Erste Bestzeit an Leclerc

Die Formel 1 ist endgültig zurück! Mit den Testfahrten in Barcelona begann heute die heiße Phase der Vorbereitung. Die Zeit von Showcars ist vorbei, nun präsentieren endlich alle Teams ihren echten Boliden für die neue Saison. Besonders zufrieden dürfte man mit dem Auftakt im Ferrari-Lager sein: Charles Leclerc markierte die erste Bestzeit des Jahres 2022. Die Ergebnisse der Tests haben natürlich auf Einfluss auf die Formel 1 Quoten.

Neue Boliden überraschend standfest

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Gil Zetbase, CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>, via Wikimedia Commons

Mit einer Zeit von 1:20.165 markierte Leclerc den schnellsten Umlauf am ersten Test-Vormittag. Der Monegasse absolvierte die Bestzeit auf den weichen C3-Reifen von Pirelli. Aussagekräftig ist dies freilich noch nicht. Wie üblich geht es für die Teams zu Beginn vorrangig darum, viele Kilometer zu sammeln. Auch das gelang Ferrari allerdings auf Anhieb gut. Satte 80 Runden absolvierte Leclerc – nur Weltmeister Max Verstappen im Red Bull kam auf die gleiche Bilanz. In der Zeitenjagd hielt sich der Champion noch zurück und reihte sich auf Rang sechs ein. Auffällig: die weichen Reifen wurden bei den Bullen bisher nicht verwendet.

Einen starken ersten Eindruck hinterließ auch McLaren. Lando Norris drehte zwar „nur“ 50 Runden, sicherte sich aber die zweitschnellste Zeit. Auch Mercedes scheint bei der Musik zu sein. Neuzugang George Russell wurde mit 77 Runden Dritter der Zeitentabelle. Einen soliden Auftakt legten auch Sebastian Vettel im Aston Martin und Yuki Tsunoda im AlphaTauri hin.

Alfa Romeo enttäuscht

Grand Prix Barcelona Strecke

Wikimedia, Mutari (CC BY 2.0)

Nicht nach Wunsch verliefen die ersten Testkilometer für Alfa Romeo. Das Team um Neo-Pilot Valtteri Bottas hatte mit technischen Problemen zu kämpfen. Lange stand der Bolide in der Garage, ehe es kurz vor Schluss doch noch zur Premierenausfahrt kam. Insgesamt kam Testfahrer Robert Kubica aber lediglich auf neun Umläufe – deutlich weniger als die Konkurrenz. Keinen besonders starken Eindruck hinterließen zum Auftakt auch Haas und Alpine. Nikita Mazepin kam nur auf 20 Runden und die neuntschnellste Zeit. Fernando Alonso belegte mit zwei Sekunden Rückstand Rang sieben. Dazwischen reihte sich Williams-Pilot Nicholas Latifi ein.