Ricciardo feiert Monaco-Revanche

Mit seinem Triumph beim Großen Preis von Monaco hat sich Red Bull-Pilot Daniel Ricciardo mit zwei Jahren Verspätung seinen heiß ersehnten Sieg im Fürstentum gesichert. 2016 hatte ein verpatzter Boxenstopp dem Australier den sicher geglaubten Erfolg gekostet, nun gelang ihm in eindrucksvoller Manier die Revanche. Die Formel 1 Wettanbieter hatten damit eher nicht gerechnet.

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Horner: „Der perfekte Rennfahrer“

Das gesamte Wochenende dominierte Ricciardo die Konkurrenz fast nach Belieben. Nach Bestzeiten in allen drei freien Trainings servierte ihm Teamkollege Max Verstappen mit seinem Crash in FP3 die Pole-Position auf dem Silbertablett – eine Chance, die sich der „Aussie“ nicht entgehen ließ. Auch im Rennen sah zunächst alles nach einer souveränen Vorstellung des 28-jährigen aus, nach 18 Runden kam aber der Schock: Ricciardo funkte an sein Team, dass er Leistung verliert. Verfolger Sebastian Vettel holte in Riesenschritten auf, es schien nur eine Frage der Zeit, bis der Red Bull den Geist aufgibt. Aber Ricciardo gab nicht auf, stellte das Setting seines Boliden um und kompensierte so den ausgefallenen siebten Gang und den damit verbundenen Topspeed-Verlust.

Nach der Meisterleistung war man im Lager der Bullen aus dem Häuschen. Teamchef Christian Horner verglich die Performance seines Schützlings sogar mit Michael Schumacher, der 1994 in Argentinien nur im fünften Gang auf Platz zwei fuhr. Der Brite bezeichnete Ricciardo nach dessen siebten GP-Erfolg sogar als den „perfekten Rennfahrer“ und machte klar, dass eine Verlängerung mit dem „Honeybadger“ oberste Priorität im Bullenstall genieße.

Nächster Verstappen-Fehler

Weniger zu lachen hatte einmal mehr Teamkollege Verstappen. Der Niederländer warf mit einem vermeidbaren Unfall im dritten Freien Trainings die sicher geglaubte Doppel-Pole und damit einen möglichen Doppelsieg leichtfertig weg, nach einer starken Aufholjagd holte er mit Rang neun immerhin noch zwei WM-Punkte. Nach einem weiteren Patzer steht der 20-jährige nun erstmals auch bei den Red Bull-Verantwortlichen in der Kritik, die Chefs Horner und Marko kündigten ein klärendes Gespräch mit Verstappen an.