Formel 1 in der Krise: Ecclestone gibt Kommentatoren Mitschuld

F1 Boss Bernie Ecclestone ist ein Mann, der schon durch seinen Beruf manchmal einen sehr eigentümlichen Blick auf die Dinge hat. Der 84-Jährige ist Geschäftsführer der Formel 1 und muss als solcher dafür sorgen, dass Publikum zu den Rennen kommt und vor den TV-Geräten Platz nimmt. Dies tun jedoch immer weniger Personen.

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Die Königsklasse sei „krank“, räumte der Brite deshalb auch jüngst ein. Man habe viele Zuschauer verloren und wisse gerne warum. Soweit kann man Ecclestone nur zustimmen. Allerdings ändert sich dies doch drastisch, wenn man den weiteren Ausführungen des Briten lauscht.

TV-Kommentatoren sollen Schuld haben

Ecclestone sieht zumindest eine Mitschuld bei den TV-Kommentatoren dafür, dass die Zuschauer wegbrechen. Diese würde das Geschehen für Experten erklären, aber nicht für die Menschen, die einen unterhaltsamen Nachmittag vor dem Fernseher verbringen wollten. Sie würden die „Situation dadurch noch verschlechtern“. Überhaupt habe er den Eindruck, dass die Kommentatoren oft nicht wüssten, was sie tun, so Ecclestone weiter: Sie würden sich dann hinter Fachbegriffen verstecken, um zu verschleiern, dass sie „nicht so ganz verstehen, was vor sich geht“.

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Ecclestone widerspricht sich

Ein wenig ironisch merken die Einlassungen des Briten schon: Einerseits kritisiert er die Kommentatoren, die ihren Stil in den letzten 30 Jahren nicht spürbar geändert haben, dafür, dass sie zu fachbezogen sprechen werden, um dann fortzuführen, diese wüssten außerdem nicht, wovon sie sprechen. Dies gibt einen guten Eindruck davon, warum die Formel 1 nicht aus der Krise führt. Dabei ist die Erklärung einfach: Der Sport wurde zu teuer und zu sehr kommerzialisiert.