Renault will Aufwärtstrend fortsetzen

Nach der enttäuschenden Saison 2016, wo Renault mit lediglich acht Punkten nur Platz neun in der Konstrukteursmeisterschaft belegte, sah es zu Beginn dieses Jahres nicht viel besser aus für die Franzosen. Durch kontinuierliche Weiterentwicklung gelang es aber mittlerweile, die Vorherrschaft im Mittelfeld hinter den drei großen Teams zu erringen. Das sehen auch die Formel 1 Buchmacher ähnlich. In jedem Rennen sind die Gelben absolute Punkte-Kandidaten, besonders ein Unterboden-Upgrade beim Großbritannien-GP sorgte für einen großen Schritt vorwärts.

Red Bull Renault Kooperation

Wikimedia, Morio (CC BY-SA 2.0)

Platz fünf als Ziel

Angesichts dieser Verbesserungen definiert Renault seine Ziele neue: durch das starke Paket sollen in der Konstrukteurswertung die aktuell besser platzierten Toro Rosso, Williams und Haas noch eingeholt werden, was in der Endabrechnung Platz fünf ergeben würde. Ein durchaus ambitioniertes, aber realistisches Ziel, da Nico Hülkenbergs sechster Platz in Spa-Francorchamps bewiesen hat, dass Renault auch auf Powerstrecken immer besser wird.

Obwohl die Stärken des Boliden auf Strecken, wo viel Abtrieb wichtig ist, nach wie vor mehr zur Geltung kommen, rechnen sich die Franzosen auch beim kommenden Grand Prix im italienischen Monza Chancen aus. Besonders Teamchef Alan Permane sieht seine Mannschaft mittlerweile für jeden Streckentyp gerüstet, während sich Hülkenberg im Bezug auf das nächste Rennen etwas zurückhaltender gibt und von einem „schwierigen Wochenende“ spricht.

Steigerungsbedarf bei Palmer

Im Kampf um WM-Platz fünf wird auch Teamkollege Jolyon Palmer eine wichtige Rolle spielen. Der Brite blickt bislang auf eine Saison voller Pleiten, Pech und Pannen zurück. Im Gegensatz zu Hülkenberg, der bereits 34 Zähler einfahren konnte, steht Palmer noch immer mit leeren Händen da. Zuletzt in Belgien zeigte sich der Sohn von Ex-Formel-1-Pilot Jonathan Palmer stark verbessert, ein Getriebeproblem im Qualifying und die damit verbundene Strafe ruinierte aber sein Wochenende und auch seine Formel 1 Quoten.

Bei Renault gibt man sich zuversichtlich, dass der 26-jährige diesen Aufwärtstrend bestätigen kann und in Monza endlich die ersten Punkten der Saison einfährt, denn auf Dauer werden beide Fahrer punkten müssen, um das ausgegebene Ziel zu erreichen.