Horner-Lob für Max Verstappen

Red Bull Racing-Teamchef Christian Horner ist voll des Lobes für die Entwicklung seines Fahrers Max Verstappen. Der 20-jährige Niederländer habe sich in seiner dritten Formel-1-Saison sowohl auf der Rennstrecke als auch im Umgang mit dem Team gesteigert, was auch die Formel 1 Wetten auf den Plan gerufen hat. Die Quoten für den Titel im Jahr 2018 räumen Verstappen zumindest Außenseiterchancen ein.

Red Bull Verstappen Ricciardo Kwyat im Rennen

Wikimedia, Morio (CC-BY-SA 2.0)

Großer Entwicklungsschritt

Besonders die erste Saisonhälfte wurde für Verstappen und Red Bull Racing zur Zerreißprobe. Der RB13 war zu Jahresbeginn nicht siegfähig, zusätzlich schlug der Defektteufel beim Youngster immer wieder zu. Obwohl Verstappen immer wieder öffentliche Kritik an der Unzuverlässigkeit bei Red Bull äußerte, rechnet ihm Horner seine stets positive Einstellung hoch an. „Was mir imponiert hat, ist die Art, wie er mit schwierigen Situationen umgegangen ist. Es gab einige, speziell in den Sommermonaten, er hat aber nicht aufgegeben und konsequent weitergearbeitet“, lobt der Brite seinen Schützling.

Auch fahrerisch agierte Verstappen auf einem höheren Level. Seinen hervorragenden Grundspeed bewies er im Qualifying, wo er Teamkollege Daniel Ricciardo meistens im Griff hatte. Seinen Killerinstinkt bewies der Niederländer in Mexiko und Malaysia, wo er jeweils triumphieren konnte – besonders sein Sieg in den Tropen wurde bejubelt, da er Weltmeister Lewis Hamilton auf der Strecke abgezockt überholte. Auch seinen Ruf als „Harakiri-Fahrer“ konnte Verstappen in der abgelaufenen Saison zumindest teilweise ablegen. Als „kalkuliertes Risiko“ bezeichnet Horner den Fahrstil seines Piloten, Fehler wie in Monza oder Budapest, wo er Teamkollege Ricciardo aus dem Rennen nahm, gehören zum Lernprozess.

Mit mehr Motorenpower zum WM-Titel?

2018 wollen Red Bull und Verstappen den nächsten Schritt machen und erstmals um die Weltmeisterschaft kämpfen. Teamchef Horner spielt Motorenpartner Renault den Ball zu – sollte es den oftmals gescholtenen Franzosen gelingen, näher an Mercedes und Ferrari heranzukommen, sieht der Brite sein Team in einer guten Position. Das Chassis gilt seit Jahren als stärke der Bullen. Mit einem Auge blickt man bei Red Bull auch auf die Entwicklung bei Toro Rosso-Partner Honda, die Japaner könnten 2019 auch das A-Team ausrüsten. Eines ist zum aktuellen Zeitpunkt aber noch nicht endgültig zu sagen: Kann Max Verstappen in der Formel 1 Weltmeister 2018 Frage tatsächlich ein Wort mitreden.