Mercedes-Favoritenrolle in Melbourne

Die Testfahrten in Barcelona sind vorbei, nach insgesamt sechs Tagen ergibt sich ein gewohntes Bild: Serienweltmeister Mercedes scheint auch heuer wieder das Team zu sein, dass es zu schlagen gilt. Während Ferrari noch Probleme hat, könnte Racing Point zur großen Überraschung der Saison avancieren. Die Quoten zum F1 GP von Australien 2020 stehen übrigens schon für euch bereit.

Red Bull als erster Jäger

Für die Silberpfeile verliefen die Testfahrten einmal mehr vielversprechend. Kein Team absolvierte mehr Kilometer als die Mannschaft aus Brackley, sowohl Weltmeister Lewis Hamilton, als auch Valtteri Bottas zeigten sich mit dem Verlauf der Vorbereitungen sehr zufrieden. Auf eine Runde scheint der neue Bolide der Konkurrenz deutlich überlegen, auch im Longrun liegt man wohl mindestens 0,3 Sekunden vor Verfolger Red Bull. Einzig der Motor macht derzeit noch Sorgen, an keinem Triebwerk gab es so viele Defekte wie an jenem der Silberpfeile. Erster Verfolger des Weltmeisters dürfte nach den bisher gezeigten Leistungen Red Bull Racing sein. Das Team um Max Verstappen kann auf groß teils reibungslose Testfahrten zurückblicken, der Niederländer bezeichnete das neue Auto als „Fortschritt“ gegenüber dem Vorjahresboliden. Will der 22-jährige heuer erstmals ernsthaft um den WM-Titel mitfahren, müssen die Bullen, anders als in den vergangenen Jahren, von Beginn an konkurrenzfähig sein. Weniger optimistisch geht man bei Ferrari in den Saisonauftakt. Die neue „rote Göttin“ ist zu langsam, besonders in schnellen Kurven und auf den Geraden verliert das Traditionsteam auf die Konkurrenz. Teamchef Mattia Binotto hakte den Sieg in Australien bereits ab, bei den Roten liegt der Fokus auf der Weiterentwicklung, um schnellstmöglich auf Mercedes aufzuschließen.

Racing Point mit Sensation?

Die große Überraschung bei den Tests hieß Racing Point. Der neue „Pink Panther“, der dem Vorjahres-Mercedes sehr ähnelt, konnte konstant die Topzeiten mitgehen, in Melbourne sind Sergio Perez und Lance Stroll unter Umständen sogar für eine Sensation gut.

Im Vergleich zum Vorjahr dürfte das Feld enger zusammengerückt sein, auch Nachzügler Williams scheint einen großen Schritt Richtung Mittelfeld gemacht zu haben.