Vettel bekommt keine weitere Strafe

Sebastian Vettel hat beim GP von Aserbaidschan 2017 für einen handfesten Skandal gesorgt. Der Deutsche hat den Briten Lewis Hamilton absichtlich gerammt und dafür während des Rennens bereits eine zehn-Sekunden-Strafe bekommen. Die FIA hat nun aber entschieden, dass der Weltranglisten-Führende keine weitere Strafe bekommt.

Stattdessen gibt es eine öffentliche Entschuldigung und er muss in der Nachwuchsarbeit tätig werden. Wäre der 30-Jährige tatsächlich etwa für ein Rennen gesperrt worden, hätte das die Formel 1 Weltmeister Quoten gehörig durcheinander gebracht. Vettel hat im Moment Respektabstand vor Lewis Hamilton.

Sebastian Vettel im Ferrari

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Todt meldet sich zu Wort

In Paris hat sich Sebastian Vettel mit seinem Teamchef und dem FIA-Chef Jean Todt getroffen und die Beweislage sondiert. Jean Todt sagte im Anschluss: „Sport auf höchstem Niveau findet in einer erbitterten Umwelt statt, in der Emotionen überkochen können. Dennoch müssen Top-Sportler in der Lage sein, mit diesem Druck ruhig umzugehen und sich so zu verhalten, dass es nicht nur den Regeln entspricht, sondern dass es ihrem gehobenen Status entspricht. Sportler müssen sich bewusst sein, welchen Einfluss ihr Verhalten auf die Menschen haben kann, die zu ihnen aufsehen. Sie sind Helden und Idole für Millionen von Fans in der ganzen Welt und müssen sich entsprechend benehmen.“

Mehrmals auffällig geworden

Es ist nicht das erste Mal, dass Sebastian Vettel mit unangenehmen Aktionen auffällt. Beim Grand Prix von Mexiko 2016 hat er den Formel 1 Rennleiter, Charly Whiting, am Funk beschimpft. Auch Lewis Hamilton hat sich natürlich nach dem Vorfall beim Grand Prix von Europa zu Wort gemeldet. „Man muss sich nur mal anschauen, wie er im vergangenen Jahr manchmal agiert und wie er im Funk gesprochen hat“, so der Brite gegenüber Medienvertretern. Der nächste Grand Prix findet am kommenden Wochenende im österreichischen Spielberg statt. Die Wettquoten Formel 1 sprechen eine deutliche Sprache und sehen Hamilton klar im Vorteil. Wer sich dann am Ende aber durchsetzen wird, ist natürlich noch nicht zu beantworten.