Hamilton erwartet harten WM-Fight

Weltmeister Lewis Hamilton greift in der neuen Saison nach seinem nächsten WM-Titel. Der Mercedes-Superstar könnte mit dem sechsten Championat dem Rekord von Michael Schumacher (sieben Titel) ganz nahe kommen, erwartet aber eine große Herausforderung.

Mercedes mit Rückstand

Die Silberpfeile konnten sich bei den Testfahrten in Barcelona nicht in die Favoritenrolle bringen. Obwohl man einmal mehr die meisten Kilometer aller Teams abspulte und dabei so gut wie keine technischen Probleme zu beklagen hatte, berichteten sowohl Hamilton als auch Teamkollege Valtteri Bottas über Balanceprobleme am W10. Ein Umstand, der dem Weltmeister aber nicht die Sorgenfalten aufs Gesicht treibt. „Wir müssen noch vieles verbessern, die nächste Woche in der Fabrik wird sehr wichtig für uns“, so der 34-jährige. Nach einem schwierigen Auftakt hatte sich Mercedes in der zweiten Testwoche bereits gesteigert, bis Melbourne soll der nächste Schritt folgen.

In der Favoritenrolle auf den F1 Weltmeister-Titel sieht Hamilton Dauerrivale Ferrari. Die Scuderia machte von Beginn an einen bärenstarken Eindruck, alle Experten haben das springende Pferd ganz oben auf ihrer Liste. Auch Hamilton zeigt sich von der Frühform der Roten beeindruckt: „Sie haben zur Zeit das schnellste Auto, ungefähr eine halbe Sekunde vor uns“. Nicht zuletzt deshalb bezeichnet der fünffache Weltmeister seine siebente Saison im Silberpfeil als „die größte Herausforderung“ der gemeinsamen Zeit. Die bisherige Bilanz des 73-fachen GP-Siegers bei Mercedes ist beeindruckend: vier Mal wurde Hamilton Weltmeister, ein Mal Vize und ein Mal Vierter in der Fahrerwertung. Neben Ferrari hat der Titelverteidiger auch Red Bull, mit dem neuen Motorenpartner Honda, auf der Rechnung.

Nächste Zweikampf mit Vettel?

Ob es auch 2019 auf einen Zweikampf zwischen Hamilton und Sebastian Vettel hinausläuft, wird sich zeigen. Im Gegensatz zu den Vorjahren dürfte der deutsche Ferrari-Star mit Youngster Charles Leclerc diesmal harte teaminterne Konkurrenz bekommen – im Gegensatz zu Kimi Räikkönen, der die klare Nummer zwei war. Deutlicher ist die Hierarchie bei Mercedes, wo Hamilton der unumstrittene Teamleader ist.