Fehlendes Vermarktungsgeld: Haas ärgert sich über sich selbst

Das neue Haas Team hat einen beeindruckenden Start in die Formel 1 gehabt. 28 WM-Punkte konnte es bis zur Sommerpause erringen. Mannschaften wie Renault oder Manor ließ man hinter sich. Kontakt zum hinteren Mittelfeld in der Königsklasse besteht. Doch Eitel Sonnenschein ist derzeit nicht unbedingt alles um das US-Team. Derzeit bekommt die Mannschaft selbstverschuldet keinen Cent aus dem Formel 1-Vermarktungsgeschäft (FOM). Teamchef Gene Haas ärgert sich über sich selbst.

Haas Formel 1 Gutierrez

Wikimedia, Dave Jefferys (CC BY-SA 2.0)

Haas zahlt derzeit alle Rechnungen aus eigener Tasche

Gene Haas bezahlt momentan praktisch alle anfallenden Rechnungen des Haas-Teams aus seinem eigentlichen Kerngeschäft als Maschinenbauer. Die Sponsoreneinnahmen können die Kosten noch nicht annähernd aufwiegen. Vermarktungsmillionen wären entsprechend willkommen gewesen.

„Bernie Ecclenstone hat mich immer gefragt, warum ich deshalb nicht ein bestehendes Team kaufe. Das wäre wohl besser gewesen“, ärgert sich Gene Haas über sich selbst im Gespräch mit „Autosport“. „Finanziell wäre das schließlich deutlich vorteilhafter gewesen“, so der amerikanische Rennsport-Fan. Die Zahlen geben ihm recht: Hätte Haas das damals zum Verkauf stehende Marussia Team übernommen, hätte er 42 Millionen Euro aus dem Vermarktungspool bekommen, die ihm jetzt in der Kasse fehlen – und sie hätten bei dem Jahresbudget von 95 Millionen Euro der Amerikaner fraglos einen großen Unterschied gemacht. Zur kommenden Saison fließen die FOM-Millionen dann aber auch an Haas. In dem Gespräch vermisst man leider die Erklärung des Amerikaners, weshalb jener den Rat Eccelstones ausschlug.