Formel 1-Boss: Traditionsbewusst in die Zukunft

Die wenigsten Formel 1-Fans kennen seinen Namen: Der US-Amerikaner Chase Carey wurde von Liberty Media als neuer Chef der Königsklasse eingesetzt. Vom ersten Tag an sah er sich des Vorwurfs ausgesetzt, er wolle die Formel 1 amerikanisieren. Nichts könne falscher sein, widerspricht Carey. Man sei stolz auf die Geschichte und Tradition der Formel 1. Sie würden das Herzstück des Sports bedeuten. Auch die Formel 1 Quoten haben sich nach der Übernahme von Liberty Media etwas geändert.

Man wolle zwar neue Märkte erobern, aber man wolle dies traditionsbewusst tun. Es gehe darum, neue Energien und Innovationsbereitschaft freizusetzen ohne zu vergessen, wer man sei und was einen ausmache.

Careys erste Arbeitsnachweise wurden sehr gelobt

Tatsächlich kamen die ersten Arbeitsnachweisen von Carey sehr gut in der Szene und bei den Fans an. Er war es beispielsweise, der dem kleinen weinenden Jungen in Barcelona das Treffen mit seinem Idol Kimi Räikkönen ermöglichte. Solche Szenen kannst du übrigens auch in der Formel 1 App nachlesen. Dort findest du viele viele spannende Informationen zur Welt des Motorsports.

Seit Carey da ist, werden von der Formel 1 regelmäßig Videos und Fotos in den sozialen Netzwerken gepostet, die Blicke hinter die Kulissen gestatten und die Fans näher heranholen. Carey organisiert außerdem regelmäßig Fahrten im Formel 1-Doppelsitzer, ausdrücklich auch für Fans. Es sind Maßnahmen, bei denen man sich unwillkürlich fragt, wieso sie nicht längst Standard in der Königsklasse sind.

GP von Silverstone steht vor der Tür

Am 16. Juli findet übrigens der Formel 1 Grand Prix von Silverstone statt. Topfavorit ist einmal mehr Lewis Hamilton, der das Rennen bereits in den vergangenen drei Jahren gewinnen konnte. Sebastian Vettel hingegen hat bereits 2009, damals noch als Red Bull-Pilot, gewonnen. Hamilton ist aber schon vor dem Grand Prix unangenehm aufgefallen. Bei einem Live-Event in London waren alle aktiven Fahrer anwesend – ausgerechnet Hamilton hat gefehlt. „Jeder hat das Recht, seine eigenen Entscheidungen zu treffen. Ich habe einfach gefühlt, dass ich mich in der intensiven Saison bestmöglich auf das anstehende Wochenende vorbereiten muss“, sagte der Brite darauf angesprochen.