Formel 1 ab 2015 mit neuem Format?

Die bisherigen Formel 1 Wochenenden könnten ab 2015 zumindest ihrem Format nach Geschichte sein. Am Rande des Großen Preises von Kanada sickerte die Information durch, dass die Teams gerne eine Änderung vornehmen würden. Konkret geht es um den Freitag, bei dem die Mannschaften das Potenzial ausgemacht haben, Kosten zu senken.

Wird in der F1 ab 2015 ein neuer Modus eingeführt?

Wikimedia, Rick Dikeman (CC BY-SA 3.0)

Nur noch ein Training statt zwei Einheiten

Bislang zählte der Freitag zwei 90 Minuten lange Sessions, welche eigentlich als beliebt bei den Mannschaften galten, weil diese zugleich auch regelmäßig als Testfahrten nutzten. Nun haben sich die Teams allerdings dafür ausgesprochen, eine der beiden Sitzungen zu streichen. Die zweite solle zudem erst am späten Nachmittag stattfinden, heißt es. Im Gespräch im 17 Uhr. Auf diese Weise könnten die Rennställe einen Tag später als bislang anreisen und dadurch erheblich Kosten sparen, so die Argumentation weiter. Hinzu kommt, dass der Zuschauerzuspruch zu den langweiligen Freitagstrainings ohnehin nur gering ist und man deshalb auch keinen großen Widerspruch befürchte, heißt es hinter vorgehaltener Hand weiter. Nicht einmal die TV-Anstalten haben demnach Probleme damit, eine der beiden Sessions zu streichen.

Entscheidung am 26. Juni

Der Vorschlag geht nun den formellen Weg: Erst muss die Formel 1-Kommission zustimmen, was allerdings als sicher gilt. Dann muss auch der Weltrat der FIA zustimmen, der zu diesem Zweck am 26. Juni 2014 in München zusammentreten wird. Hier könnte es Probleme geben, den man fürchtet, dass sich die Rennpromoter querstellen. Für 2015 sind die Verträge weitgehend ausgehandelt. Die Vermarkter der Rennen könnten demnach fürchten, dass sie – geringer Zuschauerzuspruch hin oder her – weniger Tickets verkaufen werden, wenn eine Einheit wegfällt. Es liegt an den Teams, eine gute Antwort auf dieses Gegenargument zu finden. Eine entsprechende Variante läuft bereits durch die Medien: Demnach zeigen sich die Teams davon überzeugt, dass die eine späte Sitzung auch den Fans die Anreise erleichtern würde und sich deshalb vielleicht sogar mehr Eintrittskarten verkaufen ließen. Ob diese Worte bei den Promotern und dem Weltrat des Automobilverbands für Rennsport verfangen, wird sich in einigen Wochen zeigen.