Formel 1: Aerodynamik-Revolution 2017 kommt

Die Regeln der Formel 1 sind eine unendliche Geschichte. Doch zumindest bezüglich der Aerodynamik für 2017 scheint man endgültig eine Einigung erreicht zu haben. Ironischerweise, weil man sich nicht einigen konnte. Die Formel 1 Kommission scheiterte mit ihrem Versuch, neue Vorschläge durchzubringen. Damit bleibt es bei den Änderungen, die auf Vorschlägen von McLaren basieren und bereits im März vom FIA-Weltrat verabschiedet wurden.

Autos werden breiter und tiefer

Die Autos der Saison 2017 sollen drei bis fünf Sekunden schneller werden. Hierfür wird die Aerodynamik drastisch geändert. Die Fahrzeuge werden um 20 Zentimeter breiter. Sie sind dann zwei Meter breit und erreichen die Ausmaße, welche die Boliden letztmals 1997 hatten. Heck- und Frontflügel werden ebenfalls breiter. Sie dürfen zudem tiefer angebracht werden. Das ganze Auto wird nach unten verlegt. Zudem dürften auch die Reifen breiter werden.

Wagen der FIA

Wikimedia, Morio (CC BY-SA 3.0)

Mercedes findet die Neuerungen furchtbar

Es war vor allem Mercedes, das gegen die Änderungen war und gerne beim Reglement von 2016 geblieben war. Je länger man die Regeln stabil halte, desto eher schmelze die Performance zwischen den Teams, ist beispielsweise Teamchef Toto Wolff überzeugt. Dies entspricht allerdings nicht der Wahrheit: Erst drastische Regeländerungen konnten die Siegesserien von Michael Schumacher und Ferrari sowie Sebastian Vettel und Red Bull brechen. Nun gibt es seit zwei Jahren eine Dominanz von Mercedes, die sich offenbar auch in einem dritten Jahr fortsetzt. Es scheint so, als fürchte Mercedes um seine Vormachtstellung.

Werden die Karten bei den Formel 1 Wetten dadurch neu gemischt?

Viel besser ist deshalb das Argument von Lewis Hamilton gegen die neuen Regeln: Man fahre zwar schneller, so der Brite, aber spannender würden die Rennen nicht, im Gegenteil. Das Überholen werde deutlich erschwert. Diese Kritik kam auch von einigen anderen Seiten. Entsprechend gab es in der Kommission auch Vorschläge, das Motorenreglement statt der Aerodynamik zu ändern, um für mehr Action zu sorgen. Dies lehnte Mercedes allerdings ab.