Formel 1 Team Sahara Force India

Der Rennstall Force India ist das erste indische Team in der Formel-1-Geschichte und hat seinen Unternehmenssitz im britischen Silverstone. Seit der Gründung 2008 zeigt die Formkurve des Teams nach oben. Nachdem es im Gründungsjahr nur für den zehnten Platz in der Konstrukteurs-WM gereicht hatte, konnten in den beiden folgenden Formel-1-Saisons die Plätze neun und sieben erreicht werden. Mit einem siebten Rang 2012 und drei sechsten Platzierungen in den Jahren 2011, 2013 und in der vergangenen Saison 2014 hat sich Force India endgültig im Mittelfeld der Formel 1 festgefahren. Doch für den ambitionierten Teamchef Vijay Mallya ist das noch nicht das Ende der Fahnenstange. 2015 will der indische Rennstall den nächsten Schritt machen und konnte hierfür die beiden letztjährigen Fahrer Nico Hülkenberg und Sergio Perez halten.

Sergio Perez Force India

Wikimedia, Morio (CC BY-SA 4.0)

Keyfacts zum Formel 1 Team Force India 2015:

  • Fahrer 2015: Nico Hülkenberg und Sergio Perez
  • Gegründet: 2008
  • Anzahl Rennsiege: 0
  • Anzahl der Fahrerweltmeisterschaften: 0
  • Anzahl der Konstrukteurs-Weltmeisterschaften: 0

Kontinuität im Cockpit bei Force India

Seit der Gründung gab es bei Force India kein Jahr, in dem dieselben beiden Fahrer zwei komplette Rennzeiten zu Ende brachten. Von 2008 bis 2011 war der deutsche Rennfahrer Adrian Sutil die einzige Konstante im Team. 2012 bildeten Nico Hülkenberg und Paul di Resta das Fahrerpärchen. Doch bereits ein Jahr später kehrte Sutil zurück und ersetzte seinen Landsmann Hülkenberg, der bei Sauber sein Glück versuchte. 2014 ging das Wechselspiel zwischen Hülkenberg und Sutil weiter, denn auch Hülkenberg heuerte wieder bei Force India an und dieses Mal verließ Sutil den indischen Rennstall in Richtung Sauber. Der neue Fahrer an der Seite von Hülkenberg wurde Sergio Perez, der neben seinem Können die Sponsorengelder des mexikanischen Milliardärs Carlos Slim mit zu Force India brachte. Damit setzt das Team aus Silverstone zum ersten Mal in seiner Geschichte auf Kontinuität im Cockpit und lässt 2015 die beiden Vorjahres-Fahrer erneut antreten.

Beständigkeit auf der Strecke?

Mit denselben Steuermännern im Wagen muss das Team nun zeigen, dass es diese neue Beständigkeit auch auf die Rennstrecke übertragen kann. Denn bereits 2012 wäre für Force India eine bessere Platzierung als der sechste Rang in der Konstrukteurs-WM möglich gewesen, wenn sie die guten Leistungen der ersten Saisonhälfte in der Zweiten bestätigen hätten können. Auch in der vergangenen Rennzeit fuhr der indische Rennstall – insbesondere Nico Hülkenberg – zu Beginn auf einem Niveau mit Ferrari und McLaren. Doch erneut brach das Team Mitte der Saison ein. Diese mangelnde Konstanz abzustellen wird für Force India eine der großen Herausforderung 2015 werden.

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Die Aussichten für Force India im Jahr 2015

Neben derselben Fahrerpaarung setzt Force India auch wieder auf die bewährten Motoren von Mercedes, die zu den besten erhältlichen Aggregaten zählen. Sollte es dem Team zusätzlich gelingen ein gutes Chassis zu bauen, so kann man um die vorderen Plätze mitfahren. Für einen Titel wird es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht reichen, aber die beiden Fahrer sind für die eine oder andere Überraschung gut. Und mit ganz viel Glück springt vielleicht sogar der erste Rennsieg in der Geschichte für Force India heraus.



Formel 1 Team Force India vor der Saison 2014

Sahara Force India RennwagenDer Erfolg von Force India im Jahr 2013 ist eigentlich eine Ironie der Geschichte. Lange war das Team finanziell zwar gut aufgestellt, fuhr aber hinterher. Ausgerechnet in dem Jahr, in dem das Geld knapp wurde, konnte die indische Mannschaft groß auftrumpfen und sogar McLaren mehr als nur einmal ärgern. Die Weichen sind gestellt, dass dieses Vorhaben auch im Jahr 2014 gelingen kann. Trotz eines großen Stühlerückens wirkt Force India gut gerüstet.

Keyfacts zum Team Force India:

  • Fahrer 2014: Nico Hülkenberg und Sergio Perez
  • Gegründet: 2008
  • Anzahl Rennsiege: 0
  • Anzahl Fahrerweltmeisterschaften: 0 – bestes Ergebnis 9. (2011)
  • Anzahl der Konstrukteursweltmeisterschaften: 0 – bestes Ergebnis 6. (2011, 2013)

Sahara Force India: Auf dem Weg ganz nach oben?

Force India musste sich zur Saison 2014 zwei neue Fahrer suchen, da Adrian Sutil abgewandert ist und Paul di Resta aufgrund schwacher Leistungen vor die Tür gesetzt wurde. Diese Aufgabe löste das Team mit Bravour: Nach nur einem Jahr Gastspiel bei Sauber kehrte Nico Hülkenberg zu Force India zurück. Der Deutsche, der zeitweilig heiß bei Lotus und sogar Ferrari gehandelt worden war, galt als der beste Pilot auf den Markt. Ihm zur Seite steht Sergio Perez. Der Mexikaner fiel zwar bei McLaren durch, war aber bei Sauber stark und bringt Sponsor-Geld von Carlos Slim mit. Force India hat somit eine sportlich und finanziell attraktive Fahrerpaarung.

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Force India setzt weiterhin auf Mercedes-Power

Auch im Jahr 2014 befindet sich im Heck der Force India Fahrzeuge zudem ein Mercedes-Motor. Bisher galt die deutsche Edelmarke als einer der besten Motorenlieferanten überhaupt. Durch die Rückkehr der Turbos werden die Karten diesbezüglich zwar neu gemischt, aber es spricht wenig dafür, dass Mercedes deshalb die Fähigkeit verloren haben sollte, gute Motoren zu bauen. Wahrscheinlicher ist, dass Force India in einer Saison, in der sich alle Mannschaften neu orientieren müssen, mit dem Mercedes-Motor sogar einen großen Vorteil hat.

Wie stehen die Chancen für Force India im Jahr 2014?

Force India hatte vor der Saison 2014 einige Probleme: Es fehlte an Geld, Fahrern und einem Motorenlieferanten. Das Team hat aber alle diese Probleme mit Bravour gelöst. Die Finanzprobleme haben die Inder weitgehend im Griff, mit Mercedes konnte der Vertrag verlängert werden und es stehen zwei starke Fahrer unter Vertrag. Gelingt es zudem, ein Chassis zu bauen, das ähnlich gut wie das des Jahres 2013 ist, darf sich Force India berechtigte Hoffnungen darauf machen, mehr als nur ein gutes Wort um vordere Platzierungen mitzusprechen. Für Siege oder gar Titel wird es nicht reichen. Das Potenzial für dicke Überraschungen ist aber definitiv vorhanden.

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Bild: Wikimedia, Ryan Bayona (CC by 2.0)