Rosberg als „kritischer“ TV-Experte

Nico Rosberg hat seine Karriere nach dem WM-Titel im Jahr 2016 beendet und führt seither mehrere Formel 1 Jobs aus. Der Deutsche ist nicht nur Markenbotschafter bei seinem ehemaligen F1 Rennstall, Mercedes, sondern auch TV-Experte beim Privatsender „RTL“ und auch bei der britischen Version von „Sky“. Dass es zu einem Interessens-Konflikt kommen könnte, glaubt der 32-Jährige nicht.

Nico Rosberg 2016 in Monaco

Wikimedia, Andrew Locking (CC BY 2.0)

Botschafter-Vertrag läuft aus

„Mein Vertrag als Team-Botschafter läuft Ende dieses Jahres aus, insofern bin ich derzeit total unabhängig“, so Rosberg gegenüber „Bild“ und ergänzt: „Es kann sein, dass ich nächstes Jahr Daimler-Botschafter werde. Aber das hält mich nicht davon ab, völlig neutral zu sein und kritisch die Rennen zu kommentieren. Niki hat es als Aufsichtsrat des Teams geschafft, dann schaffe ich das in dieser Konstellation allemal.“ Niki Lauda hat übrigens nach 20 Jahren seine Tätigkeit als TV-Experte niedergelegt.

In seiner aktiven Zeit ging Rosberg an insgesamt 206 Formel 1 Rennen an den Start und hat davon 23 gewonnen. Bis zu seinem Rücktritt waren er und Lewis Hamilton erbitterte Feinde im selben Team. Experten vermuten, dass das auch Grund gewesen sein soll, dass Rosberg zurückgetreten ist. Rosberg ist übrigens, wie viele andere Formel 1 Fahrer auch, in Monte Carlo zuhause. Seit 2014 ist er mit der 32-jährigen Vivian Sibold verheiratet und hat zwei Töchter.

Wo wird die F1 zu sehen sein?

Die Deutschen Zuschauer können sich durchaus glücklich schätzen, dass die Formel 1 noch kostenlos im RTL übertragen wird. Viele Sender haben in den letzten Jahren aufgrund schwindender Einschaltquoten ihre Verträge nicht mehr verlängert, was natürlich auf den Schultern der Konsumenten hängen bleibt. Längst wollen Streaminganbieter wie etwa „DAZN“ in das Geschäft einsteigen und es dürfte wohl nur eine Frage der Zeit sein, bis das auch passieren wird. Seit der Übernahme durch die neuen Besitzer Liberty Media, ist allerdings ein Schwung zu erkennen, was die Formel 1 Fans natürlich hoffen lässt.