Lotus verpflichtet Model als Testfahrerin

Eine weitere Frau steht vor dem Sprung in die Formel 1 – bzw. erst einmal in den Testbereich der Königsklasse. Und nie zuvor waren die Zweifel daran, ob es eine sportliche weise Entscheidung war, sie zu verpflichten, oder nur ein (wirklich gelungener) PR-Gag sein sollte, so groß. Die Rede ist von Carmen Jorda, die künftig den Lotus testen wird. Die 26-Jährige fuhr zwar in der Vergangenheit bereits in diversen Rennserien, doch sehr viel erfolgreicher war die Blondine bislang als Model.

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Jorda kam nie „über ferner liefen“ hinaus

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Wikimedia, Michael Elleray (CC BY 2.0)

Eins kann man nicht über Jorda behaupten: Dass sie keine Erfahrung im Rennsport hätte. Seit ihrem elften Lebensjahr ist sie in diversen Rennserien unterwegs. In den letzten drei Jahren war die GP3 ihre sportliche Heimat. Ihre „Erfolge“ dort waren allerdings mehr als überschaubar. In der Gesamtwertung belegte sie die Plätze 28, 30 und 29. Ihre beste Jahresplatzierung erreichte Jorda im Jahr 2010. Damals wurde sie 16. bei den Indy Lights (Indy Pro Series) – einer Rennserie, von denen in Europa noch nicht einmal hartgesottene Fans etwas gehört haben dürften.

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Ex-Teamkollege spottet – und verspottet sich damit selbst

Über Lotus, das seit der Verpflichtung der 26-Jährigen sehr viel Aufmerksamkeit bekommen hat, goss sich in den sozialen Netzwerken reichlich Hohn und Spott aus. Dass dies auch nach hinten losgehen kann, bewies Jordas Ex-Teamkollege Rob Cregan aus GP3-Tagen. Dieser twitterte, dass Jorda nicht einmal einen Film geschweige denn ein Formel 1 Auto entwickeln könne. In der Formel 1 ging es um Talent und nicht um Geld oder darum, durch Mauschelei irgendwelche Fake-Fahrerplätze zu bekommen. Die Ironie an der Geschichte: Jorda hat einen Job und verdient nicht schlecht. Cregan ist gerade arbeitslos geworden. Und das nächste Cockpit wird schwer zu finden, denn der Fahrer hat die goldene Regel gebrochen, dass man nicht derart polemisch auf Kollegen bzw. Kolleginnen schimpft.