Die Formel 1 begleitet mich bereits seit meiner Kindheit, in der ich jeden Sonntag nach dem Essen vor dem Fernseher verbringen durfte. Was gibt es schöneres als einen Start bei einem F1-Grand-Prix? Nicht wirklich viel :) Rennen live vor Ort zu verfolgen gehört zu meinen großen Hobbys, vor allem die Grand Prixs in Europa zählen zu meinen Lieblingen. Für alle F1 Fans berichte ich über die Königsklasse des Motorsports in Bezug auf Sportwetten und Quoten.
Mika Häkkinen war einer der bedeutendsten Rennfahrer der 90er sowie der frühen 2000er Jahre. Der Finne lieferte sich atemberaubende Duelle mit Michael Schumacher und war jahrelang der einzig nennenswerte Konkurrent für den Kerpener. Anders als andere Konkurrenten bekämpften sich Häkkinen und Schumacher allerdings nur auf und nicht abseits der Rennstrecke. Legendär war das Überholmanöver von Mika Häkkinen an Schumacher in Spa im Jahr 2000 als der „fliegende Finne“ den überrundeten Riccardo Zonta in die Attacke mit einbezog. Es gilt bis heute als das beste Überholmanöver aller Zeiten.
Keyfacts zu Mika Häkkinen
Nationalität: Finnland
Geburtstag: 28.09.1968
WM-Titel: 2
GP-Siege: 20
Poles: 26
GP-Starts: 161
Die Anfänge in der Formel 1
Mika Hakkinen verzauberte von 1991 bis 2001 die Motorsportfans in der Formel 1. „The flying Finn“ feierte nach einem schweren Unfall, nachdem er 10 Tage im Koma gegen den Tod kämpfte, eines der bemerkenswertesten Comebacks der Motorsport Geschichte und gewann zwei WM-Titel.
Der Finne feierte sein Grand-Prix-Debüt 1991 im Lotus beim Großen Preis der USA. Nach zwei Saisonen unter Teamchef Keke Rosberg, wechselte Hakkinen zunächst nur als Testfahrer zu McLaren.
Dort ersetzte er ab dem Grand Prix von Portugal den glücklosen Micheal Andretti und fuhr an der Seite des großen Ayrton Senna. Nach dem Abgang Sennas im Jahr 1994 wurde der Finne zur großen Hoffnung für den britischen Rennstall, doch diese Aufgabe erwies sich als äußerst schwierig, da die McLaren-Boliden zu damaligen Zeit, der Konkurrenz weit hinterher hinkten.
Der schwere Unfall Hakkinens und seine Folgen
Im Training zum letzten Rennen des Jahres 1995 krachte Hakkinen im australischen Adelaide aufgrund eines Reifenplatzers mit rund 170 km/h in einen Reifenstapel und zog sich dabei schwere Kopfverletzungen zu. Der Finne befand sich dabei 10 Tage im Koma und rang mit dem Tode. Der Finne erholte sich von den Folgen des Unfalls und konnte unglaublicher Weise in der darauffolgenden Saison an den Start gehen.
Der endgültige Durchbruch gelang Hakkinen 1997 als er seinen ersten Grand-Prix-Sieg feiern konnte. Noch besser erging es im ein Jahr später: McLaren schaffte es die umfangreichen Regeländerungen am besten zu ihren Gunsten umzudrehen und sicherten sich so einen leichten Vorsprung gegenüber den anderen Teams. In einem erstmals konkurrenzfähigen Auto konnte Hakkinen nun seine Extraklasse unter Beweis stellen. Der Finne gewann acht Rennen und kürte sich erstmals zum Weltmeister.
Auch in der darauffolgen Meisterschaft war der Finne nicht zu Bremsen. Er verteidigte seinen Titel, profitierte dabei allerdings von einer Verletzung seines Kontrahenten Michael Schumacher, der sich beim GP von Silverstone das Schien- und Wadenbein brach und in Folge einige Rennen verpasste.
Video über die Formel 1 Ikone Mika Häkkinen
In diesem Video seht ihr die wichtigsten Momente der Karriere des „fliegenden Finnen“
Im Jahr 2000 kam es wieder zu einem Zweikampf zwischen Schumacher und Hakkinen. Diesmal hatte der Deutsche das bessere Ende für sich, der Finne musste sich mit dem zweiten Platz in der WM-Wertung zufrieden geben. Nach einer glücklosen Saison 2001 beendete Hakkinen seine F1-Karriere.
Bereits an diesem Wochenende bestreiten die Formel 1 Piloten ihren nächsten Grand Prix. Der Große Preis von Bahrain ist das dritte Rennen in dieser Saison. Die Fahrer und den Crews droht im ersten Wüsten-Grand-Prix des Jahres eine Hitzeschlacht. Besonders für die Reifen sind Temperaturen bis über die 40 Grad Celsius Marke hinaus eine Herausforderung. Doch auch für die anderen Materialteile wird das Rennen im Wüstenstaat ein Härtetest. Die Favoritenrolle bleibt jedoch auch in Sakhir unverändert. Nach den Siegen bei den zwei Auftaktrennen werden die Silberpfeile auch diesmal für die Konkurrenz kaum zu knacken sein. Zwar machten Sebastian Vettel und Red Bull einen gewaltigen Satz nach vorne, vier Tagen Pause zwischen dem Großen Preis von Malaysia und dem ersten Freien Trainings in Bahrain, werden den Bullen jedoch nicht reichen um die Lücke zu Mercedes weiter zu verkleinern.
Quoten zum Formel 1 Großen Preis von Bahrain
Wettquoten Grand Prix
Großer Favorit in Sakhir ist der Sieger der Vorwoche, Lewis Hamilton. Für einen erneuten Erfolg des Briten bekommt ihr beim Bookie mybet das 2,1-fache eures Einsatzes. Auch sein Teamkollege Nico Rosberg lockt nicht gerade mit attraktiven Quoten. Diese liegen derzeit zwischen 3,0 bei bwin und 3,5 bei Tipico. Ein klares Zeichen der Buchmacher auf die Dominanz der Silberpfeile zu Saisonauftakt. Für risikobereitere Tipper ist eine Wette auf einen Sieg von Sebastian Vettel interessant. Wie bereits in Malaysia zu sehen war, kommt Red Bull immer näher an die Silberpfeile heran. Bei bwin hat Vettel eine Quote von 15 vorzuweisen. Wer allerdings auf einen Sieg eines anderen dieser drei Piloten wetten will, der kann bei einem Erfolg seines Hoffnungsträgers richtig absahnen. Nehmen wir zum Beispiel die Fahrer vom Team Williams. Für einen Triumph von Massa oder Bottas bietet der Buchmacher mybet eine sensationelle Quote von 101. Für das Trio Ricciardo, Button oder Magnussen erhält man immerhin noch das 51-fache seines Einsatzes retour. Die Siegchancen von Alonso wird bei Bwin mit 1 zu 23 beziffert, für einen Raikkönen Erfolg gibt es bei mybet eine Quote von 35. Die Buchmacher werden auch beim Großen Preis von Bahrain wieder eine Reihe von zusätzlichen Wetten aufbieten. Interessant könnten die Head-to-Head-Wetten werden, die man sich bei jedem Bookie individuell ansehen sollte.
Informationen zum Rennen vom Großen Preis von Australien / Melbourne
Startzeiten: 1. Freies Training: Freitag, 04. April 2014, 13:00 MEZ 2. Freies Training: Freitag, 04. April 2014, 17:00 MEZ 3.Freies Training:Samstag, 05. April 2014, 14:00 MEZ Qualifying: Samstag, 05. April 2014, 17:00 MEZ Rennstart: Sonntag, 06. April 2014, 17:00 MEZ
Die Renninformationen: Debüt: 2004 Länge: 5.412 Meter Runden: 57 Distanz: 308,238 km
Rekorde beim F1-GP von Kuala Lumpur: Schnellste Rennrunde: 1:30.252 (Michael Schumacher, Ferrari, 2004) Schnellste Qualifying-Runde: 1:30.139 (Michael Schumacher, Ferrari, 2004) Meiste Siege-Fahrer: 3x Fernado Alonso Meiste Siege Team: 4x Ferrari
Die letzten Sieger von Malaysia: 2013: Sebastian Vettel (Red Bull) 2012: Sebastian Vettel (Red Bull) 2010: Fernando Alonso (Ferrari) 2009: Jenson Button (Brawn) 2008: Felipe Massa (Ferrari)
Vorhersage/Prognose mit Wett Tipp:
Ferrari konnte in Bahrain bereits vier Siege einfahren
Alonso gewann in Bahrain schon drei Mal
Sebastian Vettel gewann die letzten beiden Rennen in Bahrain
Mit Alonso, Vettel, Massa und Button sind vier Piloten am Start, die in Bahrain bereits gewinnen konnten
Mercedes führt die Konstrukteurswertung nach einem Rennen an
Rosberg kommt als WM-Führender nach Bahrain
Mein Sportwettentipp für das Rennen in Bahrain:
Mercedes führt die Konstrukteursweltmeisterschaft an. Nico Rosberg ist die Nummer 1 in der Fahrerwertung gefolgt von seinem Teamkollegen, Lewis Hamilton, der als Sieger des letzten Grand Prixs von Malaysia nach Bahrain kommt. Damit ist eigentlich alles über die momentanen Kräfteverhältnisse in der Formel 1 gesagt. Ein Sieg beim Wüstenrennen führt nur über einen der Silberpfeile. Aufgrund der tollen Performance in Malaysia sehe ich Lewis Hamilton mit leichten Vorteilen gegenüber seinem Partner, Nico Rosberg. Empfehlen würde ich zudem auf die Head-to-Head-Wetten zu achten. Hier würde ich auf Bottas vor Massa setzten. Mein Tipp für die Top-3 wird sich mit dem Ergebnis vom GP in Kuala Lumpur decken und lautet daher: 1. Hamilton 2. Rosberg 3. Vettel
Lewis Hamilton ist der große Triumphator des Rennwochenendes in Kuala Lumpur. Der Brite sichert sich souverän seinen ersten GP-Sieg in diesem Jahr vor seinem Teamkollegen Nico Rosberg. Der Deutsche weißt als Zweitplatzierter über 17 Sekunden Rückstand auf. Hinter den beiden Mercedes Piloten landet Sebastian Vettel auf dem dritten Rang. Der Heppenheimer und Red Bull melden sich also zurück im Kampf um den WM-Titel.
Vom Start weg dominierte Hamilton das Geschehen. Sein Gewinn in Malaysia war nie ernsthaft in Gefahr. Den besten Start im Fahrerlager erwischte Nico Rosberg, der bereits in der ersten Kurven an seinem Landsmann, Sebastian Vettel vorbeizog. Knapp am Podium vorbei schrammte Ferrari-Pilot Fernando Alonso als Vierter. Sein Teamkollege Kimi Raikkonen zählte zu den größten Unglücksraben des Rennens. Der Finne musste aufgrund eines Reifendefekts, den ihm Kevin Magnussen zufügte bereits früh an die Box, sein Rennen war danach gelaufen.
Unglücksrabe Daniel Ricciardo
Noch schlimmer erwischte es Daniel Ricciardo. Der Australier, der bereits beim GP von Australien unverschuldet disqualifiziert wurde, wurde auch diesmal Opfer von Fehlern seiner Crew. Bei einem Boxenstop wurde ein Rad des Youngsters nicht richtig montiert, die Folge war ein Defekt der Radaufhängung, die später zur Aufgabe führte. Doch nicht nur das: Der Australier muss beim nächsten Rennen eine 10-Sekunden-Strafe in der Box absitzen und wird zudem noch um zehn Plätze zurückgereiht.
Stark hingegen die Leistung von Nico Hülkenberg. Der Deutsche belegte im unterlegenen Force India den fünften Rang.
Hier das Ergebnis des Großen Preis von Malaysia:
Pos.
StartNr.
Fahrer
Team
Endzeit
Rückstand
1
44
Lewis Hamilton
Mercedes AMG
1:40:25.974
2
6
Nico Rosberg
Mercedes AMG
1:40:43.287
+ 17.313
3
1
Sebastian Vettel
Red Bull
1:40:50.508
+ 24.534
4
14
Fernando Alonso
Ferrari
1:41:01.966
+ 35.992
5
27
Nico Hülkenberg
Force India
1:41:13.173
+ 47.199
6
22
Jenson Button
McLaren
1:41:49.665
+ 1:23.691
7
19
Felipe Massa
Williams
1:41:51.050
+ 1:25.076
8
77
Valtteri Bottas
Williams
1:41:51.511
+ 1:25.537
9
20
Kevin Magnussen
McLaren
1:40:28.365
+ 1 Runde
10
26
Daniil Kvyat
Toro Rosso
1:40:55.334
+ 1 Runde
11
8
Romain Grosjean
Lotus
1:40:57.536
+ 1 Runde
12
7
Kimi Räikkönen
Ferrari
1:40:57.674
+ 1 Runde
13
10
Kamui Kobayashi
Caterham
1:41:37.748
+ 1 Runde
14
9
Marcus Ericsson
Caterham
1:40:37.511
+ 2 Runden
15
4
Max Chilton
Marussia
1:40:37.641
+ 2 Runden
Ausgefallen: Sutil, Gutierrez, Ricciardo, Maldonado, Vergne, Bianchi und Perez
Die ersten beiden freien Trainingseinheiten für den Grand Prix von Malaysia sind absolviert. Mercedes hat auch im ersten Rennen auf asiatischem Boden die Nase vorne. Während Lewis Hamilton die das erste Freie Training dominiert, schlägt sein Teamkollege Nico Rosberg im zweiten Training zurück und erzielt die Bestzeit. Doch Achtung! Auch Ferrari, Red Bull und Williams präsentierten sich stark und konnten Boden auf die beiden Silberpfeile gut machen.
Ergebnis 1. Freies Training für den GP von Malaysia:
Pos.
Fahrer
Team
Zeit
Rückstand
Rdn.
1
Lewis Hamilton
Mercedes
1.40.691
—
19
2
Kimi Räikkönen
Ferrari
1.40.843
+ 0.152
20
3
Nico Rosberg
Mercedes
1.41.028
+ 0.337
19
4
Jenson Button
McLaren
1.41.111
+ 0.420
20
5
Kevin Magnussen
McLaren
1.41.274
+ 0.583
18
6
Jean-Eric Vergne
Toro Rosso
1.41.402
+ 0.711
15
7
Sebastian Vettel
Red Bull
1.41.523
+ 0.832
9
8
Nico Hülkenberg
Force India
1.41.642
+ 0.951
19
9
Felipe Massa
Williams
1.41.686
+ 0.995
23
10
Valtteri Bottas
Williams
1.41.830
+ 1.139
22
11
Fernando Alonso
Ferrari
1.41.923
+ 1.232
14
12
Daniel Ricciardo
Red Bull
1.42.117
+ 1.426
20
Auch im zweiten Training schlug einer der beiden Mercedes Piloten zu. Diesmal war es Nico Rosberg, der die Bestzeit herausfahren konnte. Bemerkenswert ist jedoch, dass die Top 11 innerhalb von einer Sekunde liegen. Es dürfte uns ein heißes sowie spannendes Wochenende erwarten.
Ergebnis des 2. Freien Trainings für den Großen Preis von Malaysia
Pos.
Fahrer
Team
Zeit
Rückstand
Rdn.
1
Nico Rosberg
Mercedes
1.39.909
—
30
2
Kimi Räikkönen
Ferrari
1.39.944
+ 0.035
30
3
Sebastian Vettel
Red Bull
1.39.970
+ 0.061
29
4
Lewis Hamilton
Mercedes
1.40.051
+ 0.142
32
5
Fernando Alonso
Ferrari
1.40.103
+ 0.194
29
6
Felipe Massa
Williams
1.40.112
+ 0.203
34
7
Daniel Ricciardo
Red Bull
1.40.276
+ 0.367
29
8
Jenson Button
McLaren
1.40.628
+ 0.719
28
9
Valtteri Bottas
Williams
1.40.638
+ 0.729
35
10
Nico Hülkenberg
Force India
1.40.691
+ 0.782
34
11
Jean-Eric Vergne
Toro Rosso
1.40.777
+ 0.868
33
12
Kevin Magnussen
McLaren
1.41.014
+ 1.105
20
Auswirkung auf Quoten:
Sowohl für das Qualifying, als auch für das Rennen am Sonntag gelten die Silberpfeile als Favoriten. Ihre Quoten liegen bei den Buchmachern zwichen 2 und 3,5 im Qualifying und 2,5 und 4 im Rennen. Dahinter gilt Sebastian Vettel als heißester Kandidat auf den Sieg. Mit einer Quote von 13 bei bet365 ist mit ihm richtig viel Geld zu machen, sollte der Champion gewinnen. Das 15 bis 21-fache des Einsatzes gibt es bei einem Sieg von Alonso, Raikkonen, Ricciardo, Button, Magnussen, Bottas oder Massa, je nach Buchmacher zu holen.
„Irgendetwas passiert immer. Hier wird es nie friedlich sein“, so das Kommentar von Formel 1-Boss Bernie Ecclestone in Anspielung auf die immer wiederkehrenden Skandale in der Königsklasse des Motorsports.
Doch vielleicht ist es auch genau das, was die Formel 1 so interessant macht. Die Mischung aus Professionalität, Disziplin und Genauigkeit gepaart mit einer Portion Leichtsinn, Egoismus und Ehrgeiz, darüber eine Prise Skandalösität und fertig ist das Rezept, das Formel 1-Geschichte schreibt.
Im Laufe der Formel 1 Historie, welche im Jahr 1950 ihren Anfang fand, trugen alle am Rennzirkus Beteiligten dazu bei, dass der Presse niemals die Stories ausgingen. Vom Fahrer, über den Teamchef bis zum Mechaniker waren alle bemüht, das Repertoire an erwähnenswerten, skurrilen und atemberaubenden Geschichten über die Jahre immer wieder zu erweitern.
Hier Teil zwei der interessantesten Vorkommnisse auf und neben der Formel 1-Strecke:
McLaren, Ferrari und der Copyshop: Das Jahr 2007
2007 verlor McLaren alle Punkte, die das Team eingefahren hatte, und musste 100 Millionen US Dollar Strafe zahlen. Fernando Alonso trat als Kronzeuge gegen die eigene Mannschaft auf. Ausgelöst hatte diese härteste Geldstrafe in der Geschichte der Königsklasse eine bemerkenswerte Spionage-Affäre: Nigel Stepney von Ferrari und Mike Coughlan von McLaren tauschten regelmäßig Daten aus.
Stepney wurde mitten in der Saison 2007 von Ferrari entlassen, „wegen Unregelmäßigkeiten“, wie es offiziell hieß. Zugleich erklärte die Scuderia, dass man gegen einen Ingenieur von McLaren ermittele, der sich kurze Zeit später als Coughlan entpuppte. Den beiden Männern waren ihre Jäger durch weißes Pulver auf die Spur gekommen, dass man im Tank von Felipe Massa gefunden hatte. Offenbar handelte es sich um einen chemischen Stoff, der die dortige Zusammensetzung analysieren sollte. Verdachtsmomente, dass der weiße Stoff den Renner von Massa lahmlegen sollte, erwiesen sich als unhaltbar.
Ferrari konnte Stepney als denjenigen identifizieren, der das Pulver eingefüllt haben musste. Bei den weiteren Untersuchungen stellten die Italiener fest, dass der Brite auch vertrauliche Dokumente weitergegeben haben musste. Als die Scuderia diesen folgte, stieß sie auf Coughlan, den Stepney wiederholt getroffen hatte.
Der McLaren-Mann konnte dann auf frischer Tat ertappt werden. In einem Copyshop war er gerade dabei, die Dokumente zu vervielfältigen, als er verhaftet wurde. McLaren versuchte anschließend zu beweisen, dass der Chefentwickler des eigenen Teams ohne Anweisung gehandelt hätte. Bis zum heutigen Tag beharrt man bei McLaren auf dieser Version. Allerdings konnte man sich mit dieser Version der Dinge nicht durchsetzen. Die Aussage von Alonso belastete den Rennstall schwer und führte zum endgültigen Zerwürfnis zwischen Ron Dennis und dem Spanier.
Das Nachspiel ist umso brisanter: Seit 2010 fährt Alonso für Ferrari. Freunde von Verschwörungstheorien vermuten schon lange, dass die Zeugenaussage des Spaniers etwas mit seinem späteren Arbeitsvertrag bei der Scuderia zu tun gehabt haben könnte.
Spygate zwischen Shadow und Arrows: Das Jahr 1978
Es war aber nicht das erste Mal, das geheime Dokumente von einem Team an ein anderes weitergegeben worden waren. Den unrühmlichen Anfang machte – zumindest soweit es bis heute bekannt ist – Tony Southgate im Jahr 1978. Der Brite galt bis dahin als der weltweit beste Ingenieur und war entsprechend begehrt. Das Arrows-Team überzeugte Southgate mit viel Geld im Winter 1977/78 seinem bisherigen Arbeitgeber Shadow den Rücken zu kehren und künftig für das neue Team, das 1978 erstmals am Rennbetrieb teilnehmen würde, ein Auto zu bauen.
Southgate hatte den neuen Shadow zu diesem Zeitpunkt allerdings schon so gut wie fertig gestellt. Die gesamten Konstruktionspläne des Fahrzeugs lagen bereits vor. Es folgten bemerkenswerte Ereignisse: Southgate packte im Pre-Computer-Zeitalter die entsprechenden Dokumente einfach in seinen Aktenkoffer und nahm diese mit zu Arrows. Ein besonderes Schuldbewusstsein scheint er dabei nicht gehabt zu haben, denn er baute einen exakten Clon des Shadow-Wagens.
Sein Ex-Arbeitgeber erhob Klage und sagte aus, der Brite habe kein Recht gehabt, ein exaktes Duplikat zu bauen. Die Konstruktionspläne seien geistiges Eigentum von Shadow. Southgate erwiderte, dass es sich immerhin um seine Pläne gehandelt habe, die er zum größten Teil erarbeitet habe. Es half nichts: Das Gericht gab Shadow Recht, sprach allerdings Arrows frei. Southgate wurde persönlich dazu gezwungen, 500.000 Dollar Schadenersatz an Shadow zu bezahlen und musste zudem ein komplett neues Auto bauen. Der legale Arrows war jedoch deutlich schwächer.
Bridgestone, Michelin und Indianapolis: Das Jahr 2005
Vor der Saison 2005 gab es eine der umfassendsten Regeländerungen in der Geschichte der Formel 1. Micheal Schumacher und Ferrari hatten in den Jahren zuvor fünf Fahrer und sechs Team-Weltmeisterschaften in Serie gewinnen können. 2004 war die Dominanz der Scuderia angsteinflößend groß. Schumacher gewann13 von 18 Läufen, nur zwei Mal war kein Ferrari-Pilot Sieger. Man entschied deshalb bei der FIA, die rote Dominanz mit Gewalt zu brechen.
Die auffälligste Änderung war das Verbot der Reifenwechsel. Das japanische Team Bridgestone, das bis dahin einen Vorsprung hatte, verlor diesen wieder. 2005 waren mit Ausnahme von Ferrari alle Topteams auf Michelin-Reifen unterwegs. Überhaupt nur drei Mannschaften vertrauten nach wie vor auf Bridgestone. Das Ergebnis ist legendär: Die Reifen der Japaner waren miserabel verglichen mit denen der Franzosen. Die Weltmeisterschaft machten weitgehend McLaren und Renault untereinander aus. Ferrari hatte nicht den Hauch einer Chance.
Doch es gab da ja noch den Großen Preis der USA in Indianapolis. Bridgestone belieferte unter Namen Firestone die US-Cartserien und kannte die Strecke in Amerika wesentlich besser als Michelin. Schumacher ließ deshalb schon vor dem Rennen wissen, dass er optimistisch sei, hier gute Karten zu haben. Doch auch der Rekordweltmeister konnte wohl nicht ahnen, was folgte.
Im Training hatte Ralf Schumacher in der Steilkurve einen Reifenschaden, der zu so einem schweren Unfall führte, dass der Williams-Pilot das Wochenende nicht mehr weiterfahren konnte. Er sollte nicht der einzige Michelin-Pilot bleiben, der in den Trainings Probleme mit den Reifen hatte. Schließlich erklärte der französische Hersteller, dass er den falschen Reifensatz mitgebracht habe und nicht für einen sicheren Ablauf des Rennens garantieren könne. Er wolle gerne einen schnell eingeflogenen Ersatz-Satz einsetzen. Die FIA war bereits, dies zu akzeptieren, erklärte allerdings, dass die Michelin-Teams aufgrund eines erheblichen Regelverstoßes mit schweren Zeitstrafen zu rechnen hätten: 25 Sekunden pro neuen Reifen!
Die Michelin-Teams lehnten dies ab und schlugen stattdessen vor, eine alternative Streckenführung zu wählen und die Steilkurve auszulassen. Dies scheiterte am Widerstand der Bridgestone-Teams und insbesondere am Veto von Ferrari. Die Scuderia regte an, dass die Michelin-Teams stattdessen ja durch die Boxengasse fahren könnten. Der Vorschlag war wohl mehr als Provokation gemeint und wurde als solche abgelehnt. Die Michelin-Teams drohten, man werde das Rennen sabotieren, wenn es keine veränderte Streckenführung geben würde – und sie machten ernst. Nach der Einführungsrunde holten sie ihre Fahrzeuge vor den laufenden Kameras in die Box. Kein Pilot erlag der Versuchung, einige Meter zu fahren, um so wenigstens sichere Punkte zu holen, die es damals bis Rang acht gab. Der Lauf fand mit sechs Autos statt: Ferrari holte einen Doppelsieg – die Formel 1 verlor jedoch für Jahre die USA.
Das Video zum Formel 1 Skandal von Indianapolis 2005
1968: Kyalami – Grand Prix von Südafrika
Zum ersten Mal in der Formel 1-Historie war eine Zigarettenwerbung auf einem Boliden zu sehen. Der Tabakkonzern John Player hatte sich die Rechte, sein Emblem auf dem Wagen des Lotus-Teams zu platzieren, gesichert. Zwar sorgte dies für weltweite Empörung, doch kurz darauf folgten alle F1-Teams dem Ruf verschiedener Zigarettenhersteller und stellten ihre Fahrzeuge als Werbefläche zur Verfügung.
1991: Montreal – Grand Prix von Kanada
Der weit in Führung liegende Nigel Mansell war sich seines Sieges so sicher, dass er während der letzten Runde bereits begann den Zuschauern jubelnd zuzuwinken. Aufgrund einer Unaufmerksamkeit kam es jedoch zur Blockade in der Gangschaltung, woraufhin die Elektronik seines Boliden versagte und der Motor ausging. Infolgedessen verlor Mansell so viel Zeit, dass er von einigen Fahrern überholt wurde und schließlich nur als Sechstplatzierter das Rennen beendete.
1997: Jerez – Grand Prix von Europa
Beim letzten Rennen der Saison sollte die Entscheidung um die Weltmeisterschaft zwischen Michael Schumacher (Ferrari) und Jacques Villeneuve (Williams) in Jerez fallen. Schumacher lag lange Zeit vor Villeneuve, doch der Williams-Pilot kam mit Fortdauer des Rennens immer näher an den Kerpener heran. Als der Kanadier zum Überholmanöver ansetzte, wurde er von Schumacher vorsätzlich gerammt. Der Williams-Pilot trug nur geringen Schaden davon, während der Deutsche im Kies landete und ausschied. Wären beide ausgeschieden, hätte Schumachers Punktevorsprung für den WM-Titel ausgereicht. So fuhr Villeneuve jedoch zu seinem ersten und letzten Weltmeistertitel. Aufgrund dieser Aktion wurden Schumiall seine Saisonpunkte aberkannt und verlor somit auch den Vize-Weltmeistertitel.
2006: Monaco – Grand Prix von Monaco
Der in Führung liegende Michael Schumacher stellte kurz vor Ende des Qualifying-Durchgangs seinen Boliden direkt auf der Rennstrecke in der Rascasse-Kurve ab. Aufgrund dieses Hindernisses war es keinem der nachfolgenden Fahrer möglich, seine Rundenzeit zu verbessern. Später erklärte Schumacher dies mit einem Fahrfehler. Die Rennleitung sah das anders, wertete die Aktion als Absicht und versetzte Schumi vom ersten auf den letzten Startplatz.
In der Formel 1 Saison 2008 – Skandal um „Mad Max“ Mosley
Eine englische Zeitung veröffentlichte ein Sex-Video. Darauf soll Max Mosley, der damalige Präsident der FIA, mit fünf Prostituierten zu sehen sein. Dabei wurde ihm zusätzlich vorgeworfen währenddessen nationalsozialistische Rollenspiele durchgeführt zu haben. Mosley distanzierte sich stets vom Stattfinden derartiger Rollenspiele, die Echtheit der Aufnahmen zweifelte er jedoch niemals öffentlich an. Die ganze Sache endete vor Gericht und diverse Zeitungsverlage wurden aufgrund des Eingriffs in die Privatsphäre zu Schadensersatzzahlungen verdonnert. Schließlich einigten sich die Parteien jedoch außergerichtlich.
Ebenso im F1-Jahr 2008 – Eddie Irvine rastet aus
Eddie Irvine, der ehemalige Formel 1 Fahrer und Teamkollege Schumachers, leistete sich eine handfeste Auseinandersetzung mit Gabriele Moratti, dem Sohn der damaligen Bürgermeisterin von Mailand. In einer Mailänder Diskothek gerieten die beiden Streithähne aneinander und verletzten sich gegenseitig leicht. Die beiden Widersacher wurden 2014 zu jeweils einem halben Jahr Haft verurteilt, dagegen soll noch Revision eingelegt werden.
Der Skandal um F1-Pilot Adrian Sutil
Ein Münchner Gericht verurteilte Adrian Sutil, vom Team Sauber, wegen einer höchst unsauberen Aktion zu einer Strafzahlung in Höhe von 200.000 Euro. Er geriet mit dem Lotus-Miteigentümer, Eric Lux, in einem Shanghaier Club in einen Streit und verletzte diesen mit einem Glas am Hals. Sutil dementierte den Tathergang bis zuletzt, nahm das Urteil jedoch an. Neben der Geldstrafe bekam er eine Bewährungsstrafe aufgebrummt.
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