Marko verärgert über Toro Rosso-Probleme

Für die Scuderia Toro Rosso endete die Saison 2017 mit einer Enttäuschung. Nach einem vielversprechenden Saisonstart und dem zwischenzeitlichen fünften Platz in der Konstrukteurswertung brach man nach der Sommerpause ein und wurde am Ende nur Siebenter. Besonders die andauernden Motorenprobleme sind für Red Bull-Motorsportberater der Helmut Marko der Grund für den Leistungsabfall. Die Formel 1 Wettanbieter schätzen die Chancen für den Rennstall in der neuen Saison auch nicht unbedingt gut ein.

Toro Rosso Formel 1 Saison 2014

Wikimedia, Morio (CC BY-SA 4.0)

Stillstand während der Saison

Der Österreicher bezeichnete die Schwierigkeiten von Partner Renault als „unfassbar“. In der zweiten Saisonhälfte gab es bei beinahe jedem Rennwochenende Probleme mit der Zuverlässigkeit der Franzosen. Neben dem Motorendesaster bemängelt der Ex-Rennfahrer auch die Entwicklung des Fahrzeuges. In der Fabrik in Faenza seien „Fehler gemacht worden, es lief nicht so wie geplant.“ Zusätzlich sorgten die vielen Fahrerwechsel für Unruhe beim italienischen Rennstall.

Mit Carlos Sainz und Daniil Kvyat hatte man die Saison begonnen, der Russe enttäuschte aber auf ganzer Linie und wurde von Pierre Gasly ersetzt, eher er in den USA noch ein letztes Rennen bestritt. Sainz lieferte eine starke Saison, weshalb sich der Spanier für einen Wechsel zu Renault entschied. Die letzten drei Grand Prix nahm der Neuseeländer Brendon Hartley seinen Platz ein. Das Fahrerduo Gasly/Hartley, mit dem Toro Rosso auch die kommende Saison bestreiten wird, lobt Marko in höchsten Tönen. „In einer schwierigen Situation haben sich einen sehr guten Job gemacht“, so der Österreicher.

2019 Red Bull-Honda?

2018 erwartet Marko ein Übergangsjahr beim Red Bull-Schwesterteam. Nach dem überraschenden Wechsel zu Honda-Motoren wird es Zeit brauchen, bis die optimale Abstimmung gefunden ist. Von den bei McLaren erfolglosen Japanern erwartet sich Marko allerdings einen großen Schritt nach vorne. Während man bei den Kollegen aus Woking das Vertrauen in Honda verloren hat, hält Marko eine rasche Verbesserung der Motoren für „wahrscheinlich“. Sollte dieser gelingen, gilt es als wahrscheinlich, dass Honda ab 2019 auch Red Bull Racing mit Antrieben ausstattet.