McLaren jubelt in Melbourne

Das erste Rennwochenende für McLaren mit Renault-Power endete für die Truppe aus Woking mit einem Erfolgserlebnis. Superstar Fernando Alonso belegte Rang fünf, auch Teamkollege Stoffel Vandoorne erzielte als Neunter WM-Punkte. Das haben die Formel 1 Wettanbieter so nicht unbedingt vorausgesagt. Ob McLaren mit der Frage wer wird Formel 1 Weltmeister 2018 etwas zu tun haben wird, darf dennoch bezweifelt werden.

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Gelungener Auftakt

Balsam auf die geschundene McLaren-Seele. Nachdem man am Samstag mit deutlichem Rückstand auf die Spitze Q3 verpasste, zeigte sich Alonso trotzdem zufrieden und verwies auf den besseren Rennspeed. Er sollte Recht behalten – obwohl der Rennverlauf für den Spanier äußerst günstig verlief, wurde ihm Rang fünf nicht auf dem Silbertablett serviert. Die gesamte zweite Rennhälfte musste er sich gegen Max Verstappen im schnelleren Red Bull verteidigen, schlussendlich setzte sich der Altmeister aber durch und feierte sein bestes Resultat seit Austin 2016. Teamkollege Vandoorne hatte weniger Glück, belegte aber trotzdem Rang neun.

Beide Autos in den Punkten – Grund genug für Alonso, eine Kampfansage Richtung Konkurrenz auszusprechen. „Wenn alles nach Plan läuft, sollten wir bald nahe an Red Bull dran sein“, tönte der 36-jährige nach dem Rennen in Australien. Ein durchaus optimistisches Statement, da in Melbourne sowohl auf eine Runde als auch im Renntrim noch einiges auf die Bullen fehlte. Obwohl McLaren also noch nicht da ist, wo man hinmöchte, zeigte sich der Doppelweltmeister begeistert: „Ich bin rundum zufrieden, das war ein gutes Rennen. Das ist jetzt ein ganz anderes Rennfahren als in den letzten Jahren, wir können endlich attackieren und müssen uns nicht nur verteidigen.“

Alonso will vorne mitmischen

Bereits in Bahrain will McLaren den nächsten Schritt machen. Alonso ortet im Auto „viel Potenzial, das noch schlummert“ und spricht von einem „guten Anfang“, spätestens bis Saisonende will man mit Red Bull auf Augenhöhe sein. Großes Lob hatte der ansonsten oft zynische Asturier auch für den neuen Motorenpartner Renault übrig. „Sie haben in den letzten Monaten einen Entwicklungsmarathon hinter sich und großartige Arbeit geleistet“, ist Alonso voll des Lobes. Da beim ersten Grand Prix der Saison das Thema DRS viel diskutiert wurde, weisen wir nochmal auf unseren Artikel zum Thema Formel 1 DRS hin. Dort findest du alle Infos zu diesem Thema.