USA-Grandprix Austin 2013

Vom 15. bis zum 17. November gastiert die Königsklasse des Motorsports in den USA. Seit 2012 ist dabei der Circuit of the Americas in der texanischen Hauptstadt Austin der Austragungsort des Rennens. An eine Rückkehr nach Indianapolis war nach dem Skandal-Grandprix des Jahres 2005, als nur sechs Fahrzeuge das Rennen bestritten, nicht zu denken. Das Qualifying beginnt am 16. November um 19 Uhr mitteleuropäischer Zeit. Rennstart ist am 17. November um 20 Uhr MESZ.

Die Strecke in Austin

Formel 1 Grandprix von Austin USADer Circuit of the Americas ist 5,5 Kilometer lang. Kennzeichen der Strecke sind die zwei langen Geraden sowie die Mischung schneller Kurven sowie der Haarnadelpassagen am Ausgang der Geraden. Den Rundenrekord hält der viermalige Weltmeister Sebastian Vettel mit seinem Red Bull. Er fuhr 1:39:347. Sieger im Jahr 2012 war Lewis Hamilton. Der heutige Mercedes-Pilot war damals noch für McLaren aktiv. Genau wie im Vorjahr werden auch 2013 wieder 56 Runden gefahren.

Die vermutliche Renn-Strategie

Der häufige Wechsel zwischen schnellen und langsamen Passagen beansprucht die Reifen eigentlich zu stark dafür, um mit nur einem Boxenstopp ins Ziel zu kommen. Vermutlich sind deshalb zwei oder sogar drei Pitstops zu erwarten – insbesondere dann, wenn es wieder zu „taktischen Safety-Cars“ kommen sollte, wie Vettel im Jahr 2012 kritisierte. Die Toppiloten werden sich vermutlich auf der weicheren Reifenmischung qualifizieren, dann einen kurzen Sprint fahren, die härteren Reifen aufziehen und etwa zum letzten Renndrittel noch einmal wechseln.

Die Favoriten für den Grandprix in den USA

Beim Großen Preis der USA sind alle Entscheidungen bereits gefallen. Vettel ist erneut Fahrer-Weltmeister. Es war sein vierter Titel in Folge. Seine Mannschaft von Red Bull darf zudem auch die Team-Weltmeisterschaft bejubeln. Der Deutsche ist deshalb auch ganz natürlicher Favorit für das Rennen. Im Vorjahr konnte Vettel neben der Pole auch die schnellste Runde fahren. Im Gegensatz zum letzten Jahr gibt es in dieser Saison auch kein anderes Fahrzeug, welches sich mit den Red Bulls auf Augenhöhe bewegt. Neben Vettel ist deshalb Mark Webber der Topfavorit auf den Sieg.

Große Hoffnungen dürfen sich vermutlich auch die beiden Mercedes-Piloten Niko Rosberg und Lewis Hamilton machen. Die Form der Silberpfeile zeigte in den vergangenen Rennen deutlich nach oben. Beide Piloten bewiesen außerdem im Vorjahr, dass ihnen die Strecke liegt. Mercedes möchte sich außerdem unbedingt in der Teamwertung vor Ferrari qualifizieren und hat diese Saison deshalb – anders als die Scuderia – noch nicht abgeschrieben.

Kein Raikkonen: Die Top News vor dem Start

Eigentlich müsste auch Kimi Raikkonen als Favorit genannt werden. Denn der Finne, der momentan noch im Lotus sitzt und im nächsten Jahr für Ferrari ins Lenkrad greifen wird, ist immer für einen Gradprix-Sieg gut. Doch für den Weltmeister des Jahres 2007 ist die Saison zuende. Offiziell hindert ihn eine Rückenverletzung am Weiterfahren. Ersetzen wird ihn der Italiener Davide Valsecchi, heißt es. Der Finne selbst erklärte, er beende die Saison schon jetzt, weil er kein Risiko für das kommende Jahr eingehen wolle. Es ist kein Geheimnis, dass ihm die Verletzung aber doch gelegen ist. Raikkonen ist seit der Bekanntgabe seines Wechsels zur Ferrari mit seinem derzeitigen Arbeitgeber zerstritten. Es geht vor allem um ausstehende Gehaltszahlungen. Der Finne hatte deshalb sogar laut über einen Streik nachgedacht.

Für Schlagzeilen vor dem Rennen in den USA sorgte auch einmal mehr Sebastian Vettel. Nach seinem viertel Titel legten verschiedene Experten dem Wahl-Österreicher erneut einen Teamwechsel ans Herz, denn „nur so könne er ein ganz Großer“ werden. Vettel wiegelte ab und schwörte Red Bull die Treue. Ein Wechsel komme für ihn nicht in Frage, erklärte der 26-Jährige. Die „kritischen Stimmen würden auch bei einem Teamwechsel nicht verstummen“, so Vettel. Er werde deshalb auch in den kommenden Jahren für Red Bull ins Lenkrad greifen und versuchen, weiter erfolgreich zu fahren. Denn Anfang, davon darf man wohl ausgehen, wird er in den USA machen wollen.