Dicke Luft bei Ferrari

Bei der Scuderia Ferrari herrscht nach dem GP von Malaysia Tristesse. Motorenprobleme bei Sebastian Vettel verbannten ihn auf den letzten Platz in der Startaufstellung, im Rennen erreichte er mit Platz vier immerhin Schadensbegrenzung. Kimi Räikkönen, ursprünglich für die erste Startreihe qualifiziert, konnte wegen einem ähnlichen Problem nicht mal am Rennen teilnehmen. Ähnliche Infos kannst du dir übrigens auch in unserer Formel 1 App ansehen.  Dort findest du viele Infos zum Thema Rennsport.

Pannenserie seit Monza

Nach dem Qualfying-Debakel beim Heimspiel in Monza und dem Startcrash in Singapur gelang es den Roten ein weiteres Mal nicht, das Potenzial des Autos auch in Ergebnisse umzumünzen. Sebastian Vettel, vor der Sommerpause noch Führender in der WM, liegt mittlerweile satte 34 Punkte hinter Mercedes-Star Lewis Hamilton, was natürlich auch die Formel 1 Quoten massiv verschoben hat. Naturgemäß ist bei der Scuderia Feuer am Dach, nach 10 Jahren soll endlich wieder die Fahrerkrone nach Maranello geholt werden. Da Vettel aber bei einem weiteren Patzer die Titelhoffnungen wohl ad acta legen müssen, erhöht Ferrari-Chef Sergio Marchionne nun den Druck.

Der Italo-Kanadier, der 2015 Luca di Montezemolo ablöste, kündigte „organisatorische Konsequenzen“ an, sollte sich sein Team weitere Fehler erlauben. Am Rande einer Verleihung im italienischen Rovoreto bedauerte Marchionne die „verpassten Chancen der vergangenen Wochen“, da Ferrari bei den Rennen in Singapur und Malaysia die Pace hatte, um jeweils Doppelsiege herauszufahren. Geworden sind es statt 86 möglicher Punkte schlussendlich nur 12.

Arrivabene vor dem Aus?

Was genau Marchionne unter den angekündigten organisatorischen Änderungen versteht, ließ er offen, wodurch viel Raum für Spekulation bleibt. Gut möglich, dass sogar Teamchef Maurizio Arrivabene um seinen Posten zittern muss. Der Italiener ist seit 2015 im Amt und war anfangs sehr beliebt bei den Ferraristi, da er frischen Wind brachte und eine erfolgreiche erste Saison hinlegte.

Nach dem enttäuschenden vergangenen Jahr stand Arrivabene vor der Saison unter Druck, nachdem die Scuderia aber einen erfolgreichen Saisonstart hinlegte verstummten die Kritiker. Da Ferrari aber aktuell Gefahr läuft, trotz dem derzeit stärksten Auto weder Fahrer- noch Konstrukteurstitel zu gewinnen, könnte es bald zu einem Umbruch kommen, was wohl auch Arrivabene seinen Posten kosten würde. Solltest du übrigens daran interessiert sein, wo man in der Formel 1 arbeiten kann, dann findest du hier unsere Auflistung der Formel 1 Jobs.