Die schlimmsten Unfälle in der Geschichte der Formel 1

Böse Unfälle gab es in der F1 schon viele

Wikimedia, Morio (CC BY-SA 3.0)
In der Formel 1 kommt es immer wieder zu bösen Unfällen

Am Vergangenen Wochenende kam es beim Großen Preis von Kanada zu einem schweren Unfall zwischen Sergio Perez und Felipe Massa. In der letzten Runde versuchte der Brasilianer an seinem mexikanischen Konkurrenten vorbeizuziehen. Das Manöver missglückte und für beide Fahrer war das  Rennen vorzeitig beendet. Glücklicher Weise blieben beide Piloten unverletzt. Das war in der Geschichte der Formel 1 nicht immer so. Zeit einen Blick in die Vergangenheit zu werfen.

Video zum Crash zwischen Massa und Perez

Es ist eine Tatsache, die kein Fan gerne zugibt: Ein Teil der Faszination Formel 1 geht nicht von der Geschwindigkeit und den Duellen Rad an Rad, sondern von der Tatsache, dass es immer zu Crashs mit teilweise fatalen Folgen kommt, aus. Formel 1 Piloten sind moderne Gladiatoren, die zum Vergnügen der Zuschauer ihr Leben riskieren. Eben dies gilt aber auch für die unzähligen Helfer und sogar die Fans an der Strecke, wie ein Rückblick auf die schlimmsten Unfälle der Formel 1 Geschichte zeigt.

Monza 1961: 16 Todesopfer und 60 Verletzte

Den größten Blutzoll forderte die Formel 1 bislang am 10. September 1961 in Monza: Graf Berghe von Trips, bis heutige der einzige Pilot, der postum Weltmeister werden konnte, starb bei diesem Rennen: Er versuchte, mit seinem Ferrari den Lotus von Jim Clark zu überholen. Dabei kam es zur Kollision. Trips verlor die Kontrolle über sein Fahrzeug: Der Wagen raste mit mehr als 200 Stundenkilometern eine Böschung herauf und knallte dann gegen einen Fangzaun direkt vor einer Zuschauertribüne. Trips verlor genau die 15 Zuschauer sein Leben. 60 weitere Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Das Rennen wurde weiter gefahren: Phil Hill siegte.

Grand Prix von Monte Carlo 1994

1994 war ein schwarzes Jahr für die Formel 1: Es begann in Monte Carlo: Im Training prallte Karl Wendliger, der damals für Sauber Mercedes fuhr, mit seinem Fahrzeug am Ende des Tunnels seitlich gegen eine Absperrung. Das Auto drehte sich bei einem Tempo von 170 Stundenkilometern. Es rutschte fast 100 Meter weit auf dem Kopf quer über den Kurs. Damals waren die Seiten des Cockpits noch nicht derart hoch gezogen, wie es heute der Fall ist. Wendliger erlitt extrem schwere Kopfverletzungen, die ihn über Tage in akute Lebensgefahr brachten.

Das Rennen am Nürburgring 1976

Im August 1976 wurde Niki Lauda Opfer der grausamen Seite seines Sports. Bei einem Unfall verlor der Österreicher seinen Helm. Sein Bolide begann zu brennen. Lauda war für 40 Sekunden in der Feuerhölle gefangen und erlitt schwerste Verletzungen. Dies machte ihn aber nur noch süchtiger nach der Formel 1: Er wagte das Comeback und konnte sogar wieder Weltmeister werden. Heute bezeichnet der den Unfall als „mein kleines Grillfest in Deutschland“. Hier noch das Video zum Horror-Crash von Niki Lauda, den er zum Glück überlebte.

Das Rennwochenende rund um den GP Imola 1994

Das gesamte Rennwochenende von Imola war ein einziges Desaster: Schon während des Samstagstrainings flog Roland Ratzenberger sein Heckflügel weg. Der Weg flog mit 300 Stundenkilometern in eine Mauer. Ratzenberger war sofort tot. Einen Tag später kollidierten im Rennen JJ Lehto und Pedro Lamy so schwer, dass Zuschauer von umherfliegenden Reifen schwer verletzt wurden. Nach dem Neustart brach die Lenksäule im Williams von Ayrton Senna. Der Brasilianer, der nach Ratzenbergers Unfall eigentlich nicht einmal an den Start gehen wollte, krachte mit 240 Stundenkilometern ungebremst in eine Wand und erlag seinen Verletzungen.