Arne Steinkellner

Arne Steinkellner

Über den Autor

Die Formel 1 begleitet mich bereits seit meiner Kindheit, in der ich jeden Sonntag nach dem Essen vor dem Fernseher verbringen durfte. Was gibt es schöneres als einen Start bei einem F1-Grand-Prix? Nicht wirklich viel :) Rennen live vor Ort zu verfolgen gehört zu meinen großen Hobbys, vor allem die Grand Prixs in Europa zählen zu meinen Lieblingen. Für alle F1 Fans berichte ich über die Königsklasse des Motorsports in Bezug auf Sportwetten und Quoten.

Aktuelle Artikel

Die schlimmsten Unfälle in der Geschichte der Formel 1

Böse Unfälle gab es in der F1 schon viele

Wikimedia, Morio (CC BY-SA 3.0)
In der Formel 1 kommt es immer wieder zu bösen Unfällen

Am Vergangenen Wochenende kam es beim Großen Preis von Kanada zu einem schweren Unfall zwischen Sergio Perez und Felipe Massa. In der letzten Runde versuchte der Brasilianer an seinem mexikanischen Konkurrenten vorbeizuziehen. Das Manöver missglückte und für beide Fahrer war das  Rennen vorzeitig beendet. Glücklicher Weise blieben beide Piloten unverletzt. Das war in der Geschichte der Formel 1 nicht immer so. Zeit einen Blick in die Vergangenheit zu werfen.

Video zum Crash zwischen Massa und Perez

Es ist eine Tatsache, die kein Fan gerne zugibt: Ein Teil der Faszination Formel 1 geht nicht von der Geschwindigkeit und den Duellen Rad an Rad, sondern von der Tatsache, dass es immer zu Crashs mit teilweise fatalen Folgen kommt, aus. Formel 1 Piloten sind moderne Gladiatoren, die zum Vergnügen der Zuschauer ihr Leben riskieren. Eben dies gilt aber auch für die unzähligen Helfer und sogar die Fans an der Strecke, wie ein Rückblick auf die schlimmsten Unfälle der Formel 1 Geschichte zeigt.

Monza 1961: 16 Todesopfer und 60 Verletzte

Den größten Blutzoll forderte die Formel 1 bislang am 10. September 1961 in Monza: Graf Berghe von Trips starb bei diesem Rennen: Er versuchte, mit seinem Ferrari den Lotus von Jim Clark zu überholen. Dabei kam es zur Kollision. Trips verlor die Kontrolle über sein Fahrzeug: Der Wagen raste mit mehr als 200 Stundenkilometern eine Böschung herauf und knallte dann gegen einen Fangzaun direkt vor einer Zuschauertribüne. Trips verlor genau die 15 Zuschauer sein Leben. 60 weitere Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Das Rennen wurde weiter gefahren: Phil Hill siegte.

Grand Prix von Monte Carlo 1994

1994 war ein schwarzes Jahr für die Formel 1: Es begann in Monte Carlo: Im Training prallte Karl Wendliger, der damals für Sauber Mercedes fuhr, mit seinem Fahrzeug am Ende des Tunnels seitlich gegen eine Absperrung. Das Auto drehte sich bei einem Tempo von 170 Stundenkilometern. Es rutschte fast 100 Meter weit auf dem Kopf quer über den Kurs. Damals waren die Seiten des Cockpits noch nicht derart hoch gezogen, wie es heute der Fall ist. Wendliger erlitt extrem schwere Kopfverletzungen, die ihn über Tage in akute Lebensgefahr brachten.

Das Rennen am Nürburgring 1976

Im August 1976 wurde Niki Lauda Opfer der grausamen Seite seines Sports. Bei einem Unfall verlor der Österreicher seinen Helm. Sein Bolide begann zu brennen. Lauda war für 40 Sekunden in der Feuerhölle gefangen und erlitt schwerste Verletzungen. Dies machte ihn aber nur noch süchtiger nach der Formel 1: Er wagte das Comeback und konnte sogar wieder Weltmeister werden. Heute bezeichnet der den Unfall als „mein kleines Grillfest in Deutschland“. Hier noch das Video zum Horror-Crash von Niki Lauda, den er zum Glück überlebte.

Das Rennwochenende rund um den GP Imola 1994

Das gesamte Rennwochenende von Imola war ein einziges Desaster: Schon während des Samstagstrainings flog Roland Ratzenberger sein Heckflügel weg. Der Weg flog mit 300 Stundenkilometern in eine Mauer. Ratzenberger war sofort tot. Einen Tag später kollidierten im Rennen JJ Lehto und Pedro Lamy so schwer, dass Zuschauer von umherfliegenden Reifen schwer verletzt wurden. Nach dem Neustart brach die Lenksäule im Williams von Ayrton Senna. Der Brasilianer, der nach Ratzenbergers Unfall eigentlich nicht einmal an den Start gehen wollte, krachte mit 240 Stundenkilometern ungebremst in eine Wand und erlag seinen Verletzungen.

Daniel Ricciardo gewinnt Großen Preis von Kanada

Die Formel 1 hat ein neues Siegerlächeln. Daniel Ricciardo entzaubert die Silberpfeile und feiert beim Grand Prix von Kanada seinen ersten Triumph in der Königsklasse des Rennsports. Auf Rang zwei verweist der Australier Nico Rosberg, Dritter wird sein Teamkollege Sebastian Vettel.

Ablauf des Großen Preis von Kanada in Montreal

Danny Ricciardo gewinnt seinen ersten Grand Prix in Kanada

Abb1: Wikimedia, Lutz H. (CC BY-SA 2.0)

Wenig überraschend machten zu Beginn des Rennens die beiden Mercedes Piloten das Tempo. Aus der ersten Reihe gestartet, fuhren sich Lewis Hamilton und Nico Rosberg binnen weniger Runden einen komfortablen Vorsprung heraus. In der Mitte des Großen Preises von Kanada dann jedoch der Schock für die Silberpfeile. Bei beiden Mercedes-Boliden versagt das ERS-System. Von diesem Zeitpunkt an müssen die Piloten mit 150 PS weniger auskommen, was sich besonders auf den geraden auswirkt. Teilweise verloren die Silberpfeile so 4 Sekunden pro Runde wodurch das Feld immer näher rückte. Noch bittere erwischte es Hamilton. Der Brite musste nach einem Bremsdefekt den Wagen in der Box abstellen. Es war der zweite Ausfall eines Mercedes in dieser Saison, abermals erwischte es Hamilton.

An der Spitze kämpfte nun Nico Rosberg mit letztem Einsatz gegen Quartett Sergio Perez, Daniel Ricciardo, Sebastian Vettel und Felipe Massa. Lange Zeit biss sich der Mexikaner am Silberpfeil Piloten die Zähne aus, ehe der Fahrer von Force India selbst mit Problemen kämpfen musste. Er musste Ricciardo vorbeiziehen lassen.

Ricciardo siegt, Unfall endet glimpflich

Der Australier dem kurz zuvor noch geraten worden war seinen Wagen zu schonen um sicher ins Ziel zu kommen, riskierte nun alles und wurde belohnt. Zwei Runden vor der Zielflagge glückte dem 24-Jährigen die entscheidende Attacke als er Rosberg mit deutlich mehr Speed locker auf der Geraden überholen konnte.

Überschattet wurde der Atemberaubende Fight um den Sieg von einer üblen Kollision in der letzten Runde als Massa bei einem Überholmanöver mit Sergio Perez zusammenkrachte. Beide Fahrer blieben zum Glück unverletzt.

Hier das offizielle Endergebnis des Grand Prix von Kanada / Montreal

Endresultat des Großen Preis von Kanada

Pos.LandFahrerTeamZeit/Rückst.
1AUSRicciardo, DanielRed Bull Racing
2DEURosberg, NicoMercedes4,2
3DEUVettel, SebastianRed Bull Racing5,2
4GBRButton, JensonMcLaren11,7
5DEUHulkenberg, NicoForce India12,8
6ESPAlonso, FernandoFerrari14,8
7FINBottas, ValtteriWilliams23,5
8FRAVergne, Jean EricToro Rosso28
9DNKMagnussen, KevinMcLaren29,2
10FINRaikkonen, KimiFerrari53,6
11MEXPerez, SergioForce India1 Runde
12BRAMassa, FelipeWilliams1 Runde
13DEUSutil, AdrianSauber1 Runde
14MEXGutierrez, EstebanSauber6 Runde

Abb 2. Wikimedia, Odor (CC BY-SA 3.0)

Kanada Grand Prix: Ferrari glaubt an die eigene Stärke

Bislang lief die Formel 1 Saison für Ferrari extrem schlecht. Vom selbstgesetzten Ziel, die beiden Weltmeisterschaften gewinnen zu können, ist die Scuderia meilenweit entfernt. Hinter vorgehaltener Hand räumt man bereits ein, dass die Titel in diesem Jahr an niemand anderen als an Mercedes gehen können. Abschreiben möchte man die Saison aber trotzdem noch nicht, sondern beweisen, dass man in der Lage ist, durch harte Arbeit doch noch zu Erfolgserlebnissen zu kommen. Den Anfang soll der Lauf in Kanada machen – eigentlich eine Lieblingsstrecke von den Italiern. Der letzte Sieger für die Scuderia hieß allerdings Michael Schumacher. Dieser gewann im Jahr 2004.

Ferrari bringt einige Neuerungen mit

In der Rennpause zwischen Monaco und Kanada hat Ferrari hart gearbeitet und wird zahlreiche Updates mit an die Strecke nach Nordamerika bringen. Diese betreffen sowohl den Motor als auch das Chassis des Fahrzeuges. Die Neuerungen wurden im Simulator getestet und erwiesen sich zumindest dort als große Hilfe. Man erwarte, dass das Fahrzeug in allen Bereichen besser werde und überall einen großen Schritt mache, heißt es offiziell vom italienischen Rennstall. Fernando Alonso schwärmt vor allem von den Verbesserungen am Chassis: Man habe das Fahrzeug in der Aerodynamik verbessern können. Im Simulator habe man zudem fleißig daran gearbeitet, auch das Set-Up zu verbessern.

Die Topquoten sowie eine Vorschau zum Grand Prix Kanada

Raikkönen beim GP Kanada unter Druck

Kimi Raikkonen muss seine Qualität unter Beweis stellen

Wikimedia, Vtornet (CC BY-SA 3.0)

Alonso kann das Rennen in Kanada wesentlich entspannter angehen als sein finnischer Teamkollege: Der Spanier stand in Shanghai immerhin schon einmal auf dem Treppchen und hinterließ in einigen weiteren Läufen einen so starken Eindruck, dass man zu der Überzeugung kommen konnte, dass es nicht der einzige Besuch für Alonso bei der Siegerehrung in diesem Jahr bleiben muss.

Raikkönen erlebt hingegen bisher ein sehr schlechtes Jahr. In der Fahrerwertung ist er Zwölfter. Während Alonso um die vorderen Plätze kämpft, muss Raikkönen regelmäßig um die Punkte bangen. Zudem hatte er in diesem Jahr auch schon ausgesprochen großes Pech und wurde durch die Unfälle anderer Piloten ohne eigene Schuld nach hinten geschleudert. „Am Ende passt es einfach nicht zusammen“, resümiert der Finne deshalb durchaus zutreffend. Trotzdem gilt: Der 34-Jährige muss langsam mehr zeigen, sonst wird schon bald über seinen Kopf diskutiert werden.

Wirbel um Red Bull vor GP Kanada: Was hat es mit dem Geheimtest auf sich?

Christian Horner und Red Bull sollen unerlaubte Tests durchgeführt haben

Wikimedia, Victor Fraile (CC BY 2.0), Red Bull Teamchef Christian Horner

Kurz vor dem Start des Großen Preis von Kanada gibt es Wirbel um das Weltmeister-Team: Red Bull hat angeblich einen unerlaubten Geheimtest mit Motorenpartner Renault absolviert: Allerdings fand dieser nicht erst jetzt, sondern bereits vor der Saison statt. Der Vorwurf lautet, dass Red Bull den Motor im Zusammenspiel mit dem Fahrzeug auf einer „Rolling Road“ insgesamt sechs Tage lange getestet und optimiert haben soll.

Was ist eine „Rolling Road“?

Eine „Rolling Road“ erinnert an ein übermäßig großes Laufband, das eine gesamte Halle einnimmt. Tatsächlich ist das Konzept das Gleiche: Das Band wird auf einen bestimmten Speed eingestellt: Der Motor läuft so stark, dass sich das Auto faktisch gar nicht bewegt. Derartige Tests sind sehr beliebt in der Formel 1, weil sie per Definition keine Regel brechen: In diesen steht nämlich, dass man das Fahrzeug außerhalb der erlaubten Testzeiträume nicht bewegen darf. Eben dies hat Red Bull auch nicht getan. Der Vorgang zeigt zugleich jedoch auch, wie absurd die betreffende Regel eigentlich ist, denn der sechs Tage lange Test hat definitiv geholfen, den Motor zu optimieren.

Alle Infos zu den Wettquoten des Formel 1 Grand Prixs in Kanada gibt es hier

Wie ist der Vorgang ans Licht gekommen?

Ein Unbekannter hat geplaudert: Er schrieb einen Brief, in dem er den ganzen Vorgang im Detail darlegte und sandte ihn sowohl an die FIA wie auch an die führenden Teams der Formel 1.

Red Bull leugnet allerdings, dass der Inhalt des Briefs tatsächlich so stimmt: Auf der „Rolling Road“ hat demnach nicht das Team von Sebastian Vettel gearbeitet, sondern die Schwestermannschaft Toro Rosso. Zudem seien Heck- und Frontflügel nicht montiert gewesen, was damit laut der Regeln ein legaler Prüfstandtest gewesen wäre.

Zu diesen Informationen gibt es allerdings zwei Punkte zu bemerken: Red Bull Testfahrer Felix da Costa befand sich laut seines eigenen Twittereintrags zur fraglichen Zeit in Österreich. Es stellt sich die Frage, weshalb? Zum anderen spielt es eigentlich keine Rolle, welches der beiden Teams den Motor auf Hochglanz poliert hat: Beide Mannschaften vertrauen in diesem Jahr auf Renault. Selbst, wenn es tatsächlich Toro Rosso gewesen sein sollte, nützt der reine Motorentest auch dem Red Bull Team genauso sehr, als wenn die erste Mannschaft mit dem springenden Bullen den Test selbst gemacht hätte.

Hamiltons kurioser Wunsch: Auto sollte langsamer sein

Lewis Hamilton hätte gern mehr Konkurrenz in der F1

Wikimedia, ph stop (CC BY-SA 2.0)

Mercedes dominiert die laufende Formel 1 Saison bislang nach belieben. Das Fahrzeug ist so überlegen, dass auf den Plätzen 1 und 2 regelmäßig Lewis Hamilton und Nico Rosberg (in beliebiger Reihenfolge) ins Ziel kommen. Eigentlich, so sollte man zumindest meinen, dürften die beiden Piloten der Silberpfeile die Situation genießen. Hamilton sieht dies jedoch anders: Der Engländer wünscht sich ein langsameres Auto. Er habe sich nie ein derart schnelles Fahrzeug gewünscht, betont der 29-Jährige im Gespräch mit „NBC“.

Hamilton vermisst die Zweikämpfe

Einen passenden Grund liefert der Weltmeister von 2008 auch gleich mit: Er vermisse die Kämpfe mit den Red Bull Piloten. Er wolle gezwungen sein, sein Bestes zu geben. Er wolle z.B. der Gefahr ausgesetzt sein, die Pole Position zu verlieren, wenn er einen Fehler mache „und solche Dinge“, schildert Hamilton.

Der Brite ist laut eigener Aussage deshalb „froh“, dass er seinen Teamkollegen Rosberg habe. Auf diese Weise habe er wenigstens noch eine Person auf der Strecke, mit der er fighten könne, so der 29-Jährige. Diese Worte überraschen, eskalierte das Duell der beiden Mercedes-Piloten in Monaco doch jüngst: Hamilton unterstellte Rosberg, dass der nach seiner schnellen Runde im Qualifying absichtlich einen Unfall provoziert habe, um sich die Pole und damit auch später den Rennsieg zu sichern. In Monte Carlo sprachen die beiden Fahrer deshalb kein Wort mehr miteinander. Inzwischen sei der Streit jedoch beigelegt, so Hamilton. Man habe eben „seine Höhen und Tiefen als Freunde“.

Video von der Qualifying Szene des Großen Preis von Monaco

In diesem Video seht ihr jene Aktion beim Qualifying von Monte Carlo die für heftige Kritik von Lewis Hamilton an seinem Teamkollegen Nico Rosberg sorgte.

Mercedes beängstigend dominant

Es sei dahingestellt, ob Hamilton wirklich lieber in einem langsameren Fahrzeug sitzen wolle. Doch eines muss man ihm zugestehen: Der Silberpfeil ist tatsächlich deutlich schneller als alle anderen Autos im Feld. Selbst in Monaco nahmen die beiden Fahrzeuge den Konkurrenten pro Runde etwa eine Sekunde ab. Für die anderen Teams ist dieser Umstand fast schon ein Desaster: Bisher ging man davon aus, dass Mercedes wegen des Motors so viel stärker sei. Das Rennen in Monaco, wo die Power im Heck eine Nebenrolle spielt, bewies jedoch, dass die silbernen Renner mittlerweile auch über eine ausgezeichnete Aerodynamik verfügen. Man wird inzwischen wohl niemanden mehr finden, der wirklich glaubt, dass in diesem Jahr nicht beide Titel an Mercedes gehen.

Alle Informationen zum Großen Preis von Kanada inklusive Wett Tipp