Kubica-Comeback bei Williams

Was die Spatzen schon seit Wochen von den Dächern pfiffen ist nun engültig perfekt: Robert Kubica kehrt 2019 als Stammpilot in die Formel 1 zurück. Der 33-jährige Pole unterschreibt bei Williams einen mehrjährigen Vertrag. In der aktuellen Saison war Kubica bereits als Freitagstester und Simulatorfahrer beim britischen Team im Einsatz.

Rückkehr nach Horrorunfall

Das Renncomeback des Polen ist eine Sensation. Nach seinem schweren Rallyeunfall Anfang 2011 enging er nur knapp einer Amputation seines rechten Arms, seitdem befand sich der 33-jährige in der Rehabilitionsphase. 2017 stieg er erstmals wieder in einen F1-Boliden, dank spezieller Anpassungen war es Kubica damals möglich, 115 Runden in einem Renault zu drehen. Bereits für die F1 Saison 2018 galt er als Kandidat für ein fixes Williams-Cockpit, vor einem Jahr waren die Fragezeichen, ob Kubica unter Rennbedingungen leistungsfähig ist, noch zu groß. Mittlerweile dürfte er die Verantwortlichen des Traditionsrennstalls aber überzeugt haben, 2019 wird er neben Rookie George Russell Platz nehmen.

Die tragische Formel-1-Karriere des ehemaligen Supertalents nimmt damit eine späte, aber doch noch erfreuliche Wendung. Kubica bezeichnet seine Rückkehr als „eine der größten Errungenschaften meines Lebens“. Seine Laufbahn in der Königsklasse hatte 2006 bei BMW Sauber begonnen, gleich im dritten Rennen fuhr er in Monza als Dritter aufs Podium. Zwei Jahre später gelang ihm in Kanada sein erster GP-Sieg, sein erfolgreichstes Jahr beendete er 2008 als Gesamtvierter. 2010 folgte der Wechsel zu Renault, wo er mit unterlegenem Material mehrere Highlights setzen konnte und dreimal aufs Stockerl fuhr. 158 Rennen nach seinem letzten Einsatz in Abu Dhabi 2010 wird der Pole kommenden März in Melbourne wieder einen Grand Prix bestreiten. Hier findet ihr bereits den neuen F1 Rennkalendar für 2019.

Ungewisse Sirotkin-Zukunft

Während sich nahezu jeder im Paddock über das Kubica-Comeback freute, ist das vorläufige Formel-1-Aus für Esteban Ocon und Sergey Sirotkin besiegelt. Während Ersterer wohl dritter Fahrer bei Mercedes wird, ist die Zukunft des scheidenden Williams-Piloten ungewiss.