Sauber will mit Alfa Romeo angreifen

Nach der Bekanntgabe der Partnerschaft mit Alfa Romeo steht Sauber 2018 unter besonderer Beobachtung. Die Schweizer wollen nach Jahren der Erfolglosigkeit in der kommenden Saison an bessere Tage anknüpfen und erhoffen sich vom Deal mit den Italienern einen Aufschwung. Bei den Formel 1 Weltmeister Quoten wird das Team aber wohl nicht in der obersten Liga mitspielen.

Teamchef Vasseur optimistisch

Die italienische Traditionsmarke wird Sauber nicht nur als Namenspartner dienen, sondern auch auf technischer Seite unterstützen. Teamchef Frederic Vasseur zeigt sich im Gespräch mit dem Schweizer „Blick“ zuversichtlich, dann auf seinen Rennstall eine erfolgreiche Zukunft zukommt. „Wir haben viel Energie in die Partnerschaft mit Alfa Romeo gesteckt. Seit der BMW-Zeit ist es das erste Mal, dass das Team solche Möglichkeiten hat.“ Der bayrische Hersteller war von 2006-2009 Partner der Schweizer, in diesem Zeitraum gelangen dem Team auch die größten Erfolge. 2007 belegte man in der Konstrukteurswertung Platz zwei, 2008 folgte durch Robert Kubica, der mittlerweile einen Formel 1 Job als Ersatzfahrer hat, in Montreal der bis heute einzige GP-Sieg.

Obwohl sich der von Peter Sauber gegründete Rennstall laut Vasseur in einer Aufbruchstimmung befindet, gibt sich der Franzose für die kommende Saison zurückhaltend: „Wir werden uns steigern, aber man darf nicht vergessen, dass es sich um ein Langzeitprojekt handelt. Unser Ziel ist es, heuer im Mittelfeld mitzukämpfen.“ Ein erster Schritt wurde mit der Verpflichtung von Ferrari-Junior Charles Leclerc getätigt, der Monegasse gilt als großes Talent. Weiters plant das Team eine Vergrößerung der Fabrik in Hinwil. Aktuell beschäftigt Sauber 420 Mitarbeiter, mindestens 50 neue sollen dazu stoßen. Ab 2019 will der Rennstall gemeinsam mit Alfa Romeo außerdem eine eigene Nachwuchsakademie ins Leben rufen, in der im Idealfall auch Junioren aus der Schweiz zum Zug kommen.

Neues Auto kommt pünktlich

Mit den Planungen für das neue Auto liegt Sauber laut Vasseur voll im Zeitplan. Der „C37“, wie seine Vorgänger nach Peter Saubers Frau Christiane benannt, soll pünktlich zum Testauftakt in Barcelona Ende Februar fertig sein. Bereits präsentiert wurde die Lackierung des neuen Boliden: ganz in Alfa-Tradition ist sie in rot und weiß gehalten.