Ferrari-Boss tritt aus der Formel 1 zurück

Nächster Paukenschlag bei Ferrari! Luca Montezemolo tretet nach 23 Jahren als Präsident der Scuderia zurück. Der 67-Jährige wird den Konzern am 13. Oktober verlassen. Zu seinem Nachfolger rückt der CEO des Mutterkonzerns Fiat Chrysler, Sergio Marchionne, auf.

Luca di Montezemolo im Gespräch mit Paolo Poli

Wikimedia, Mugello Circuit Press office (CC BY-SA 3.0)

Montezemolo wurde 1991 von Fiat-Gründer Agnelli zum Boss des italienischen Sportwagen Herstellers bestimmt, den die Agnelli-Familie zuvor von Enzo Ferrari erwarb. Unter seiner Führung fand der Konzern nach einigen Jahren der Krise zurück zu sportlichen und kommerziellen Erfolg.

Montezemolo lotse 1995 Michael Schumacher zu Ferrari. Fünf Jahre später feierten die Italiener ihren ersten Fahrerweltmeistertitel nach 21 Jahren. Die jüngste Krise bei der Scuderia Ferrari brachte das Fass nun aber zum Überlaufen. Besonders die Pleite beim Großen Preis von Italien in Monza, trug zu Montezemolos Entscheidung den Konzern zu verlassen bei.

Montezemolo selbst blickt trotz der schmerzhaften Trennung mit Ferrari in eine sichere Zukunft. Gerüchten zufolge soll er die verschuldete Fluglinie Alitalia sanieren, die nach dem Einstieg der arabischen Airline Etihad auf eine bessere Zukunft hofft.

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