Fahrerkarussell: Wer bekommt die offenen Cockpits?

Die Formel 1 befindet sich in der Sommerpause, womit traditionell die Silly Season beginnt – alles dreht sich um die Frage, mit welchen Fahrern die Teams 2018 an den Start gehen werden. Aktuell stehen hinter vielen Cockpits Fragezeichen, einige Piloten besitzen noch keinen Vertrag für die kommende Saison.

Ihren Platz sicher haben nach aktuellem Stand lediglich Lewis Hamilton (Mercedes), die Red Bull-Stars Daniel Ricciardo und Max Verstappen, Kevin Magnussen und Romain Grosjean bei Haas sowie Lance Stroll (Williams) und Nico Hülkenberg (Renault). Fahrerwechsel hätten übrigens große Auswirkungen auf die Frage wer wird Formel 1 Weltmeister 2017 ?.

Formel 1 Pilot Lewis Hamilton

Wikimedia, Morio (CC BY-SA 4.0)

Was machen Ferrari und McLaren?

WM-Leader Sebastian Vettel hat für 2018 noch keinen Vertrag bei Ferrari, eine Verlängerung sollte aber nur Formsache sein, ebenso bei Teamkollege Kimi Räikkönen, den Ferrari-Boss Sergio Marchionne unbedingt als Nummer zwei halten will. Sehr gut stehen auch die Chancen für Valtteri Bottas. Der Finne überzeugt bisher in seiner ersten Saison bei Mercedes und sollte auch im nächsten Jahr im Silberpfeil sitzen. Damit hätte er erneut einen der begehrtesten Formel 1 Jobs, nämlich jenen des Fahrers.

Bei McLaren dürfte alles beim Alten bleiben, Fernando Alonso will mit den Briten endlich Rennen gewinnen und auch Stoffel Vandoorne ist wohl gesetzt. Marcus Ericsson (Sauber) sowie Sergio Perez (Force India) werden ihre Cockpits voraussichtlich ebenfalls behalten. Mercedes-Junior Pascal Wehrlein wird mangels Optionen Ericssons Stallgefährte bei Sauber bleiben. Da Williams-Pilot Felipe Massa das Lenkrad wahrscheinlich an den Nagel hängt, könnte Wehrlein allerdings auch beim britischen Traditionsrennstall ein Kandidat sein, Chancen darf sich aber auch Paul di Resta ausrechnen.

Dreikampf um Renault-Platz

Jolyon Palmer hat bei Renault keine Zukunft mehr, der Brite liefert eine enttäuschende Saison ab und wird definitiv ersetzt. Toro Rosso-Fahrer Carlos Sainz jr sieht keine Chance auf einen baldigen Aufstieg ins A-Team Red Bull Racing, weshalb er das Team unbedingt verlassen und sich Renault anschließen will. Ein Wechsel gilt aber als unwahrscheinlich, da sich Red Bull und Toro Rosso bisher quer legen.

Ein weiterer aussichtsreicher Kandidat ist Esteban Ocon, der aktuell bei Force India eine starke Saison fährt und der Wunschpilot der Renault-Bosse sein soll. Ocon-Förderer Toto Wolff will den Franzosen angeblich unbedingt im Renault-Cockpit sehen und macht deshalb Druck auf die Verantwortlichen von Force India, die den 21-Jährigen halten wollen.

Eine überraschende, aber nicht ausgeschlossene Variante wäre Robert Kubica. Der Pole, der seine Formel-1-Karriere 2011 nach einem Rallye-Unfall beenden musste und seitdem an einer Hand-Verletzung laboriert, absolvierte im Sommer Tests auf dem Hungaroring und soll bereit für das Sensations-Comeback sein.