Liberty will Startaufstellung reformieren

Die Startphase gehört zu den Highlights jedes Grand Prix. Innerhalb weniger Sekunden kann bereits über Sieg oder Niederlage entschieden werden, wie etwa bei den heurigen Start-Unfällen in Singapur und Mexiko. Nun planen die Eigentümer von Liberty Media offenbar, der Anfangs-Phase eines Rennens zusätzliche Würze zu verleihen. Nicht bei allen Formel 1 Teams kommt das gut an. Auch über eine Neu-Regelung des DRS Formel 1 wurde bereits laut nachgedacht.

Drei Autos pro Startreihe?

Liberty liebäugelt mit einer Änderung der Startaufstellung. Anstatt wie bisher üblich zwei Autos pro Reihe, sollen in Reihe eins gleich drei Boliden Platz nehmen. Dies soll auch auf alle weiteren ungeraden Startreihen angewandt werden. Die Idee ist keineswegs neu, bereits in der Vergangenheit starteten teilweise bis zu vier Autos nebeneinander. Der dreimalige Weltmeister Jackie Stewart war in dieser Zeit aktiv und hält eine Neuauflage für möglich, sollte Liberty einen ausgereiften Plan vorlegen. Ein Problem ortet er im „Ego“ der Fahrer, da die Pole-Position in seinen Augen für die aktuelle Fahrergeneration einen höheren Stellenwert habe, als es zu seiner Zeit üblich war.

Während sich der Brite als Fan der Idee outet, hat Ex-Formel-1-Pilot und Sky-Experte Marc Surer Bedenken. Gegenüber ‚Sky.de‘ äußerte sich der Schweizer folgendermaßen: „Das ist für mich von der Sicherheit her nicht akzeptabel. Wir haben ja jetzt schon immer das Gedränge in der ersten Kurve, wenn drei nebeneinander fahren kann das eigentlich nur schiefgehen.“ Anders als Stewart lässt er die Argumentation, dass mehrere Autos pro Startreihe bis zu den 70ern übloch war, nicht gelten: „Früher hatte man längere Bremswege, da mag eine solche Regelung funktioniert haben.“

Sicherheitsbedenken bei Surer

Für Surer lässt sich eine mögliche Startreform auch nicht mit dem Sicherheitsgedanken vereinbaren: „Einerseits führen wir den Cockpitschutz Halo ein, andererseits überlegen wir dann wegen solchen Ideen. Das ist absurd, man stelle sich vor, jemand hat einen Defekt am Start.“ Ob die Änderungen tatsächlich durchgeführt werden, lässt sich noch nicht abschätzen. Weder von Team-, noch von Fahrerseite wurde das Thema bisher besprochen, weshalb 2018 wohl wie bisher gestartet wird.

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