Red Bull ab 2016 nicht mehr mit Renault

Der Grand Prix von Italien in Monza zeigte Red Bull einmal mehr, von welch mieser Qualität die Renault-Turbomotoren sind. Der Lauf endete für das Team, das mit Sebastian Vettel vier Titel in Folge gewinnen konnte, wegen der Aggregate in einem Fiasko. Lange wird man mit diesem Problem aber nicht mehr leben müssen. Mehrere Medien berichten übereinstimmend, dass die Trennung der Ehe Red Bull – Renault zum Ende dieses Jahres beschlossene Sache ist. Nur: Wer beerbt Renault?

Infiniti: Red Bull sitzt in der Verhandlungsfalle für Mercedes

Ferrari Formel 1 Motor

Abb.1: Wikimedia, Morio (CC BY-SA 3.0)

Eigentlich würde man gerne bei Red Bull in der kommenden Saison mit Mercedes-Motoren fahren. Der deutsche Hersteller, der die Power-Einheiten in England fertigt, wäre wohl auch bereit dazu, mit Red Bull entsprechend zusammenzuarbeiten. Allerdings könnte Red Bull der Titel-Sponsor „Infiniti“ einen Strich durch die Rechnung machen. Dieser ist eine Marke von Renault-Nissan. Und dort hat man eigentlich wenig Lust darauf, Mercedes künftig ebenfalls im Namen des Red Bull Teams zu akzeptieren.

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Ferrari als Alternative?

Irgendwer muss allerdings die Motoren liefern. Deshalb verhandelt Red Bull bereits mit Ferrari als Alternative. Die Scuderia hat allerdings herzlich wenig Neigung dazu, ein Deal nur für ein Jahr abzuwickeln. Stattdessen strebt man eine langfristige Zusammenarbeit mit Red Bull an, schon um diese für Mercedes unmöglich zu machen. Die Silberpfeile verhandeln nämlich auch mit Manor darüber, ob sie künftig Motoren liefern sollen. Unter Umständen würde Mercedes 2016 dann gleich sechs Teams versorgen – und hätte fast automatisch einen gewaltigen Entwicklungsvorsprung vor Ferrari, einfach weil die Motoren so viel mehr Daten durch die zwölf Fahrzeuge auf der Strecke sammeln.