Red Bull bläst zum Angriff

Die Saison 2021 wird für Red Bull Racing zu einer entscheidenden: im letzten gemeinsamen Jahr mit Motorenpartner Honda will man endlich die Mercedes-Dominanz brechen und Weltmeister werden. Geht es nach den Verantwortlichen, sind die Bullen so gut aufgestellt wie lange nicht. Auch bei den Wetten auf die Formel 1 sind die Roten Bullen vorne dabei.

Sehnsucht nach WM-Titel

Seit 2013 wartet der Rennstall aus Milton Keynes auf einen WM-Titel, seit Sebastian Vettels letztem Triumph gelang dem Team kein ernsthafter Angriff auf die Spitze. Im Vorjahr war Red Bull zwar klar zweitstärkste Kraft, konnte Mercedes aber nur selten herausfordern und Champion Lewis Hamilton letztlich keinen ebenbürtigen Kampf liefern. Die Vorzeichen, dass sich dies heuer ändert, stehen allerdings gut. Im Motorenbereich soll Honda ein Schritt nach vorne gelungen sein, zudem müssen die Silberpfeile auf ihr DAS-System verzichten, das auf den Geraden zusätzliche Zehntel einbrachte. Da das Reglement ansonsten weitgehend gleich bleibt, kann Red Bull weiterhin mit dem Vorjahresauto planen, das gegen Saisonende immer schneller wurde und beim Finale in Abu Dhabi in Sachen Performance das Weltmeisterteam aus Stuttgart sogar überflügeln konnte.

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Perez als „Gamechanger“?

Ein weiterer und vielleicht entscheidender Faktor ist die Verpflichtung von Sergio Perez. Der Mexikaner gewann im Vorjahr beim Grand Prix von Sakhir sein erstes Formel-1-Rennen und krönte damit seine bislang stärkste Saison in der Königsklasse. Die Aufgabe des 30-jährigen, der als erster Pilot seit Mark Webber 2007 nicht aus dem eigenen Juniorprogramm stammt, ist klar: Max Verstappen unter Druck setzen und dabei helfen, Mercedes auch in der Konstrukteurswertung zu fordern. Sollte der ehemalige Racing Point-Pilot die Erwartungen erfüllen, könnten die Bullen daraus auch einen strategischen Vorteil ziehen. 2020 war es für Lewis Hamilton und Valtteri Bottas zweifellos von Vorteil, gemeinsam an der Spitze mitzumischen. Da Verstappen meist die Unterstützung von Alex Albon fehlte, konnte Red Bull in Sachen Strategie nur wenig entgegensetzen. Das neue „Traumduo“ in Milton Keynes beinhaltet aber auch Konfliktpotenzial: sowohl der Niederländer, als auch Perez gelten als Heißsporne – in der Vergangenheit hat es bei beiden auch teamintern gekracht.