Motoren-Ärger: Honda wendet sich an die FIA

Die Regel, die in der Formel 1 ohnehin kein Fan richtig versteht, sorgt weiter für Ärger: Diesmal ist es an Honda, für jenen zu sorgen, Konkret geht es um die sogenannte Motorenhomologation. Diese besagt, dass die Entwicklung der Power-Einheiten der Vorsorge nach und nach immer weiter eingefroren wird. Bereits jetzt müssen die Teams die Designs aus der Saison 2014 beibehalten.

Die Kritik von Honda

Honda Formel 1 Motor

Wikimedia, Morio (CC BY-SA 3.0)

Ursprünglich forderte der Weltverband FIA von allen Teams die Abgabe ihrer endgültigen Motorendesigns für die Saison 2015 bis zum 28. Februar ein. Inzwischen wurde diese Regel allerdings für alle Hersteller mit Ausnahme von Honda, das McLaren beliefert, gekippt. Die Japaner sehen darin einen ungerechten Wettbewerbsnachteil und suchen deshalb das Gespräch mit der FIA, um diesen beseitigen zu lassen. Beim Weltverband hat man allerdings schon durchblicken lassen, dass man nicht gewillt ist, Honda hier auch nur einen Zentimeter entgegenzukommen.

Die Regeländerungen der Formel 1 2015

Die Argumentation der FIA

Jetzt wird es leider sehr kompliziert: Die FIA argumentiert, dass Honda eigentlich einen Vorteil genieße, den man nun einfach wieder ausgleiche. Als neuer Motorenhersteller sei es den Japanern möglich gewesen, völlig frei bis zum 28. Februar am eigenen Aggregat zu arbeiten. Die anderen Teams hätten hingegen bei ihren Entwürfen aus dem letzten Jahr bleiben müssen, die sie lediglich weiterentwickeln dürfen.

Was bedeutet Motorenhomologation?

Um diese Sicht zu verstehen, ist ein Blick auf die Regel der Motorenhomologation unverzichtbar: Bis 2020 schreibt die FIA vor, dass immer weitere Komponenten des Motors nicht mehr verändert werden dürfen. Im Stichjahr darf gar nichts mehr geändert werden. 2015 werden die meisten Teams mit Motoren fahren, die zur Hälfte mit dem identisch sein müssen, was sie bereits 2014 im Heck hatten. Das grundlegende Antriebskonzept gehört schon jetzt zu den Punkten, die nicht mehr verändert werden dürfen. Für Honda gilt dies allerdings nicht, da es keinen Honda-Motor der Saison 2014 gab. Die Regel wird so im Prinzip schon an dieser Stelle ab absurdum geführt.