F1-Fan-Krise: Ideen von Williams und Mosley

Millionen von Fans strafen die Formel 1 mit Liebesentzug. Viele Teams können die ausufernden Kosten nur noch schwer oder gar nicht mehr stemmen. Die Rennen rechnen sich für die Veranstalter nicht mehr. Selbst der Große Preis von Deutschland kann deshalb 2015 nicht stattfinden. Die Königsklasse befindet sich in ihrer schlimmsten Krise seit den 70er Jahren. An Vorschlägen, diese zu beheben, mangelt es allerdings nicht. Zwei spannende Ansätze kommen von Max Mosley und Claire Williams.

Die Idee von Mosley

Formel 1 Grand Prix Ungarn

Wikimedia, Derzsi Elekes Andor

Der ehemalige FIA-Präsident Mosley möchte die Entwicklung über die Fahrzeuge praktisch wieder vollständig freigeben. Die Teams sollen im Prinzip alles dürfen. Im Gegenzug müssen die Mannschaften allerdings einer Budgetdeckelung zustimmen, in deren Grenzen es sich zu bewegen gilt. Dieser Vorschlag wird oft gemacht und hat einen gewissen Charme. Allerdings verkennt er zwei Probleme: Die großen Teams wollen zum einen keinen Deckel. Zum anderen sind die Entwicklungskosten längst nicht mehr das Problem. Der Kostenfresser sind die Logistikausgaben. Viele Fans würden sich allerdings fraglos freuen, wenn die Entwicklungen wieder freigegeben würde.

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Die Idee von Williams

Claire Williams wählt als Teamchefin des gleichnamigen Rennstalls (nach ihrem Vater Frank) einen anderen Ansatz. Man müsse die Fans fragen, was diese wollten, fordert die Managerin. Zudem sei es wichtig, die Europarennen im Kalender zu behalten. Darüber hinaus seien die Startzeiten nicht optimal: Ein Rennbeginn um 14 Uhr mache den ganzen Sonntag kaputt, den viele Zuschauer lieber mit ihrer Familie verbringen würden. Man solle deshalb auf 16 oder 17 Uhr gehen. Zumindest der letztere Punkt klingt so, als ließe er sich einfach umsetzen.