Archiv für den Monat: September 2017

2017 letzter Malaysia-Auftritt

Am kommenden Sonntag findet der Große Preis von Malaysia vorläufig zum letzten Mal statt. Bereits im April entschieden der Weltverband FIA sowie die Veranstalter des Rennens, 2017 die letzte Auflage des Grand Prix auszutragen. 1999 markierte Malaysia den Beginn der Asien-Expansion der Königsklasse, über die Jahre entwickelte sich das Rennen zu einem Klassiker im Rennkalender. Besonders das oftmals chaotische Wetter sorgte für einige Highlights. Die Formel 1 Weltmeister Quoten haben den Gewinner dieses Rennens übrigens schon prognostiziert.

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Hamilton bedauert Sepang-Abschied

Unvergessen der Ferrari-Doppelsieg im Regen 2001, nachdem Schumacher und Barrichello bereits weit zurückgelegen waren. 2003 konnte Kimi Räikkönen in Sepang seinen ersten Grand-Prix-Sieg feiern, 2009 kam es in einem turbulenten Rennen zu einem Abbruch, woraufhin Sieger Jenson Button und der Rest des Feldes nur halbe Punkte zugesprochen bekamen. 2012 sorgte Sergio Perez im Sauber beinahe für eine Riesensensation, musste sich nur Fernando Alonso, damals im Ferrari, geschlagen geben. Sebastian Vettel gelang 2015 sein erster Sieg für die Roten, im vergangenen Jahr zerplatze der Motor des in Führung liegenden Lewis Hamilton und damit auch sein Traum vom WM-Titel. Laut den Formel 1 Quoten wird die Hoffnung Hamiltons auf den Titel im aktuellen Jahr nicht zerplatzen. Der Brite hat wohl die besten Karten. 

Trotz dieser Enttäuschung bedauert ausgerechnet der Brite den Verlust des Rennens Nahe der Hauptstadt Kuala Lumpur. Aufgrund der extremen Hitze und Luftfeuchtigkeit gilt Malaysia neben dem GP von Singapur als größte Herausforderung. Die Piloten verlieren pro Rennen rund drei Liter Wasser und mehrere Kilogramm Körpergewicht. Für Hamilton sei es „schade, dass sie uns diese Challenge wegnehmen“. Auch bei den Fans, bei welchen neue Strecken in Asien für gewöhnlich weniger gut ankommen, war das Rennen beliebt. Lange Geraden, schnelle und langsame Kurven sowie gute Überholmöglichkeiten – Action war in Sepang garantiert.

Wirtschaftliche Probleme

Überraschend kommt der Abschied aus Malaysia nicht, schon seit geraumer Zeit gab es Spekulationen um ein zumindest vorläufiges Ende, da die Veranstalter mit wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen haben. Von einem endgültigen Rückzug aus dem Tropenstaat will man zwar (noch) nichts wissen, da Liberty Media aber in Zukunft wohl weniger auf Asien-Rennen setzten wird, gilt ein baldiges Sepang-Comeback als unwahrscheinlich. Hinweis der Redaktion: Wenn du eine Antwort auf die Frage wie wird man Formel 1 Fahrer? haben möchtest, findest du auf dieser Seite einige Antworten. 

Toro Rosso: Gasly ersetzt Kvyat

Knalleffekt in der Formel 1! Die Scuderia Toro Rosso gibt im Vorfeld des Grand Prix von Malaysia bekannt, dass Daniil Kvyat die nächsten beiden Rennen nicht bestreiten wird. An seiner Stelle wird Red Bull-Junior Pierre Gasly aus Frankreich sein Formel-1-Debüt geben. Kvyat wird vorerst in Sepang und beim darauffolgenden Japan-GP auf der Ersatzbank Platz nehmen, zum Großen Preis der USA in Austin soll der Russe ins Cockpit zurückkehren. Gasly hat damit einen der beliebtesten Formel 1 Jobs erreicht, die es geben kann.

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Große Chance für Gasly

Die Entscheidung kommt durchaus überraschend, da Kvyat trotz einer bisher mäßigen Saison öffentlich stets das Vertrauen der Red Bull-Verantwortlichen ausgesprochen bekam. Nun aber muss der 23-jährige pausieren, um Gasly, der mit hoher Wahrscheinlichkeit 2018 den zu Renault wechselnden Carlos Sainz ersetzt, Rennerfahrung zu ermöglichen. Der Franzose freut sich über seinen ersten Einsatz im Konzert der Großen: „Ich möchte mich bei allen Beteiligten bedanken, die dazu beigetragen haben, mir diese Motorsport-Chance zu ermöglichen – besonders bei Red Bull, Dr. Helmut Marko und Toro Rosso. Für mich ist es eine großartige Gelegenheit. Ich fühle mich absolut bereit, zumal ich durch meine Rolle als dritter Fahrer bei Red Bull ohnehin gut vorbereitet bin. Ich werde mein Bestes geben, um für Toro Rosso in den kommenden Rennen eine gute Leistung zu erbringen.“

Auch Toro Rosso-Teamchef Franz Tost hält die Entscheidung für richtig und betont, dass sich Gasly seine Chance verdient habe und es der Red Bull-Philosophie entspreche, junge Fahrer an die Königsklasse heranzuführen. Gasly ist kein unbeschriebens Blatt, hatte schon mehrere Einsätze bei Testfahrten. Im vergangenen Jahr gelang es dem Youngster, die GP2-Serie zu gewinnen, aktuell fightet er in der japanischen Super Formula um den Titel.

Erfolgreiches Juniorprogramm

Bei Red Bull hofft man darauf, einen weiteren Topstar in der Formel 1 zu etablieren. Mit Sebastian Vettel, Daniel Ricciardo,Max Verstappen gingen bereits drei Rennsieger und Stars der Szene aus dem Förderprogramm von Didi Mateschitz hervor.

Hinweis der Redaktion: Solltest du dich auch für andere Motorsport-Arten interessieren, kannst du dir gerne jederzeit unsere MotoGP Wetten Seite ansehen. Dort findest du viele spannende Infos zur Königsklasse des Zweirad-Motorsports.

Quoten zum Grand Prix von Malaysia

Lewis Hamilton eilt im Moment von Sieg zu Sieg. In Belgien, Italien und Singapur hat der Brite am Ende ganz oben gestanden. Nun kommt es zum Formel 1 Grand Prix von Malaysia 2017, wo es mit Sicherheit zu einer Vorentscheidung kommen wird. Damit Sebastian Vettel zumindest noch eine theoretische Chance auf den WM-Titel hat, muss beim kommenden Rennen ein Ergebnis her. Bei den F1 Quoten ist aber Hamilton erneut Favorit.

Bet365 Quoten zum GP von Malaysia 2017

Holt sich Hamilton den vierten Sieg in Folge?

Mercedes-Pilot Hamilton hat sich den Großen Preis von Malaysia übrigens schon einmal geholt. Im Jahr 2014 setzte er sich vor Nico Rosberg und Sebastian Vettel durch. Für den Fall, dass er erneut in Malaysia gewinnen sollte, wäre es schon sein vierter Sieg in Folge in dieser Saison. Für die Formel 1 Wettanbieter ist dieser Fall relativ wahrscheinlich. Hamilton hat bei Bet365 die Quote von 1.83, während Sebastian Vettel mit 3.00 auf noch im Rennen ist. Der Finne Valtteri Bottas hält hingegen bei einer 6.50-er Quote. Der Motorsport-Chef von Mercedes, Toto Wolff, hat allerdings noch das Rennen im letzten Jahr vor Augen, als Hamilton den schon sicher geglaubten Sieg noch vergeben hat.

„Eine gute Zuverlässigkeit wird für uns entscheidend sein“, so Wolff gegenüber „Motorsport Total“: „In den vergangenen Jahren fiel unsere Bilanz durchwachsen aus, aber die grundsätzliche Charakteristik der Strecke mit ihren flüssigen Kurven und langen Geraden sollte bedeuten, dass der Kurs unserem Auto gut liegt.“

Vorsicht vor den Bedingungen

Entscheidend wird sein, wie sich die Fahrer und Rennställe mit den Temperaturen zurechtfinden werden. Der Grand Prix von Malaysia ist kein Nacht-Rennen. Das bedeutet, dass es wohl ziemlich heiß werden dürfte. Im letzten Jahr wurde eine Asphalt-Temperatur von 59 Grad gemessen – das ist ein Höchstwert. Insgesamt darf man sich aber auf ein weiteres, spannendes, Formel 1 Rennen im Kalenderjahr 2017 freuen. Übrigens: Nachdem der Große Preis von Malaysia über die Bühne gegangen ist, stehen insgesamt noch fünf Rennen auf dem Programm. Das große Finale findet am 26. November 2017 statt.

Ricciardo: Verstappen der härteste Teamkollege

Spannende Aussage von Daniel Ricciardo: nicht etwa Vierfachweltmeister Sebastian Vettel, sondern Youngster Max Verstappen bezeichnet der Australier als den „härtesten Teamkollegen“ der Formel 1. Im Gespräch mit dem TV-Sender „Channel 4“ sieht der 28-jährige Verstappen gegenüber Vettel im Vorteil: „Ich will Seb nicht schmälern. Er ist und bleibt ein großartiger Fahrer, aber ich glaube, Max ist der härteste Teamkollege. Hoffentlich sagt er das Gleiche über mich.“ Mit der Frage wer wird Formel 1 Weltmeister 2017? haben die beiden übrigens nichts zu tun. 

Harte Bandagen im Stallduell

Diese Annahme stützt Ricciardo nicht nur auf fahrerisches Können und die Schwierigkeit, im direkten Duell zu bestehen. Vielmehr denkt er auch an die harte Gangart, die zwischen dem Niederländer und ihm an den Tag gelegt wird. Beim Großen Preis von Ungarn im August gipfelte dieser Fight sogar in einer Kollision, die Ricciardos Rennen vorzeitig beendete: „Ein Streckenposten hat mich von der Bahn gezerrt, aber mir war nicht danach, angefasst zu werden. Ich wollte darauf warten, bis Max vorbeifährt.“ Schließlich hielt sich der Australier aber zurück und schuf den Disput aus der Welt, da sich Verstappen „wie ein Mann entschuldigt hat.“

Daniel Ricciardo Red Bull Racing

Wikimedia, Morio (CC BY-SA 4.0)

Starke Bilanz

Dass Ricciardo Verstappen derart hoch einschätzt ist wenig verwunderlich, genießt der 19-jährige doch den Ruf eines Jahrhunderttalents. Um neben dem schnellen, aber bisweilen auch hitzköpfigen Holländer zu bestehen, muss Ricciardo alles in die Waagschale legen. Im vergangenen Jahr gelang ihm dies, er konnte Verstappen sowohl nach Punkte als auch im Qualifying bezwingen. Heuer hat sich das Blatt zumindest auf eine schnelle Runde gewendet, in der WM-Wertung (einsehbar in unserer Formel 1 App)  liegt allerdings erneut Ricciardo voran, der es bei nahezu jedem Rennen geschafft hat, seine Möglichkeiten zu maximieren. Verstappen hingegen musste bereits sieben, großteils unverschuldete, Ausfälle hinnehmen.

Im Duell gegen Vettel sah Ricciardo ähnlich gut aus, die einzige gemeinsame Saison 2014 konnte der Australier in seinem ersten Red Bull-Jahr gegen den Deutschen, damals amtierender Weltmeister, klar für sich entscheiden.

Niki Lauda ist sauer auf die Politik

Der Österreicher Niki Lauda wurde nicht nur durch seine Formel 1 Karriere bekannt. Der Boss von Mercedes war der ehemalige Besitzer der Fluglinie Fly Niki, die später an Air Berlin verkauft wurde. Nun will sich der 68-Jährige gemeinsam mit Thomas Cook um die insolvente Air Berlin kümmern. „Ich finde es unglaublich, dass mit Unterstützung der Politik ein Monopol geschaffen wird“, sagt er der Zeitung „Österreich“. Lauda hat weiter von einem abgekarteten Spiel gesprochen, dass die deutsche Lufthansa und die Politik treiben. In unserer Formel 1 App kannst du weitere solcher Daten lesen.

Niki Lauda Portraitbild

wikimedia, (CC BY-SA 2.0)

„Flugtickets werden teurer“

„Ausbaden müssen es die Passagiere. Flugtickets werden teurer“, so Lauda weiter. Wie der Deal zwischen der Lufthansa und Air Berlin tatsächlich weitergehen wird, ist noch nicht bekannt. Aktuell hat der dreifache Weltmeister aber ohnehin andere „Sorgen“. Es geht darum, dass man in dieser Saison mit Lewis Hamilton die Formel 1 Weltmeisterschaft gewinnt und, dass Mercedes in der Konstrukteurswertung natürlich auch Platz eins belegen wird. Laut den Wetten Formel 1 sieht es dafür garnicht so schlecht aus.

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels liegt Hamilton mit 263 Punkten auf Platz eins. Dahinter liegen Sebastian Vettel mit 235 und Valtteri Bottas mit 212 Zählern. Natürlich ist die Entscheidung noch nicht gefallen, was den Titel am Ende betrifft, aber eine Tendenz ist bereits zu erkennen.

Vettel muss liefern

Kommendes Wochenende geht der GP von Malaysia 2017 über die Bühne. Nachdem Lewis Hamilton die letzten drei Rennen in Folge gewinnen konnte, stehen auch die Formel 1 Weltmeister Wetten zu seinen Gunsten. Wenn Hamilton erneut gewinnt und Vettel es nicht schaffen sollte, dann ist der WM-Titelkampf wohl entschieden. Nach Nico Rosberg wäre dann auch in dieser Saison wieder ein Mercedes-Pilot am Ende ganz oben auf dem Podest. Vettel konnte Hamilton in dieser Saison sehr lange die Stirn bieten, aber der Brite war die letzten Rennen ganz einfach besser. Aber noch ist ja nichts entschieden…