Viel Ärger über die Regie beim Großen Preis von Japan

Mercedes feierte beim Großen Preis von Japan einen Doppelsieg: Lewis Hamilton gewann vor Nico Rosberg. Im Bild waren die beiden Silberpfeile während des Rennens allerdings so gut wie nie. Insbesondere im Fall von Rosberg war dies überraschend – schließlich lieferte sich der Deutsche mit Sebastian Vettel über viele Runden einen spannenden Kampf. Stattdessen bekamen die TV-Zuschauer Duelle im Mittelfeld sowie auf den hinteren Plätzen zu sehen.

Viel Ärger über die TV-Regie

Hamilton Rosberg Teamduell

Wikimedia, Morio (CC BY-SA 3.0)

In den sozialen Netzwerken brodelte es schon während des Rennens über die TV-Regie. Viele Fans schrieben beispielsweise, dass natürlich schön sei, dass man auch mal andere Fahrzeuge sehe – dass die besten Autos, die das Feld anführten, jedoch konsequent ignoriert würden, sei einfach Mist (tatsächlich gebrauchten viele Fans doch deutlich intensivere Worte). Ähnlich sahen es viele Kommentatoren rund um den Globus, die schon fast höhnisch kommentierten, dass man die Mercedes immerhin dann sehe, wenn diese die Fahrzeuge überrundeten, die gerade eigentlich gezeigt würden.

Bestraft Ecclestone Mercedes?

Was aber sollte diese merkwürdige Regie? Das Kommentatorenteam des deutschen Sky gab eine Interpretation, die vermutlich sehr nahe an die Wahrheit kommt: Die Bilder werden von einer speziellen Firma für das weltweite TV angefertigt, die direkt Bernie Ecclestone untersteht. Und jener wollte, so die Vermutung des deutschen Sky, Mercedes dafür bestrafen, dass es Red Bull keine Motoren liefert.

Ecclestone hatte sich selbst sehr stark für diesen Deal eingesetzt. Tatsächlich waren die beiden Red Bull, die lange Zeit auf den Plätzen 14 und 15 fuhren, überaus häufig zu sehen. Es wird viel über die Krise der Formel gesprochen – eine solche TV-Regie verschlimmert sie dramatisch. Bleibt nur zu hoffen, dass beim Großen Preis von Russland 2015 bessere Bilder geliefert werden.