Protest gegen Verstappen: Hamilton und Wolff als Sportsmänner

Es war einer der Aufreger des Großen Preises von Japan: Lewis Hamilton versuchte in der 52. Runde Max Verstappen zu überholen. Der Red Bull-Pilot machte die Tür zu und zwang Hamilton so dazu, den Notausgang zu nehmen. Anschließend war der Rückstand des Engländers so groß, dass ein weiterer Angriff auf den Niederländer unmöglich war. Verstappen hatte allerdings nach dem Bremsen noch einmal die Spur gewechselt – was laut Paragraf 13.4.4 des International Sporting Codes nicht gestattet ist. Deshalb kam es zu einer besonderen Posse.

Stewart drängt Mercedes zu Protest

Eigentlich wollten die vier Stewarts des Japan GP Verstappen für das Manöver nicht bestrafen. Zumindest drei von ihnen – der Australier Gary Connely, der sehr stolz auf seinen Spitznamen „Richter Gnadenlos“ ist, wollte sich damit nicht abfinden, lief deshalb zu Mercedes und drängte dort zum Protest. Teamchef Toto Wolff und Aufsichtsboss Niki Lauda waren allerdings schon in der Luft. Teammanager Ron Meadows und Technikboss Paddy Lowe gaben dem Drängen nach.

Hinweis: Wirf einen Blick auf die Formel 1 Weltmeister Wetten

Wolff und Hamilton kassieren den Protest

Damit trafen sie allerdings keine Entscheidung im Sinne von Hamilton und Wolff. Der englische Pilot erklärte, Verstappen sei „sehr gut gefahren, Ende!“. Via Twitter sprach er außerdem kurzfristig von den „Idioten“, die den Protest gemacht hätten. Den Tweet löschte er allerdings alsbald wieder und schrieb stattdessen, er habe dem Team gesagt, es solle den Protest zurückziehen. Wolff erfuhr im Flugzeug vom Protest und schäumte vor Wut. Er zog ihn sofort zurück und ärgert sich wohl jetzt noch darüber, dass an dem Tag, an dem Mercedes zum dritten Mal in Folge die Konstrukteursweltmeisterschaft gewonnen hat, niemand über den Titel und jeder über einen Protest sprechen wollte. Hamiltons und Wolffs sofortige Reaktion zeigt allerdings, dass die beiden Männer echte Champions ihres Sports sind.

Zurück zu den Formel 1 Wetten und Quoten