Langsam aber sicher wird es für die Formel 1 Teams ernst. In Bahrain stehen die finalen Testfahrten an, ehe es am 19. März beim Qualifying in der Wüste erstmals um die Wurst geht. Bei vielen Fans und Experten steht McLaren auf der Favoritenliste weit oben. Die orangen Boliden machten bisher einen starken Eindruck. In Woking setzt man aber auf Understatement.
Außenseiterrolle trotz starkem Test

David Merrett from Daventry, England, CC BY 2.0 , via Wikimedia Commons
Besonders am ersten Testtag in Barcelona machte McLaren auf sich aufmerksam. Lando Norris führte die Zeitentabelle an. Zudem merkten viele Beobachter an der Strecke die hervorragende Balance des neuen MCL36 an. Besonders in schnellen Kurven hinterließ kein Auto einen dermaßen starken Eindruck. Beim siebenfachen Konstrukteursweltmeister will man von einer möglichen Favoritenrolle allerdings nicht wissen. So stapelte Norris schon in Barcelona trotz Bestzeit tief. In seiner Hackordnung seien Mercedes und Ferrari vorneweg und auch Red Bull sei höher als McLaren einzuschätzen. In Woking geht man davon aus, dass die Konkurrenz noch längst nicht alles gezeigt hat. Bis zum ersten Formel 1 Rennen 2022 haben zudem alle Teams noch einige Updates angekündigt.
Mercedes und Red Bull wieder vorne?

Wikimedia, Richard Paquet (CC BY-SA 2.0)
Die Topteams der letzten Saison haben sich bislang eher zurückgehalten. Erst am finalen Barcelona-Tag packte Mercedes den Hammer aus und fuhr eine Doppelbestzeit. Nach anfänglichen Problemen scheint der W13 wieder ein Volltreffer zu sein. Auch Red Bull hielt sich zurück und nahm nicht an der Zeitenjagd teil. Weltmeister Max Verstappen zeigte sich aber ebenfalls zufrieden – ein Zeichen dafür, dass die Richtung bei den Bullen stimmt. Einen ganz starken Eindruck macht bislang Ferrari. Charles Leclerc und Carlos Sainz konnten ihren neuen Boliden scheinbar mühelos am Limit bewegen und waren an allen drei Testtagen schnell. Bahrain war in der Vergangenheit ein gutes Pflaster für Ferrari und könnte weiter Aufschluss über die tatsächliche Form der roten Renner geben. Auch in der Gunst der Formel 1 Buchmacher steigt Ferrari angesichts der bisherigen Test-Vorstellung stetig.

Heiß wird die Nachfolge von Mazepin diskutiert. Klar ist bereits, dass den Test in Bahrain Pietro Fittipaldi fahren wird. Der Brasilianer bestritt bereits zwei Formel 1 Rennen für Haas. Ein Fixcockpit für den Enkel von Ex-Weltmeister Emerson gilt aber als unwahrscheinlich. Teamchef Guenther Steiner soll eine erfahrenere Lösung bevorzugen. Zu den Topkandidaten zählen demnach Kevin Magnussen und Nico Hülkenberg. Der Däne war von 2017 bis 2020 bereits Teil des Teams und bräuchte wahrscheinlich keine lange Eingewöhnungszeit. Für Hülkenberg spricht ebenfalls die Routine von zehn Formel Eins Jahren. Entscheidet man sich für eine jüngere Lösung, wäre Antonio Giovinazzi ein heißer Kandidat. Der Italiener bekam heuer bei Alfa Romeo kein Cockpit mehr, würde aber ins Anforderungsprofil von Haas passen. Die 




