Formel Eins Team Ferrari

Die Scuderia Ferrari ist das traditionsreichste Team in der Formel 1. Auch 65 Jahre nach der Gründung des Rennstalls, der als einziger an allen Weltmeisterschaften seit 1950 teilgenommen hat, lebt der Mythos Ferrari. Mit 16 Konstrukteurs-WM-Titeln und 15 Fahrer-WM-Siegen ist der italienische Rennstall mit Sitz in Maranello das erfolgreichste F1-Team aller Zeiten. Allerdings liegen die letzten großen Erfolge bereits einige Jahre zurück. Die letzte Fahrer-Weltmeisterschaft (F1 Weltmeister Wetten) für Ferrari holte Kimi Räikkönen im Jahr 2007 und auf den Konstrukteurs-Titel wartet der Rennstall seit 2008.

Nach einem Rennjahr in der sowohl Räikkönen als auch Fernando Alonso kein einziges Rennen gewinnen konnten, ruhen in der kommenden Rennzeit alle Hoffnungen auf dem Deutschen Sebastian Vettel, der sich in der abgelaufenen Saison lange Zeit als harter Konkurrent für Lewis Hamilton zeigen konnte. Zusammen mit dem Finnen Räikkönen soll er endlich wieder einen Titel nach Italien holen.

Kimi Raikkonen on track Ferrari F1

Wikimedia, Morio (CC BY-SA 4.0)

Keyfacts zum Team Ferrari 2018:

  • Fahrer 2018: Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen
  • Gegründet: 1950
  • Anzahl Rennsiege: 229
  • Anzahl der Fahrerweltmeisterschaften: 16
  • Anzahl der Konstrukteurs-Weltmeisterschaften: 16

Kontinuität sieht anders aus

Die lange Zeit ohne Titel nagte schon vor der Saison 2014 an den Ferraristi. Als Konsequenz wurde der Ingenieur James Allison von Lotus verpflichtet und der Pilot Felipe Massa wurde durch Räikkönen ersetzt. Dennoch stellte sich der erhoffte Erfolg nicht ein und noch während der Saison musste der Teamchef Stefano Domenicali seinen Hut nehmen. Doch auch sein Nachfolger Marco Mattiacci schaffte die Trendwende nicht, wodurch innerhalb von nur acht Monaten mit Maurizio Arrivabene der dritte Teamchef sein Glück versuchen durfte. Zudem musste 2014 auch der Firmen-Präsident Luca di Montezemolo Ferrari verlassen und Sergio Marchionne übernahm die Leitung der italienischen Traditionsmarke. Nach dem enttäuschenden vierten Konstrukteurs-Rang in der vergangenen Saison wurden viele leitende Ingenieure ausgetauscht, unter anderen der Technikchef Pat Fry und Motorenchef Luca Marmorini. Mit Fernando Alonso trennte man sich auch von seinem Top-Piloten. Als Ersatz wurde Sebastian Vettel verpflichtet. Vom Deutschen erwarten sich die Italiener nicht weniger, als dass er an die großen Zeiten seines Landsmanns Michael Schumacher anknüpft.

Ferrari 2018 zurück zu alter Stärke?

Dass Ferrari das Know-How hat ein Top-Auto zu konstruieren steht außer Frage. Allerdings sagt auch Technik-Chef James Allison, dass der Ferrari des letzten Jahres schlicht zu langsam und nicht konkurrenzfähig war. Um dies zu ändern, hat das Team beim neuen Ferrari SF 15-T besonderen Wert auf den Abtrieb, die Motorleistung und gute Fahrbarkeit gelegt. Zumindest das Design seines neuen Dienstwagens sagt dem deutschen Hoffnungsträger Vettel schon mal zu, als er das Auto bei der Präsentation als „wunderschön“ bezeichnete. Ob der Bullide auch auf der Strecke die Erwartungen erfüllen kann, muss sich aber erst noch zeigen.

Die Aussichten für Ferrari im Jahr 2018

In der abgelaufenen Saison 2017 sah es lange Zeit danach aus, als würde Sebastian Vettel Lewis Hamilton und Mercedes endlich entthronen können. Mit fortlaufender Dauer wurden aber auch die F1 Quoten immer sicherer, dass es für Vettel wieder nicht reichen wird. Weltmeister wurde am Ende Hamilton und ließ Ferrari enttäuscht zurück. In der kommenden Saison will man aber erneut mit Vettel und Räikkönen angreifen. Möglicherweise reicht es diesmal zum Titel.



Formel 1 Team Ferrari vor der Saison 2014

F1 Team Ferrari 2014

Wie in jedem Jahr wird auch vor der Saison 2014 Ferrari als eines der Teams gehandelt, das sich berechtigte Hoffnungen auf die beiden Weltmeisterschaften in der Formel 1 machen darf. Kein Team hat eine so große Tradition und ist so erfolgreich wie die Scuderia. Wagt man jedoch einen genaueren Blick, blättert der schöne Schein ab. Trotz einer sehr starken Fahrerpaarung scheinen die Aktien nicht besser als in den letzten Jahren zu stehen.

Keyfacts zum Team Ferrari im Jahr 2014:

  • Fahrer 2014: Fernando Alonso und Kimi Raikkonen
  • Gegründet: 1950
  • Anzahl Rennsiege: 221
  • Anzahl der Fahrerweltmeisterschaften: 15
  • Anzahl der Konstrukteursweltmeisterschaften: 16

Tradition unter Druck: Die Scuderia Ferrari 2014

Ferrari durchläuft seit 2007 eine Durststrecke. Deshalb wurde Kimi Raikkonen, der damals den letzten Fahrertitel für die Scuderia einfahren konnte, in das Team zurückgeholt. Es soll dafür sorgen, dass die Italiener endlich auch wieder Konstrukteursweltmeister werden können. Auch dieser Titel konnte letztmals 2007 gewonnen werden. Das Ganze ist ein Misstrauensvotum gegen Fernando Alonso, mit dem es große Reibungen in der vergangenen Saison gab. Der Spanier konnte nicht die erhofften Erfolge bringen. Nur 2010 stand er kurz davor, Weltmeister zu werden. In den vergangenen Jahren hatte er seinen Teamkollegen Felipe Massa zwar regelmäßig im Griff, doch mit den Red Bulls konnte er sich nur in einzelnen Rennen messen. 2013 war der Gegner nicht einmal mehr die Mannschaft der roten Bullen, sondern Mercedes – und Ferrari verlor und rutschte auf den dritten Rang im Team-Ranking ab.

Wenig Hoffnung für 2014

Ferrari machte sich selbst Mut, indem es verkündete, dass man schon frühzeitig 2013 mit der Arbeit am Auto für 2014 begonnen habe. Tatsächlich war dies aber auch in den Jahren zuvor der Fall. Zudem zwangen die umfangreichen Regeländerungen alle Mannschaften dazu, fast bei Null zu beginnen. Wichtiger scheint, dass es viel Unfrieden im Team von Ferrari gibt. Das Alonso, der sich selbst bei Red Bull ins Spiel gebracht hatte, nach Ablauf seines Vertrags 2014 im Jahr 2015 zu McLaren wechseln wird, ist fast sicher. Honda, das als Motorenlieferant zurückkehrt, soll sein Gehalt bezahlen. Ferrari reagierte mit einem öffentlichen Liebesentzug auf diese Schmähung durch den Spanier.

Die Zweifel an Raikkonen sind ebenfalls groß. Der Finne fuhr zwar eine überzeugende Saison 2012. Aber im letzten Jahr blätterte der schöne Schein ab. Im Lotus musste er sich im Training oft seinem Teamkollegen Roman Grosjean geschlagen geben. Die letzten Rennen fuhr der Finne schon gar nicht mehr. Die Aussagen, weshalb dies der Fall war, wechselten. Mal waren es die ausstehenden Gehaltszahlungen von Lotus, dann war von einer Rückenverletzung die Rede. Man konnte sich dem Eindruck nicht erwehren, dass Raikkonen nach einer sportlich enttäuschenden Saison das Team fluchtartig verlassen hat.

Wie sind die Aussichten für die Formel 1 Saison 2014 bei Ferrari?

Ferrari wird wie immer ein Wort um die vorderen Plätze mitsprechen. Allerdings muss der Unfrieden im Team schnell beseitigt werden. Zudem muss das Auto einen deutlichen Sprung nach vorne machen. Beides ist nicht garantiert. Die Scuderia darf sich deshalb nur wenig Hoffnungen auf den ganz großen Wurf machen.

Die Formel Eins Teams in der Übersicht

Bild: Wikimedia, Leo Hidalgo (CC by 2.0)