Mercedes wieder Favorit?

Die ersten Testtage der neue Saison sind Geschichte! Obwohl die gefahrenen Zeiten traditionell noch nicht repräsentativ sind, zeichnet sich bereits ein Kräftevehältnis ab. Beobachter gehen davon aus, dass Mercedes erneut einen extrem schnellen Boliden gebaut hat. Die Silberpfeile sind auch beim Blick auf die Formel 1 Quoten in der Favoritenrolle.

Doppelbestzeit zum Abschluss

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Morio, CC BY-SA 4.0 , via Wikimedia Commons

Nachdem man sich der Konstrukteursweltmeister an den ersten beiden Testtagen zurückgehalten hatte, holte man zum Abschluss den Hammer raus. Lewis Hamilton holte sich die Wochenbestzeit, ganz knapp gefolgt von seinem Teamkollegen George Russell. Bei der Konkurrenz schrillen die Alarmglocken bereits. McLaren-Pilot Lando Norris bezeichnete die Silberpfeile schon als Topfavorit. Auch die Experten Jolyon Palmer und Alexander Wurz sehen das Team um Rekordweltmeister Lewis Hamilton in einer sehr guten Position. Klar ist, dass noch keines der zehn Teams die Karten aufgedeckt hat. Einen starken Eindruck hinterließ aber auch Ferrari. Die Scuderia hatte keine technischen Probleme und drehte die meisten Runden am Circuit de Barcelona-Catalunya. Besonders in schnellen Kurven beeindruckte die neue „rote Göttin“ zudem mit ihrem Fahrverhalten. In Maranello stapelt man allerdings tief – zu oft überzeugte man in den letzten Jahren bei den Tests, nur um dann beim ersten Saisonrennen zu enttäuschen.

max verstappen auto

Jake Archibald from London, England, CC BY 2.0 , via Wikimedia Commons

Noch nicht ganz schlau wurde man aus Red Bull Racing. Der Rennstall von Titelverteidiger Max Verstappen hielt sich auffallend zurück, holte am letzten Tag aber immerhin die Plätze drei und vier. Es ist davon auszugehen, dass die Bullen auch heuer wieder bei der Musik sind. Ob es gleich in Bahrain für ganz vorne reicht, wird sich zeigen. Das vierte Topteam im Bunde könnte McLaren sein. Die Briten starteten bärenstark in die Tests und machten für viele Beobachter anfangs den stärksten Eindruck. Während dies für eine Runde weiterhin gelten könnte, scheinen die orangefarbenen Boliden im Renntrim schwächer zu sein.

Mittelfeld völlig offen

Während bei den Experten weitestgehend Einigkeit darüber herrscht, dass die vier großen Teams auch heuer vorne zu finden sind, scheint dahinter alles offen. Alpine hatte das ein oder andere Problem und nahm nicht an der Zeitenjagd teil. Einen soliden Eindruck machten Aston Martin und Williams – ob die Autos auch schnell sind, wird sich erst zeigen. Klar ist bereits, dass Alfa Romeo Probleme hat. Das Schweizer Team kämpft mit der Zuverlässigkeit.