Starker Testauftakt für Ferrari

Die Scuderia Ferrari kann mit der ersten Testwoche in Barcelona zufrieden sein. Am neuen F90 tauchten keinerlei technische Probleme auf, nach dem Eindruck der ersten vier Tage dürfte den Roten mit dem Boliden ein großer Wurf gelungen sein. Die Konkurrenz zeigt sich von der roten Göttin beeindruckt.

Vettel und Leclerc frohlocken

Bereits am ersten Testtag ließ Ferrari den Hammer fallen, Sebastian Vettel fuhr zu einer klaren Bestzeit. Obwohl Rundenzeiten besonders in der ersten Testwoche kaum aussagekräftig sind, lässt das anschließende Dauerlächen des Heppenheimers vermuten, dass das neue Auto gelungen ist. Vettel sprach vom „besten ersten Testtag aller Zeiten“ – angesichts der vier weltmeisterlichen Red Bull-Boliden, die der 31-jährige bereits pilotierte, eine deutliche Ansage an die Konkurrenz. Teamkollege Charles Leclerc gab sich zwar zurückhaltender, sprach aber ebenfalls von einem „gelungenen Auftakt“. Für Ferrari scheint alles angerichtet, erstmals seit 2008 einen WM-Titel nach Maranello zu bringen. Die Tests werden sich auch auf die Formel 1 Sportwetten auswirken, die Quoten auf den WM-Sieger werden sich bis zum Start noch ändern.

Auch Mercedes-Teamchef Toto Wolff zeigte sich vom neuen Ferrari beeindruckt und attestierte seinen Rivalen eine „ultrastarke Leistung“. Die Silberpfeile selbst hielten sich eher bedeckt, in der Rundentabelle waren weder Lewis Hamilton noch Valtteri Bottas ganz vorne zu finden. Das Weltmeisterteam konzentrierte sich eher auf die Longruns, technische Probleme gab es nicht. Ob der Mercedes W10 ebenso WM-fähig ist wie seine Vorgänger wird sich wohl erst in Melbourne zeigen.

Red Bull titelfähig?

Ein guter Auftakt gelang auch Red Bull Racing. Der neue Motorenpartner Honda scheint über den Winter sowohl in Sachen Performance als auch Zuverlässigkeit deutlich zugelegt haben, die Verantwortlichen sprachen von einem „sehr guten“ Start in die Saison. Motorsportberator Helmut Marko zeigte sich gewohnt angriffslustig und sieht sein Team für den Titelkampf gerüstet. „Wir liegen vor Mercedes und die Zeiten von Ferrari bereiten uns keine großen Sorgen“, so der Grazer. Spätestens beim Qualifying zum großen Preis von Australien am 14. März werden die Hüllen engültig fallen.