Hamilton: Rosberg soll nicht siegen

Es ist ein Satz, den man von allen Formel 1 Fahrern so oft gehört hat, dass er fast wie ein Mantra klingt: Wenn man selbst nicht gewinnen könne, dann solle dies der Teamkollege tun. Schließlich sei dies dann das Beste für den eigenen Rennstall. Wie viel Wahrheit in diesem Satz steckt – oder besser: wie wenig – dafür lieferte jüngst Weltmeister Lewis Hamilton ein beeindruckendes Zeugnis. In der „Graham Norton Show“ wurde der Mercedes-Pilot gefragt, ob er denn tatsächlich so empfinde. Der Engländer antwortete bemerkenswert.

Hamiltons Antwort

Erst versuchte der Champions auszuweichen, indem er erklärte, „dies ist eine echt schwierige Frage“. Dann gestand er ein, dass man vom Team gezwungen werde, den Satz über den siegreichen Teamkollegen zu sagen. Er empfinde aber eigentlich nicht so. Wenn er es nicht schaffe zu siegen, dann so Hamilton weiter, sollte „auch eher nicht“ der Teamkollege – sprich Nico Rosberg – gewinnen dürfen.

Lewis Hamilton verbremst sich

Abb.1: Wikimedia, Morio (CC BY-SA 4.0)

Hamilton außer Form und mit zweifelhafter Entscheidung

Dumm für den Briten ist nur, dass Rosberg derzeit genau das tut, was ihm Hamilton vergönnt: Siegen. Der Deutsche gewann drei der letzten vier Läufe und ist in der WM mit einem Rückstand von nur noch zehn Punkten jetzt wieder auch Tuchfühlung.

Wirf einen Blick auf das nächste Rennen, den Grand Prix von Ungarn in Budapest 2015

Und Hamilton trifft derzeit einige Entscheidungen, die doch zweifelhaft sind und fatal daran erinnern, was der Engländer nach dem Gewinn seines ersten Titels falsch gemacht hatte. Eigentlich wollte Mercedes den Briten zu Testfahrten nach Spielberg schicken, doch Hamilton lehnte ab und entschied sich dafür lieber Freizeit haben. Nun testet Rosberg.