartungen nicht erfüllen kann. Der Russe hatte sich in den Ausscheidungsfahrten gegen den Spanier durchgesetzt.

Auch eine finanzielle Entscheidung

So lautet zumindest die offizielle Begründung von Red Bull. Unter der Hand gibt aber selbst Kwjat zu, dass er auf finanzkräftige Sponsoren aus einem Heimatland hofft. Red Bull möchte die eigene Marke zudem wesentlich prominenter als bisher im Riesenreich platzieren. Die Entscheidung, dem Russen das Cockpit zu geben, dürfte darüber hinaus trotz aller anderslautenden Beteuerungen auch etwas damit zu tun gehabt haben, dass ein Rennen in Russland 2014 auf dem Terminplan steht.

Wie stehen die Chancen für Toro Rosso im Jahr 2014?

Kwjat äußerte sich entsprechend optimistisch: Drastische Regeländerungen seien für Mittelklasse-Teams stets gut, zeigte sich der Russe überzeugt. Prinzipiell stimmt dies – nur im Fall von Toro Rosso eher nicht. Die Designer des Teams sind weitgehend auf sich gestellt und können mit keinen Hilfestellungen von der ersten Mannschaft rechnen, weil die Mannen um Adrian Newey damit beschäftigt sind, den Wagen für das Werksteam zu bauen. In der Vergangenheit hatten die italienischen roten Bullen insbesondere in den Jahren, in denen es große Veränderungen gab, eher Probleme. Als Beispiel: Den einzigen Rennsieg verbuchte Toro Rosso im Jahr 2008 durch Vettel. Damals durfte Red Bull sogar ganz offiziell beide Teams zugleich bedienen. Später – als diese Synergie-Effekte verboten wurden, rutschte Toro Rosso immer weiter ab. 2014 wird deshalb auch kaum mehr als ein Platz im Mittelfeld möglich sein – und dies auch nur deshalb, weil das Team ein verhältnismäßig großes Budget hat.

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